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Anfängerschulung

Videotagebuch einer Imkerin

Dies ist das Tagebuch einer Imkerin. Wir haben die Imkerin in ihren ersten beiden Jahren der Imkerei begleitet. Ein kurzer Text und eine kurze Videosequenz dokumentieren jeden ihrer Schritte in die Imkerei. Dieses Tagebuch soll Ihnen als Anfängerin oder Anfänger den Weg, den Sie gehen wollen, etwas anschaulicher machen.

Zu den angesprochenen Themen finden Sie jeweils Links auf die Lernseiten, die Details liefern. Fachausdrücke werden durch die Glossarhinweise erklärt. Ein Blick in die Stockkarte gibt Ihnen die Vorgeschichte des Volkes zum aktuellen Zeitpunkt.

Aber lassen wir jetzt die Imkerin zu Wort kommen:

Freitag, 26. April 2013

Workshop: Schnupperkurs Imkerei - 1. Tag - Theorie

Als erstes habe ich einen Wochenendkurs der Landwirtschaftskammer besucht. Dieser Schnupperkurs führte in die Grundlagen der Imkerei ein. Themen waren die Biologie der Honigbiene, der Umgang mit den Völkern und alles rund um den Honig.

Der erste Tag war ein Freitag und es war ein recht kühler und regnerischer Frühlingstag. An diesem Tag fand der Lehrgang im Saale statt. Es war zu kalt, um an den Bienenvölkern zu arbeiten.

Daher gab es heute erst mal jede Menge Kaffee und Vorträge rund um die Honigbiene, die Bienenhaltung und die möglichen Probleme dabei. Videofilme über die Bienenhaltung und über die Varroamilbe rundeten das Programm ab.

Samstag, 27. April 2013

Workshop - Schnupperkurs - 2. Tag - Praxis

Endlich, es geht an die Bienen. Das Wetter ist besser geworden. Es ist immer noch frisch, aber der Regen hat aufgehört. Heute waren wir überwiegend draußen.

Der Imkermeister, Holger Kretzschmar, hat mit uns einen Bienenstock geöffnet. Wir haben gelernt, was Brutwaben von Honigwabe unterscheidet. Ich weiß jetzt, was ein Honigraum ist und wann ich den aufsetzen sollte.

Wovon ernähren sich unsere Bienen eigentlich? Was ist eine Tracht? Welche Trachtpflanzen blühen jetzt im Frühling in der Natur? Solche Fragen beantwortete uns Dr. Werner Mühlen als Referent der Bienenkunde der Landwirtschaftskammer NRW. Sein Lieblingsthema ist die Blütenökologie.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Streichen der Beuten

Ich war Einkaufen. Ich bin zum Geschäft für Imkereibedarf gefahren und habe alle Dinge, die zu Beginn meiner Arbeit als Imkerin brauche, gekauft. Ich besitze jetzt einen Imkeranzug, Hut mit Schleier, einen Smoker, Feger und einen Stockmeißel.

Ich habe drei Beuten erstanden. Aber, oh Wunder, die Beuten sind gar nicht grün oder braun, wie ich sie beim Lehrgang gesehen hatte. Die neuen Beuten sind schneeweiß, wie Styropor eben aussieht.

Heute habe ich die Beuten grün gestrichen. Dabei habe ich alle Teile einer Beute kennengelernt: die Zargen, Boden und Deckel. Zum Streichen habe ich eine wasserlösliche Acryl-Farbe verwendet. Diese Farbe greift den Schaumstoff nicht an. Die grüne Farbe ist deckend und läßt auch UV-Licht nicht durch. In der Beute sollte es nach dem Anstrich dunkel sein - eben stockfinster.

Mittwoch, 3. Juli 2013

Die Bienen kommen.

Heute habe ich meine Bienen abgeholt. Es war sozusagen eine Nacht- und Nebelaktion. Es ist Hochsommer und sonniges Wetter. Tagsüber ist ein großer Teil des Volkes unterwegs, um die Tracht einzutragen. Daher haben wir die Bienen bei Einbruch der Dämmerung abgeholt, als alle Damen zuhause waren.

Wichtig war auf der Fahrt die Beuten gut zu sichern, auch wenn die Fahrt nur wenige Minuten gedauert hat. Es gibt nichts Peinlicheres als mitten auf einer Kreuzung unfreiwillig einen Bienenschwarm freizusetzen, oder?

Aber alles ist gut gegangen. Alle drei Völker stehen jetzt wohl behalten an ihrem vorgesehen Standplatz.

Donnerstag, 4. Juli 2013

Der erste Tag

Gestern habe ich die Völker abgeholt. Stören will ich heute noch nicht. Die Bienen sollen erst mal ankommen. Deshalb habe ich die Beuten heute noch nicht geöffnet.

Aber angeschaut habe ich mir, was die Bienen so treiben. Es ist an allen Beuten reger Flugbetrieb. Die Völker scheinen den Umzug gut vertragen zu haben.

Am mittleren Volk fliegen besonders viele Bienen. Und die machen so merkwürdige Dinge. Ein Teil der Arbeiterinnen sitzen außen an der Beute und auf dem Flugbrett. Sie schlagen ganz intensiv mit den Flügeln, aber ohne dass sie fliegen wollten. Sie sterzeln.

Montag, 8. Juli 2013

Der erste Blick in die Völker

Das war schon sehr spannend und aufregend: der erste Blick in meine eigenen Völker. Und das erste Mal eine eigene Wabe in der Hand halten.

Vorher gab es aber das Problem mit dem Smoker. Ich habe festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, einen Smoker in Betrieb zu setzen. Also nicht nur etwas Rauch erzeugen, sondern den Smoker so zu befüllen, dass er über längere Zeit Rauch liefert und nicht nach 5 Minuten wieder aus ist.

Ich habe mir die Völker Wabe für Wabe angeschaut. Ich habe die Brutnester gefunden und ich habe die Honigwaben erkennen können. Und ich habe eingelagerten Pollen gefunden, das sogenannte Bienenbrot.

Dienstag, 16. Juli 2013

Kontrolle an den Völkern

Ich habe erneut eine Kontrolle der Völker gemacht. Dazu habe ich wieder die Völker Wabe für Wabe durchgeschaut. Es geht mir weniger um die Kontrolle als darum, meine Bienen kennenzulernen.

Ich habe mir wieder Brutnest und Honigvorräte angeschaut. Sieht bei allen drei Völkern gut aus. Bei der aktuellen Trachtlage Mitte Juli wird Nektar eingetragen.

Das dritte Volk, Volk 3, hat das Brutnest so weit vergrößert, dass es sinnvoll war, eine weitere Zarge als Erweiterung des Brutraumes aufzusetzen.

Alles in allem, so ganz elegant sieht das Handling meiner Völker noch nicht aus. Im Kurs wirkte das bei Imkermeister Holger Kretschmar irgendwie anders, professioneller.

Donnerstag, 25. Juli 2013

Die Tracht

Ich habe mir heute die Tracht meiner Bienen näher angeschaut. Die Bienen stehen in einem Park. In unmittelbarer Umgebung der Beuten sind relativ viele Rasenflächen, die als Tracht uninteressant sind.

Am Rand des Parks sind Beete und es gibt eine Art Blumengarten innerhalb des Parks. Hier blüht es. Und hier finde ich auch einen Teil meiner Bienen.

In der Nähe blüht es auf einem kleinen Friedhof, in zahlreichen Hausgärten und in einer Kleingartenanlage. Ein Glück für meine Bienen, denn andernorts gibt es Ende Juli meist eine Trachtlücke.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Stürmischer Tag

Heute ist ein stürmischer Tag. Aber das hält mich nicht davon ab, wieder nach meinen Bienen zu schauen. Viel Flugaktivität ist an den Fluglöchern nicht zu verzeichnen.

Aber in den Völkern ist viel Aktivität. Die Völker sind weiter gewachsen. Die verdeckelte Brut der letzten Woche ist mittlerweile geschlüpft. Alle Völker weisen ein gut ausgebildetes Brutnest auf. Es ist ein guter Honigvorrat in verdeckelten Honigzellen vorhanden.

Das dritte Volk hat die zusätzliche Zarge bisher nicht angenommen. Die gegebenen Mittelwände sind gar nicht oder nur ansatzweise ausgebaut.

Donnerstag, 8. August 2013

Muss ich die Völker I und II erweitern?

Ich habe meine Völker jetzt seit einem Monat. Ich schaue mir die Völker heute noch einmal gründlich an. Ich mache das hauptsächlich, um meine Bienen kennenzulernen. Eine wichtige Frage für mich ist, ob die Völker I und II erweitert werden sollten.

Ich schaue mir das Brutnest. Ist es größer geworden? Haben die Bienen einen ausreichenden Honigvorrat? Gibt es eingelagerten Pollen? Sehe ich heute die Königin? Das sind die Fragen, die mir beim Durchsehen der Waben stelle.

Bei den Völkern I und II schaue ich mir die Waben vor und hinter dem Brutnest an. Haben die Völker noch ausreichend Platz? Oder füllen die Brutnester bereits die ganze Zarge aus? Alles ist in Ordnung. Eine Erweiterung durch eine zweite Brutzarge ist nicht erforderlich.

Es ist Hochsommer, August. Das bedeutet, dass die Völker nicht mehr wachsen werden. Zum Winter hin wird die Zahl der Arbeiterinnen reduziert werden. Ein erneutes Wachstum der Völker erwarte ich erst im nächsten Frühjahr.

Donnerstag, 15. August 2013

Erste Wintereinfütterung

Heute liegt eine weitere Kontrolle der Völker an. Beim Volk 3 habe ich den zusätzlichen zweiten Brutraum abgenommen, da der zweite Brutraum vom Volk nicht angenommen wurde. Keiner der Mittelwände wurde ausgebaut. Im zweiten Brutraum wurde keine Tracht eingelagert oder gar ein Brutnest angelegt.

Auch wenn es erst Mitte August ist, geht die Tracht ihrem Ende entgegen. Jetzt ist Zeit für die erste Wintereinfütterung. Jedes Volk bekommt eine Gabe von 2,5 kg Zucker in Form einer Zuckerlösung.

Dazu wird jeder Beute eine leere Zarge aufgesetzt und ein Eimer mit der Zuckerlösung hineingestellt.

Mittwoch, 21. August 2013

Varroa-Bekämpfung mit Ameisensäure

Heute gab es viel zu tun. Einmal die Kontrolle der Bodeneinlagen auf Varroamilben. Dann mussten die Futtereimer aus den oberen Zargen entnommen werden. Ich musste die Völker durchsehen, um zu kontrollieren, wie weit das Futter eingelagert wurde. Dann stand die Behandlung mit Ameisensäure an.

Auf den Bodeneinlagen fanden sich nur wenige Varroamilben.

Die Völker hatten das Futter gut eingelagert. Fast alle Leerwaben waren mit Futter gefüllt.

Bei der Behandlung der Völker gegen die Varroamilbe habe ich mich für die Methode mit dem Nassenheider Verdunster und 60%ige Ameisensäure entschieden.

Donnerstag, 29. August 2013

Kontrolle der Varroa-Bekämpfung mit Ameisensäure

Heute habe ich kontrolliert, ob die Behandlung mit Ameisensäure einen Erfolg gebracht hat. Als erstes habe ich die Bodeneinlagen herausgezogen und das Gemüll durchsucht. Beim Volk 2 fanden sich die meisten Varroamilben auf der Bodeneinlage. Ich habe über 100 Milben gezählt.

Die Nassenheider Verdunster sind jetzt eine Woche nach dem Einsetzen leer. Ich fülle die Vorratsbehälter mit 60%iger Ameisensäure auf. Das ist ein Vorrat für etwa eine Woche. Die gesamte Behandlungsdauer der Völker liegt damit bei etwa zwei Wochen.

Mittwoch, 4. September 2013

Varroa-Bekämpfung - zweite Kontrolle

Die Ameisensäure wirkt jetzt seit zwei Wochen auf die Milben ein. Heute kontrolliere ich noch einmal die Bodeneinlagen. Anschließend mussten die leeren Nassenheider Verdunster und die Leerzargen entfernt werden.

Bei der Durchsicht der Völker fand ich keine Brut. Es war zusätzlich zum eingelagerten Futter noch weitere Tracht eingetragen worden. Überall, auf allen Waben war Honig bzw. Futter eingelagert. Für ein Brutnest war kein Platz mehr. Und das bei allen drei Völkern. Ich hatte ein Problem.

Donnerstag, 5. September 2013

Einhängen ausgebauter Waben

Einhängen ausgebauter Waben hört sich erst mal paradox an, für mich als Anfängerin. Aber in der Imkerei spricht man von ausgebauten Waben, wenn im Rähmchen nicht nur eine Mittelwand hängt, sondern wenn die Bienen bereits eine Zellstruktur gebaut haben. Es kann sich um ganz frische Waben handeln oder aber um Waben, die bereits als Honigwaben in einem Volk genutzt wurden.

Die letzte Durchschau der Völker hatte ergeben, dass so viel Honig und Futter eingelagert wurden, dass kein Platz für Brut geblieben ist. Auf Rat eines erfahrenen Imkers nehme ich heute aus jedem Volk Futterwaben heraus.

An ihre Stelle hänge ich ausgebaute Leerwaben, die der Imker mir zur Verfügung gestellt hat, ein. Die Waben platziere ich in die Mitte der Beuten. Ich verwende ausgebaute Waben in der Hoffnung, dass Volk und Königin diese als Brutwaben annehmen werden. Rahmen mit Mittelwänden werden so spät im Jahr von den Arbeiterinnen nicht mehr ausgebaut.

Donnerstag, 12. September 2013

Kontrolle auf Brut

Vor einer Woche habe ich in jedes Volk zwei oder drei ausgebaute Leerwaben gehängt. Ich hoffe, dass die Königinnen Eier gelegt haben und die Völker wieder in Brut sind. Die Völker brauchen ja Winterbienen.

Ich kontrolliere heute alle Völker auf Anzeichen von Brut, also ob ich Stifte (Eier) oder Larven finde. Leider sehe ich nichts von alldem.

Haben meine Völker das Brutgeschäft für dieses Jahr bereits eingestellt? Ist das nicht zu früh? Ich brauche Hilfe von einem Fachmann.

Mittwoch, 18. September 2013

Besuch des Imkerpatens

Heute besucht mich Dr. Werner Mühlen von der Bienenkunde der Landwirtschaftskammer NRW in Münster. Ich hoffe, auf seine Hilfe.

Gemeinsam mit Dr. Mühlen schaue ich meine Völker durch. Und da ist Brut! In jedem Volk sind frische Stifte und Larven vorhanden. Allerdings wurden die eingehängten Leerwaben weiterhin nicht angenommen.

Die Brutnester sind klein, aber vorhanden. Und Dr. Mühlen zeigt mir Bereiche auf den Waben, die für die Brut vorbereitet wurden. Der Honig wurde entfernt und die Wabenzellen geputzt. Jetzt kann die Königin kommen und Eier legen.

Donnerstag, 19. September 2013

Zweite Wintereinfütterung

Beim Besuch des Imkerpatens gestern hatte sich gezeigt, dass die Völker noch nicht ausreichend mit Futter für den Winter versorgt sind.

Ich habe Eimer mit je 5 kg Zucker in Wasser gelöst vorbereitet. Ich öffne die einzelnen Völker und setze eine zusätzliche Zarge auf. In die Zarge kommt dann der Eimer.

Bei der Gelegenheit habe ich die Abdeckung der Rähmchen, die Gardine gegen eine Folie ausgetauscht. Wichtig beim Aufsetzen des Eimers ist, das eine Ecke der Folie umgeschlagen wird. So können die Bienen ans Futter gelangen.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Kontrolle der zweiten Wintereinfütterung

Ich habe heute die Beuten geöffnet und den Erfolg der zweiten Wintereinfütterung kontrolliert. Dazu habe ich die Futtereimer entnommen und die aufgesetzten, zusätzlichen Zargen wieder abgenommen.

Volk 1 und 3 hatten ihr Futter vollständig aufgebraucht. Aber die Überraschung war das 2. Volk - das Futter war nicht angenommen worden, sondern der Eimer war noch vollständig mit Zuckerlösung gefüllt.

Ich habe anschließend die Völker durchgesehen und nachgeschaut, wie viel des Futters von den Völkern in Futterwaben eingelagert wurde.

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Wintervorbereitung - Herbstrevision

Es wird kühler. Heute habe ich die Völker noch einmal komplett durchgesehen. Vielleicht das letzte Mal für dieses Jahr.

Ich habe mir heute besonders den Aufbau des Brutnestes und die Verteilung der Futterwaben angeschaut. Die Bienen verkleinern jetzt ihr Brutnest. Sie ziehen sich nach und nach in die Wintertraube zurück und stellen dann das Brutgeschäft ganz ein.

In zwei Völkern habe ich die Platzierung der Futterwaben verändert. In Volk 1 habe ich im hinteren Bereich eine volle Futterwabe um zwei Waben nach vorn gerückt, damit sie näher am Brutnest ist. Die zwei Waben dazwischen enthielten kaum Futter.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Kontrolle an den Völkern

Es ist ein schöner, sonniger Herbsttag und die Bienen sind noch aktiv. Etwas Tracht ist noch vorhanden und die wird angeflogen. In der unmittelbaren Umgebung sind das der Blaue Eisenhut und einige Dahlien.

Ich schaue mir die Völker heute nur von außen an und öffne nur kurz den Deckel der Beuten. Nach der Herbstrevision vom letzten Mal möchte ich die Völker nicht mehr als nötig stören.

Die Völker sind weiterhin aktiv. Mein Eindruck ist, dass das Brutnest kleiner ist, aber immer noch vorhanden ist. Von Winterruhe noch keine Spur.

Montag, 16. Dezember 2013

Oxalsäure gegen die Varroamilbe

In den letzten Wochen habe ich nur hin und wieder bei den Völkern vorbei geschaut. Rein geschaut habe ich nicht mehr. Es war nicht notwendig und meistens auch zu kalt.

Es hat die ersten Nächte mit tiefen Temperaturen und Bodenfrost gegeben. Falls die Bienen die Brut beendet haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für die Behandlung mit Oxalsäure.

Zur erst musste ich sicherstellen, dass keine Brut mehr in den Völkern vorhanden war. Oxalsäure wirkt nicht in den verdeckelten Brutzellen. Nur Varroamilben in der phoretischen Phase können mit der Oxalsäure bekämpft werden. Ist Brut vorhanden, so würde aus der schlüpfenden Brut heraus das Volk reinfiziert werden.

Ich habe die Oxalsäure auf die Bienen in den Wabengassen geträufelt. Dazu habe ich 5 ml der Lösung pro besetzter Wabengasse in einer Spritze aufgezogen. Die Oxalsäure-Lösung war 3,5%ig. Die Lösung war mit 10 % Saccharose versetzt.

Montag, 23. Dezember 2013

Kontrolle auf Varroamilben nach der Behandlung mit Oxalsäure

Ich habe heute nachgeschaut, ob die Behandlung mit Oxalsäure einen Effekt gehabt hat. Finde ich Varroamilben auf den Bodeneinlagen?

Ich habe Varromilben gefunden. Reichlich. Auf den Bodeneinlagen aller drei Völker sind tote Varroamilben zu finden.

Bei Volk 1 habe ich neben Varroamilben und Wachskrümeln auch frische Wachsplättchen gefunden. Deren Vorkommen ist ein deutliches Zeichen dafür, dass dieses Volk mit der Brut begonnen hat. Die Plättchen werden gebraucht und die Brutzellen mit einem Deckel zu verschließen.

Dienstag, 7. Januar 2014

Kontrolle auf Brut

In diesem Jahr haben wir einen ungewöhnlich milden Winter. Bisher gab es kaum Nächte mit Bodenfrost. Tagsüber lagen die Temperaturen immer über 0 °C.

Es ist möglich, dass die Bienen bereits jetzt die Winterruhe beendet und ihr Brutgeschäft wieder begonnen haben. Ich schaue mir die Völker daraufhin heute an. Wichtiges Indiz ist die Temperatur über dem Volk. Finde ich eine Temperatur unter 20 °C, so befindet sich das Volk wahrscheinlich in der typischen Wintertraube.

Liegt die Temperatur im Stock bei über 30 °C, so muss ich davon ausgehen, dass das Volk die Temperatur aufgeheizt hat, um zu brüten. Vor zwei Wochen hatte ich auf der Bodeneinlage von Volk 1 bereits frische Wachsplättchen gefunden. Dies ist ein Zeichen für Brut.

Die Temperatur-Methode erweist sich an diesem Tag als nicht sehr aussagekräfitg, da ein starker Winter die Luft über den Waben sofort verweht.

Donnerstag, 6. Februar 2014

Kontrolle der Völker

Es ist Anfang Februar und kalendarisch gesehen sind wir im Winter. Tatsächlich haben wir heute eine Lufttemperatur von +10 °C. Die Witterung ist zu mild für einen Winter und dies durchgehend seit dem Herbst.

In den letzten Tagen sind Bienen geflogen. Heute sehe ich keine Bienen am Flugloch. Das liegt wohl daran, dass es sehr stürmisch ist.

Ich habe mir heute die Völker von außen angeschaut. Ich habe kurz die Deckel der Beuten geöffnet und die Temperatur über den Wintertrauben kontrolliert. Ich habe einen Blick auf das Gemüll der Bodeneinlagen geworfen.

Von außen sind die Beuten in Ordnung. Keine Spur von Spitzmäusen oder Spechten. Die Temperatur ist bei dem Wind schlecht zu fühlen. Ich glaube nicht, dass sie oberhalb der Waben über 20 °C liegt.

Allerdings habe ich im Gemüll erneut erste Pollenhöschen gefunden. Und bei zwei Völkern lagen Wachsdeckel im Gemüll. Beides deutet erneut auf Brut hin, wie bereits bei der Kontrolle im Januar.

Die letzten Tage waren trocken. Ich habe daher zwei Tränken für die Bienen aufgestellt. Sollten die Bienen in größerem Umfang Honig oder Futter nutzen wollen, so benötigen sie ausreichend Wasser als Tracht. Das Wasser erneuere ich regelmäßig, damit es keine Quelle für Infektionen wird.

Donnerstag, 6. März 2014

Frühjahrskontrolle der Völker

Heute, Anfang März, war ein erster Frühlingstag. In der Sonne war die Lufttemperatur auf nahe 20 °C angestiegen. Es war etwas stürmisch, aber trotzdem ein guter Tag für eine erste gründliche Durchsicht der Völker in diesem Jahr.

Die Bienen sind intensiv geflogen. Sie haben reichlich Pollen eingetragen. Die Sammlerinnen haben die aufgestellten Tränken besucht und Wasser eingetragen. Intensives Eintragen von Pollen als Tracht deutet darauf hin, dass das offene Brut vorhanden ist. Wasser zeigt an, dass in größerem Umfang Futterreserven abgebaut werden.

Eine Kontrolle des Gemülls auf den Bodeneinlagen hat diesen Eindruck bestätigt. Auch die Durchsicht der Völker bestätigt: Die Völker brüten.

Die erste Durchsicht des Jahres ergab ein gutes Resultat. Alle drei Völker haben den Winter gut überstanden und entwickeln sich gut.

Donnerstag, 27. März 2014

Kontrolle der Völker - Wachsmotten

Heute war ein schöner Frühlingstag. Die Bienen flogen eifrig ein und aus. Am Flugloch waren Sammlerinnen mit Pollenhöschen zusehen. Andere Sammlerinnen habe ich an der Tränke und einer natürlichen Wasserstelle gefunden.

Ich habe mir die Beuten von außen angeschaut und die Bodeneinlagen kontrolliert. An der Lage des Gemülls konnte ich die Position der Brutnester der einzelnen Völker in Beute gut erkennen.

Ich habe viel Pollen und Wachsplättchen gefunden. Die gute Nachricht ist, dass ich keine Varroamilben im Gemüll gefunden habe. Allerdings habe ich eine Larve der Kleinen Wachsmotte im Gemüll des zweiten Volks gefunden.

Ich habe eine Durchsicht aller Völker gemacht. Ich wollte mir ein Bild machen von der Größe der Brutnester und kontrollieren, ob die Bienen ausreichend Vorräte haben.

Alles war gut. Die Brutnester waren gut entwickelt. Bei Volk 2 und 3 waren die Nester so groß, sodass die Völker in den nächsten Tagen erweitert werden sollten. Die Völker hatten ausreichend Tracht eingetragen und genügend Vorräte. Im Volk 2 war kein Befall durch Wachsmotten zu finden. Es musste sich bei dem Fund im Gemüll um eine einzelne Larve gehandelt haben.

Sonntag, 30. März 2014

Völker erweitern - zweite Zarge für den Brutraum für die Völker 2 und 3

Bei der letzten Durchsicht hatte sich gezeigt, dass die Völker 2 und 3 sich so stark entwickelt hatten, dass eine Erweiterung der Völker notwendig wird.

Heute hatte ich dazu zwei Zargen mit Rähmchen bestückt. Die Rähmchen musste ich vorab mit Mittelwänden versehen. Ich habe in die Rähmchen Mittelwände eingelötet.

Jeweils eine Zarge habe ich auf die Völker 2 und 3 aufgesetzt. Ich habe dadurch die Bruträume um eine Zarge erweitert. Dem Volk mehr Raum geben, ist unter anderem auch eine Maßnahme, um die Gefahr des Schwärmens zu reduzieren.

Donnerstag, 17. April 2014

Zweite Zarge für den Brutraum von Volk 1

Bei der letzten Durchsicht vor drei Wochen war das Volk 1 noch nicht so stark entwickelt, dass ein zweiter Brutraum notwendig war.

Für heute hatte ich eine Zarge mit Rahmen mit Mittelwänden vorbereitet. Ich habe das Volk 1 noch einmal durchgesehen. Es ist jetzt so weiter, dass es sinnvoll ist, das Volk mit einem zweiten Brutraum zu erweitern.

Die Völker 2 und 3 hatte ich vor 2 1/2 Wochen erweitert. Ich schaue heute nach, ob sie die Erweiterung des Brutraumes um eine Zarge gut angenommen haben.

Donnerstag, 24. April 2014

Drohnenrahmen einhängen und Völker erweitern - Honigraum aufsetzen

Es ist Mitte April und Zeit etwas gegen die Varroamilbe zu tun. In der Zeit, wenn in den Wirtschaftsvölkern Tracht für die spätere Honigernte eingetragen wird, darf nicht mit chemischen Wirkstoffen behandelt werden. Eine Art der biologischen Bekämpfung der Varroamilbe ist die Entnahme eines Teils der Drohnenbrut. Varroamilben befallen bevorzugt die Zellen der Drohnenbrut.

Ich habe die Völker durchgesehen und die Brutnester kontrolliert. Die Brutnester der Völker 2 und 3 erstreckten sich über beide Zargen und waren gut entwickelt. Bei diesen Völkern habe ich jeweils vor und hinter die Brutwaben in der oberen Zarge einen leeren Drohnenrahmen eingefügt.

Das Volk 1 war noch nicht so weit entwickelt. Das Brutnest füllt nur die untere Zarge. In der oberen Zarge waren die meisten Mittelwände ausgebaut worden. Einige Stifte hatte die Königin bereits gesetzt. Hier war es zu früh, um Drohnenrahmen einzuhängen.

Volk 2 und 3 waren so weit in der Brut und hatten eine so hohe Volksstärke, dass es der geeignete Zeitpunkt war, um die Völker um eine weitere Zarge zu erweitern. Ich habe bei Volk 2 und 3 einen Honigraum aufgesetzt. Um die Königin daran zu hindern, im Honigraum Zellen zu bestiften, habe ich zwischen Brut- und Honigraum ein Absperrgitter eingefügt.

Montag, 5. Mai 2014

Honigraum aufsetzen und Drohnenbrut kontrollieren

Vor 11 Tagen hatte ich die Drohnenrahmen an die Brutnester von Volk 2 und Volk 3 gehängt. Jetzt war es Zeit für die erste Kontrolle. Ich habe kontrolliert, ob die Drohnenrahmen angenommen wurden und ob bereits verdeckelte Zellen vorhanden waren.

Ich habe die Drohnenrahmen in Volk 2 und Volk 3 auf verdeckelte Brutzellen hin untersucht. Es war viel Drohnenbrut vorhanden, aber nur sehr wenige Zellen waren bereits verdeckelt. Ein Ausschneiden dieser Brut lohnte sich noch nicht und ich habe dies auf die nächste Durchsicht verschoben.

Das Volk 1 war bei der letzten Kontrolle noch nicht so weit entwickelt. Die obere Brutzarge enthielt noch kein ausgebautes Brutnest, sondern nur die erste Anlage von Brutzellen. Die Drohnenrahmen wurden noch nicht gehängt. Die Kontrolle heute zeigte auch in der oberen Brutzarge ein voll entwickeltes Brutnest. Vor und hinter diese Brutwaben habe ich je einen Drohnenrahmen gehängt.

Das Volk 1 hatte noch keinen Honigraum. Heute war es so weit, dass das Volk um die dritte Zarge mit Mittelwänden erweitert wurde.

Donnerstag, 15. Mai 2014

Schwarmkontrolle und Drohnenbrut schneiden

Es ist Mitte Mai. Die Völker haben sich gut entwickelt. Die Natur insgesamt hat sich schneller entwickelt und wir liegen etwa 2 Wochen früher mit der Entwicklung der Blütezeit vieler Trachtpflanzen.

Es ist die Zeit, in der die Honigbienen Schwärmen. Es ist Zeit für regelmäßige Schwarmkontrollen, um ein unkontrolliertes Schwärmen zu verhindern. Ich habe mir heute die Honigräume und die oberen Brutzargen der drei Völker angeschaut.

Das Volk 1 (rechts) hat sich gut entwickelt. Der Honigraum wird ausgebaut. Das Volk ist voll im Brutgeschäft. Schwarmzellen oder Spielnäpfchen fanden sich aber nicht.

Volk 2 (mittig) hat bereits viel Tracht eingetragen. Ein paar Honigwaben sind bereits verdeckelt und könnten geerntet werden. In den Drohnenrahmen habe ich viel verdeckelte Brut gefunden und die DrohnenBrutwaben vollständig ausgeschnitten. Ich habe ein Spielnäpfchen gefunden und entfernt.

Volk 3 (links) hat sich ebenfalls sehr gut entwickelt. Es ist viel Tracht eingetragen worden. Die Drohnenrahmen wurden gut ausgebaut. Die verdeckelten Brutzellen werden aus den Drohnenrahmen geschnitten und die Rahmen wieder ins Volk gehängt.

Dienstag, 20. Mai 2014

Schwarmkontrolle

Jetzt ist die Zeit der Schwärme. Es ist gute imkerliche Praxis, das Schwärmen der Völker zu vermeiden. Ich habe daher heute Schwarmkontrollen bei meinen Völkern durchgeführt.

Ich bin davon ausgegangen, was mir Imkerkollegen gesagt hatten: Wenn ein Volk einen Brutraum aus zwei Zargen besitzt, dann legen Honigbienen die meisten Schwarmzellen an den Rändern der oberen Brutzarge an. Voraussetzung dabei ist, dass man ein Absperrgitter zwischen Brutraum und Honigraum verwendet. Ansonsten müsste man auch den Honigraum auf Schwarmzellen kontrollieren.

Ich habe keine Schwarmzelle oder Spielnäpfchen gefunden. Ich habe den Eindruck, dass noch kein Schwärmen eines Volkes zu erwarten ist.

Bereits vor 5 Tagen hatte ich die meiste Drohnenbrut aus den Rahmen geschnitten. Heute fand ich nur im Volk 3 verdeckelte Drohnenbrut, die ich dann entnommen habe.

Montag, 2. Juni 2014

Schwarm fangen.

Jetzt ist es doch passiert: Ein Schwarm ist abgegangen. Er hatte sich in der nächsten Eiche, ungefähr auf 3 m Höhe, niedergelassen. Ich musste etwas improvisiert werden und ein Pappkarton musste als Schwarmfangkasten reichen. Eine stabile Leiter wurde von den Maurern geliehen.

Es hat geklappt. Der größte Teil des Schwarms ist im Karton gelandet. Anschließend habe ich die Bienen in eine einzargige Beute gekippt. Alle Nachzügler waren innerhalb einer Stunde in der Beute. Sterzelnde Arbeiterinnen hatten ihnen geholfen und den Weg gewiesen.

Warum konnte ich das Schwärmen nicht verhindern? 1. Der zeitliche Abstand zur letzten Kontrolle war zu groß: 13 statt 7 Tagen. 2. Erste Spielnäpfchen oder Schwarmzellen bei der letzten Kontrolle übersehen.

Nach diesem aufregenden Start habe ich meine Völker durchgesehen: Honigraum, Schwarmkontrolle und Drohnenbrut geschnitten. Ich habe weitere Schwarmzellen in den Bruträumen gefunden und zerdrückt.

Volk 1 hatte viel Tracht eingetragen. Es gab viel verdeckelte Drohnenbrut auszuschneiden. Ich fand verdeckelte Arbeiterinnenbrut aber keine offene Brut. Ich habe eine geöffnete und leere Weiselzelle gefunden.

Volk 2 hatte ebenfalls reichlich Tracht eingetragen. Im Honigraum waren einige vollständig verdeckelte Honigwaben. Im Brutraum habe ich bereits verschlossene Weiselzellen gefunden und entfernt.

Volk 3 besaß teilweise verdeckelte Honigwaben. Das Brutnest war schön entwickelt mit Brut in allen Stadien. An einer Brutwabe habe ich eine offene Weiselzelle mit Larve gefunden und zerdrückt.

Mittwoch, 11. Juni 2014

Kontrolle der Völker

In der letzten Woche hatte ich einen Schwarm eingefangen. Der Schwarm war aus einem meiner eigenen Völker abgegangen. Heute habe ich das erste Mal in die Beute geschaut. Ich wollte kontrollieren, ob der Schwarm sich als Volk etabliert hat. Außerdem habe ich meine drei Wirtschaftsvölker auf Spuren von Schwarmstimmung kontrolliert.

Der Schwarm hat sich als Volk etabliert. Die vorgegebenen Mittelwände wurden zu Waben ausgebaut. In die Waben wurde Nektar- und Pollentracht eingelagert. Die Königin stammt aus dem alten Volk, ist also begattet. Sie hat wieder mit der Eiablage begonnen. Reichlich Stifte und junge Rundmaden sind im Brutnest zu finden.

Die Honigräume der drei Wirtschaftsvölker enthielten einiges an verdeckelten Honigzellen. Aber es waren noch nicht ausreichend komplett verdeckelte Honigwaben vorhanden, sodass sich eine Ernte des Honigs lohnen würde. Die Brutnester der Wirtschaftsvölker Volk 2 und Volk 3 waren gut entwickelt. Ich habe einzelne, offene Weiselzellen an den unteren Rändern gefunden und entfernt.

Volk 1 hatte letzte Woche geschwärmt; frische Brut der neuen Königin konnte ich noch nicht entdecken. Aber die Arbeiterinnen waren sehr aktiv und haben in den letzten Tagen viel Tracht eingetragen.

Die Drohnenrahmen wurden von den Arbeiterinnen in allen Völkern nicht wieder ausgebaut. Die Zeit für die Anlage von Drohnenbrut ist für dieses Jahr vorbei. Ich habe die Rahmen aus den Völkern entnommen und dafür Rahmen mit Mittelwänden eingehängt.

Dienstag, 17. Juni 2014

Durchsicht der Wirtschaftsvölker - Erweitern des jungen Volkes

Das aus dem Schwarm entstandene Volk hatte sich gut entwickelt. Es ist so stark geworden, dass ich den Brutraum heute erweitern habe. Dazu hatte ich eine Zarge mit Mittelwänden vorbereitet.

Ich habe das neue Volk noch einmal durchgeschaut. Es hat sich bestätigt, es ist zu einem starken Volk herangewachsen. Die Zahl der Arbeiterinnen ist deutlich angewachsen. Ich habe eine zweite Brutzarge (nur Mittelwände) aufgesetzt und damit den Brutraum erweitert.

Die drei Wirtschaftsvölker habe ich durchgesehen, um nach möglichen Schwarmzellen zu suchen. Ich habe keine Spielnäpfchen oder Schwarmzellen gefunden. Die Honigräume waren gut gefüllt. Einige Honigwaben waren vollständig verdeckelt. Ich sollte in nächster Zeit den Honig ernten.

Im Volk 1, aus dem vor zwei Wochen ein Schwarm abgegangen war, habe ich noch keine Brut gefunden. Die junge Königin ist noch nicht in Eilage gegangen. Ich weiß nicht, ob sie bereits ihre Hochzeitsflüge gemacht hat.

Mittwoch, 25. Juni 2014

Durchsicht der Völker - Schwarmkontrolle

Der Juni ist Schwarmzeit. Ich kontrolliere die Völker jetzt wöchentlich, um auf keinen Fall eine Schwarmzelle zu übersehen.

Beim jungen Volk habe ich keine Schwarmzelle erwartet und entsprechend auch keine gefunden. Das Volk ist jetzt 3 Wochen alt. Die alte Königin aus Volk 1 hat fleißig Stifte gesetzt und es hat sich ein geschlossenes Brutnest entwickelt. Das Volk hat viel Tracht eingetragen und damit reichlich Vorräte eingelagert.

Im Honigraum von Volk 1 fand ich mehrere verdeckelte Honigwaben. Im Brutraum habe ich ebenfalls viel Honig und erste Brut gefunden. Ich habe in der unteren Brutzarge die neue Königin, die in Eiablage gegangen ist, gesehen. Schwarmzellen waren in diesem Volk mit der jungen Königin nicht zu erwarten.

Im Honigraum von Volk 2 fand ich mehrere verdeckelte Honigwaben. Im Brutraum fand ich ein gut entwickeltes Brutnest mit offener und verdeckelter Brut und einem Futterkranz. Ich habe keine Schwarmzellen gefunden.

Im Honigraum von Volk 3 fand ich einige verdeckelte Honigwaben. Auch im Brutraum fand ich recht viel eingelagerten Honig und nur wenig Brut - keine Schwarmzellen.

Freitag, 27. Juni 2014

Workshop Völkerführung - 1. Tag

An diesem Wochenende habe ich einen weiteren Workshop der Landwirtschaftskammer NRW teilgenommen. Schwerpunkt dieses zweitägigen Lehrgangs war die Betriebsweisen und Völkerführung.

Am ersten Tag gab es einen Vortrag von Dr. Werner Mühlen zu Grundsätzen der bienengerechten Imkerei.

Im praktischen Teil wurde ein Brutableger unter Anleitung von Imkermeister Holger Kretzschmar gebildet.

Die zweite Praxisschulung befasste sich mit der Hygiene bei der Honigernte und -verarbeitung. Die Einführung gab Diplom-Oecotrophologin Marlene Backer-Struß, während die Praxis vom Auszubildenden Roman Stein betreut wurde.

Samstag, 28. Juni 2014

Workshop Völkerführung - 2. Tag

Am zweiten Tag hörten wir vor allem Theorie. In einem Vortrag von Dr. Werner Mühlen ging es um den Befall mit der Varroamilbe und deren Bekämpfung. Er ging auch auf das Thema Bienensterben ein und erklärte, warum die Zusammenhänge doch komplexer sind, als sie meist dargestellt werden.

In einem weiteren Vortrag ging Imkermeister Holger Kretzschmar auf die Spätsommerpflege und die Wintereinfütterung ein und gab dazu viele Tipps aus der Praxis.

Vom Abfüllen und der Vermarktung des Honigs handelte der Vortrag von Diplom-Oecotrophologin Marlene Backer-Struß. Wichtige Punkte dabei waren die Hygiene während des Abfüllens und das korrekte Wiegen mit einer geeichten Waage. Ein weiteres Thema war das Etikettieren der Gläser und die Verwendung einer korrekten und zulässigen Bezeichnung für unseren Honig.

Zum Schluss ging es dann doch noch nach draußen. Das Thema war Bienenweide und damit Trachtpflanzen. Wir haben uns dazu ein Versuchsfeld der Landwirtschaftskammer NRW angeschaut. Unterschiedliche Mischungen von Pflanzen, die als Bienenweide geeignet sind, wurden hier nebeneinander ausgesät und standen in voller Blüte.

Mittwoch, 2. Juli 2014

Erste Honigernte

Heute war es so weit. Ich habe den ersten Honig von meinen Völkern geerntet.

Aus den Honigräumen der drei Wirtschaftsvölker habe ich alle vollständig verdeckelten Honigwaben entnommen. An deren Stelle habe ich Rahmen mit Mittelwänden eingesetzt. Insgesamt habe ich 18 Honigwaben geerntet. Allein der komplette Honigraum von Volk 2 lieferte 11 vollständig verdeckelte Honigwaben.

Die Honigwaben habe ich in bienendichten Kisten direkt zum Schleudern gebracht. Die noch warmen Honigwaben habe ich entdeckelt und in die Schleuder gepackt. Der Honig floss aus der Schleuder erst durch ein Doppelsieb in einen Honigeimer. Anschließend wurde der Honig durch ein Seihtuch in Form eines Spitzsiebes von feinsten Partikeln gereinigt.

Freitag, 4. Juli 2014

Besuch der Bienensachverständigen - Futterkranzprobe

Ich habe die Bienensachverständige meines Imkervereins, um einen Besuch und die Entnahme einer Futterkranzprobe gebeten. Frau Dr. Christine Unsöld kam und brachte alle notwendigen Utensilien zur Entnahme der Futterkranzproben mit.

Gemeinsam sind wir alle vier Völker durchgegangen. Wir haben die Brutnester kontrolliert. Jeweils aus dem Futterkranz in unmittelbarer Nähe des Brutnestes hat Frau Unsöld eine Probe genommen.

Die vereinigten Proben wurden an das Labor in Mayen, Rheinland-Pfalz, eingesandt. Die Untersuchung auf Sporen der Amerikanischen Faulbrut ergab keinen Befall. Auf der Basis dieses Prüfberichtes erhielt ich vom Amtstierarzt die Bescheinigung nach 5 der Bienenseuchen-Verordnung.

Mittwoch, 23. Juli 2014

Komplette Durchsicht aller Völker

Ich hatte zwei Wochen Urlaub gemacht. Was haben meine Bienen in der Zeit gemacht? Es war Zeit für eine vollständige Durchsicht meiner Völker. Heute habe ich die Honigräume und jeweils beide Zargen der Bruträume durchgesehen.

Volk 1 hatte ein sehr schön entwickeltes, großes Brutnest. Das ist erstaunlich, da hier die junge, frisch begattete Königin sitzt. Im Honigraum und in der oberen Zarge des Brutraums war viel Honig teilweise auch bereits verdeckelt. Schwarmzellen waren bei diesem Volk nicht zu erwarten und auch nicht vorhanden.

Aus Volk 2 hatte ich vor drei Wochen 11 Honigwaben geerntet und dafür Mittelwände gegeben. Die Mittelwände waren ausgebaut und zum Teil mit Honig gefüllt. Ein gut entwickeltes Brutnest über zwei Zargen.

Bei Volk 3 waren nur ein Teil der nach der Ernte gegebenen Mittelwände ausgebaut worden. Im Honigraum war deutlich weniger Honig eingelagert als im Volk 2. Das Volk 3 hat ein gut entwickeltes Brutnest auf zwei Zargen. Im Bereich des Futterkranzes ist reichlich Honig eingelagert; ein großer Teil ist verdeckelt.

Das Volk 4, der eingefangene Schwarm, hat sich in den sieben Wochen gut entwickelt. Das Brutnest liegt jetzt in beiden Zargen. Die Arbeiterinnen haben viel Tracht eingetragen und Vorräte angelegt. Teilweise waren Honigzellen verdeckelt.

Freitag, 1. August 2014

Zweite Honigernte - Sommertracht

Bei der Kontrolle der Völker in der letzten Woche hatte ich mehrere verdeckelte Honigwaben vorgefunden. Heute habe ich diese Waben entnommen. Es ist die zweite Honigernte für dieses Jahr. Die Ernte des SommerTrachthonigs.

Aus Volk 1 konnte ich mehrere verdeckelte Honigwaben aus dem Honigraum und der oberen Brutzarge ernten. Ich habe darauf geachtet, dass die geernteten Waben aus dem Brutraum wirklich frei von Brut waren. Die aufsitzenden Bienen habe ich einen Eimer gefegt und erst nach der Ernte der Waben wieder zurückgeschüttet.

Volk 2 hatte im Honigraum keine vollständig verdeckelten Waben zu bieten. Aber in der oberen Brutzarge befanden sich 6 verdeckelte, brutfreie Honigwaben. Hier hatte ich eigentlich Waben mit Brut erwartet, aber so konnte ich doch Honig aus diesem Volk ernten.

Im Volk 3 zeigte sich ein ähnliches Bild. Keine erntereifen, verdeckelten Honigwaben im Honigraum, aber zwei verdeckelte Honigwaben in der oberen Brutzarge.

Nach dem Schleudern habe ich die honigfeuchten Leerwaben in die Völker zurückgehängt.

Wabenhygiene

Ich habe die Honigräume auf den Bruträumen belassen. Aber ich habe die Absperrgitter zwischen Brutraum und Honigraum entfernt. Ziel ist, dass die Völker in den nächsten Wochen ihre Bruträume nach oben in die jüngeren Brutwaben und Leerwaben verlagern. Dann habe ich die Möglichkeit, bei den Völkern die unteren Brutzargen zu entfernen. Damit könnte ich als Maßnahme zur Wabenhygiene in zwei Wochen alte, dunkle Brutwaben entfernen.

Samstag, 16. August 2014

Wabenhygiene und Ameisensäurebehandlung

Die Völker wachsen jetzt Mitte August nicht mehr. Die Völker bereiten sich auf den Winter vor. Jetzt ist Zeit die Wirtschaftsvölker auf zwei Zargen einzuengen. Ein Honigraum wird nicht mehr gebraucht.

Nach der letzten Honigernte für dieses Jahr ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Behandlung mit Ameisensäure. Die Varroamilben hatten mehrere Monate Zeit sich in den Brutwaben ungehindert zu vermehren.

Wabenhygiene - Rotation der Zargen

Alle drei Wirtschaftsvölker bestanden zurzeit aus drei Zargen. Es war Zeit jeweils eine Zarge zu entfernen. Dies war die Gelegenheit zu einer Maßnahme der Wabenhygiene: Alte, dunkle Brutwaben wurden entfernt. Ich hatte vor 14 Tagen die Absperrgitter zwischen Honigraum und Brutraum entfernt. Die Völker hatten ihre Brutnester nach oben verlagert. Aus dem Honigraum war, wie geplant, ein Teil des Brutraums geworden. Die untere Zarge mit den ältesten Waben war fast frei von Brut und konnte entfernt werden.

Ameisensäure gegen Varroamilbe

Jetzt nach der Honigernte durften die Völker mit Wirkstoffen behandelt werden. Auf die zweizargigen Völker habe ich je eine leere Zarge aufgesetzt, um Raum für den Nassenheider-Verdunster zu schaffen. Ich habe die Nassenheider-Verdunster mit 60%iger Ameisensäure gefüllt und oben auf Rahmen des Brutraums gesetzt. Ich habe heute alle vier Völker mit Ameisensäure gegen die Varroamilbe behandelt.

Die Völker besitzen bereits einen guten Vorrat an Honig für den Winter. Deshalb habe ich in diesem Jahr die Varroa-Behandlung vor der Wintereinfütterung gemacht. Die Behandlung war zeitlich überfällig.

Donnerstag, 28. August 2014

Kontrolle der Varroabehandlung und Wintereinfütterung

Vor zwei Wochen hatte ich in die Völker Nassenheider-Verdunster gestellt. Die verdunstende Ameisensäure sollte einen großen Teil der Varraomilben und ihrer Brut abgetötet haben. Vor ein paar Tagen hatte ich die Verdunster kontrolliert und 60%ige Ameisensäure nachgefüllt. Heute habe ich den Erfolg der Bekämpfung kontrolliert. Außerdem habe ich heute mit Zuckerlösung die Wintereinfütterung begonnen.

Kontrolle des Gemülls

Ich hatte während der Ameisensäure-Behandlung in den Boden der Beuten eine Einlage eingeschoben. Ich habe die Bodeneinlagen durchgeschaut und die Zahl der gefallenen Varroamilben abgeschätzt. Bei allen Völkern waren Varroamilben gefallen.

Wintereinfütterung

Ich hatte vier Eimer mit Futterlösung vorbereitet. Je Eimer sind 5 l einer Futterlösung bestehend aus 1 Teil Wasser auf 1 Teil Haushaltszucker. Die Lösung hatte ich am Tag vorher angesetzt. Das Lösen von so viel Zuckerlösung dauert eine Weile.

Auf jedes Volk habe ich eine leere Zarge gestellt. Jedes Volk hat einen Eimer bekommen. Ich habe sauberes Stroh als Kletterhilfe dazugegeben.

Donnerstag, 11. September 2014

Herbstdurchsicht

Heute war ein warmer Herbsttag. Ein guter Tag für eine gründliche Durchsicht der Völker. Wahrscheinlich war es auch die letzte Durchsicht für dieses Jahr, da in den kommenden Wochen die Temperaturen fallen werden. Die Völker bereiten sich jetzt für den Winter vor. Vor 2 Wochen habe ich die Völker gefüttert. Heute war ein wichtiger Aspekt der Durchsicht zu kontrollieren, ob alle Völker ausreichend Vorräte für den Winter eingelagert haben.

In Volk 1 habe ich ein gut ausgebildetes Brutnest mit offenen und verdeckelten Brutzellen gefunden. In der unteren Zarge haben ich frisch bestiftete Zellen gefunden. Das werden die Winterbienen des Volkes werden. Erstes und letztes Rähmchen der oberen Zarge waren nicht mehr ausgebaut worden. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass der Futtervorrat dieses Volkes ausreichend ist.

Volk 2 hatte ebenfalls ein intaktes Brutnest und ausreichend Vorräte eingelagert. Bemüht um eine gute Wabenhygiene, konnte ich in der unteren Zarge zwei alte, braune Waben entnehmen. Diese Waben waren jetzt frei von Brut und hatten nur wenige eingelagerte Vorräte. Ich habe an ihrer Stelle ausgebaute Leerwaben eingehängt.

Volk 3 und Volk 4 sehen ebenfalls gut aus - ausreichend Bienen und ausreichende Vorräte. Das Volk 4 hatte ich Anfang Juni als Schwarm gefangen und geht jetzt als Volk auf zwei Zargen in den Winter.

Die Völker sind groß genug, um sie sicher auf zwei Zargen über den Winter zu bringen. Insgesamt haben die Völker ausreichende Vorräte für den Winter. Zurzeit wird weitere Tracht eingetragen. Ich rechne damit, dass in den nächsten Wochen weitere Winterbienen schlüpfen werden. Bei der aktuellen Trachtlage wird anschließend an ihrer Stelle weiterer Honig in die leeren Zellen gefüllt werden.

Eine gute Jahresbilanz, wie ich finde: circa 50 kg Honig geerntet und kein Volk verloren, sondern eins mehr als zu Anfang des Jahres.