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Völkerkontrolle - Frühjahrsdurchsicht

Es wird wärmer. Das ist die Voraussetzung für eine umfassende Völkerkontrolle - die Frühjahrsdurchsicht. Die Temperatur sollte sich an diesem Tag der 20 °C - Marke nähern. Niedrigere Temperaturen können zur Unterkühlung der Brut führen, wenn wir Brutwaben aus dem Volk ziehen.

Gerade als Anfänger braucht man für das Durchsehen eines Volkes mehr Zeit. Ein erfahrener Imker hat einen geschulten Blick und erkennt schnell, welche Waben und welche Brutnester in Ordnung sind. Da besteht keine Gefahr, dass ein Volk bei geöffneter Beute auskühlt.

Okay, gehen wir davon aus, dass es ein sonniger Tag ist. Dann nehmen Sie sich jetzt Zeit Ihre Völker genau durchzusehen. Folgende Punkte gehören zur Routine jeder Kontrolle:

  1. Wie viel Brut ist vorhanden, frische und verdeckelte Brut?
  2. Wie groß ist das Volk? Wie viel Waben besetzen die Bienen?
  3. Ist der Honig- oder Futtervorrat ausreichend?
  4. Gibt es Verschmutzungen oder tote Tiere?

Notieren Sie Ihre Beobachtungen in der Stockkarte.

Es passiert immer wieder, dass ein Volk die Überwinterung oder die Auswinterung nicht überlebt. Diese Phase des Jahres ist kritisch für ein Bienenvolk. Die Brut beginnt und damit tritt ein Generationswechsel, da die Winterbienen von den Sommerbienen abgelöst werden. Die Winterbienen sind ausgepowert. Kommt hinzu, dass die Brut von der Varroamilbe geschwächt ist, so kann es zum Zusammenbruch des Volkes kommen. In diesem Fall ist eine Totenschau wichtig, um die Ursache zu erkunden und eine Wiederholung im nächsten Jahr zu vermeiden.

Frühjahrskontrolle mit Entnahme einer Futterkranzprobe

Eine ständige Bedrohung für unsere Völker ist die Amerikanische Faulbrut. Einmal im Jahr eine vorbeugende Kontrolle zu machen, ist eine gute Sache. Dazu wird eine Probe aus dem Futterkranz entnommen. Als Futterkranz werden die Honig- und Pollenzellen bezeichnet, die das Brutnest ringförmig umgeben. Dieses Probenmaterial, die Futterkranzprobe, wird an ein Labor zur mikrobiologischen Untersuchung geschickt.

Bei der Frühjahrsdurchsicht sollten Sie kontrollieren, ob noch Futter von der Wintereinfütterung im Volk vorhanden ist. Sehen Sie noch gefüllte Futterwaben? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um das Futter aus dem Volk zu nehmen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Futter durch Umtragen in den Honigraum gelangt.

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Begriffe aus dem Glossar

Brutnest

Das Brutnest ist der Kern eines Bienenvolkes. Hier befindet sich die Brut. Im Bereich des Brutnestes findet man meist die Köngin umgeben von jenen Bienen, die mit der Brutpflege beschäftigt sind. Die Größe des Brutnestes und damit auch der Umfang der Brut variiert je nach Größe des Volkes aber auch nach Jahreszeit und dem Umfang der Tracht.

Brutwabe

Wabe, in die die Königin Eier (Stifte) abgelegt hat. In der Wabe finden sich in der Regel alle Entwicklungsstadien der Bienenbrut: Eier, Maden und Puppen. Auf der Wabe können auch Honig und Pollen eingelagert sein. Diese Zellen sind meist ringförmig um die Brut angeordnet. In einem Volk gibt es immer mehrere Brutwaben, die direkt nebeneinander angeordnet sind. Gemeinsam bilden sie das Brutnest.

Futterwabe

Als Futterwaben werden Waben bezeichnet, in denen die Bienen Futter einlagern. Als Futter wird Zuckerwasser oder einen zuckerhaltigen Teig bezeichnet. Das Futter wird den Bienen vom Imker im August und September gegeben. Es dient dem Überleben des Volkes im Winter und ist der Ersatz für die entnommen Honigvorräte.

Futterwaben dürfen nicht geerntet und geschleudert werden.

Honigwabe

Eine Honigwabe enthält ausschließlich Honig. Die Wabe ist frei von Brut und eingelagertem Futter. Nur diese Waben eignen sich zum Schleudern und damit zur Ernte des Honigs.

Sommerbiene

Als Sommerbienen werden in der Imkerei, die Arbeiterinnen bezeichnet, die zwischen März und August erbrütet werden. Ihre Lebensdauer beträgt etwa 6 Wochen und ist damit im Vergleich mit den Winterbienen sehr kurz.

Stockkarte

Die Stockkarte ist so zu sagen die Buchführung in der Imkerei. Zu jedem Volk sollte es eine Stockkarte geben. In der Karte wird notiert, welche imkerlichen Arbeiten durchgeführt wurden und in welchem Zustand sich das Volk befindet. Es wird festgehalten, wieviele Brut- und Honigräume aufgesetzt sind. Eine Umweiselung wird notiert. Und es gibt Raum für besondere Vorkommnisse und Beobachtungen.

Winterbiene

Winterbienen sind die Arbeiterinnnen, die einen kompletten Winter überleben. Sie werden im August und September erbrütet und leben bis zum folgenden März oder April. Sie haben also eine deutlich längere Lebenserwartung als eine Sommerbiene. Sie pflegen die erste Brut des neuen Jahres.

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