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Füttern der Völker

Wintereinfütterung
Wintereinfütterung

Wir ernten die Vorräte der Honigbienen. Damit gehen wir auch eine Verantwortung ein: Wir lassen unsere Bienen nicht verhungern.

Bei der Honigernte entfernen wir selbstverständlich nicht alle Honigvorräte. Honig in der Umgebung des Brutnestes ist generell tabu. Aber in Abhängigkeit von der Größe des Volkes verbleibt mindestens so viel Honig, um eine mögliche Periode mit schlechtem Wetter oder eine Trachtlücke zu überbrücken.

Wintereinfütterung

Für das Überdauern des langen Winters reichen die Vorräte der Bienen nach einer Ernte nicht. Speziell nach einer zweiten Honigernte in einem Wirtschaftsvolk im Juli oder Anfang August reicht die Zeit nicht, um noch ausreichend natürliche Tracht einzulagern.

Zur Wintereinfütterung wird eine Zuckerlösung verwendet. Es gibt unterschiedliche Methoden, den Bienen die flüssigen Zucker darzubieten. Eins ist immer wichtig, es muss innerhalb der Beute passieren.

Am späten Nachmittag oder Abend ist ein guter Zeitpunkt für die Futtergabe. Die Bienen fliegen nicht mehr und die Gefahr, dass sich eine Räuberei unter den Völkern entwickelt, ist gering. Der Beute wird eine leere Zarge aufgesetzt. Das Futter wird in einem Eimer auf die oberen Rähmchen gestellt. Im Eimer sind 5 l einer Futterlösung von 2 Teilen Wasser auf 3 Teile handelsüblichen Zuckers. Die Lösung wird am Tag vorher angesetzt, da bei einer so konzentrierten Zuckerlösung der Prozess eine Weile dauert. Die Lösung sollte nicht erwärmt werden. Bei Temperaturen über 40 °C bildet sich Hydroxymethylfurfural (HMF), das für Bienen ungesund ist.

Zur Lösung wird Material, wie Korken oder Stroh, hinzugegeben, auf dem die Bienen krabbeln können. Ohne diese Krabbelhilfe würden die Bienen in der Zuckerlösung ertrinken.

Notfütterung mit Futterteig
Notfütterung mit Futterteig

Notfütterung

Vor allem in ländlichen Gebieten kommt es im Sommer immer wieder zu Trachtlücken. Das kann speziell für starke Völker ein Problem sein. Völker, die sich nach einer guten Aufbautracht gut entwickelt haben, verbrauchen relativ viel Tracht für die Aufrechterhaltung des Betriebs, also zu Ernährung der vielen Arbeiterinnen und zur Aufzucht der Brut.

Nach einer Massentracht wie Raps läuft das Volk hochtourig. Tritt jetzt eine Trachtlücke auf, so werden die Vorräte schnell verbraucht. Wurde der Rapshonig geerntet, so fehlen die Reserven. Auch ein großes Volk kann jetzt innerhalb von Tagen verhungern. Unsere Verantwortung ist es, auf die aktuelle Trachtlage zu achten und den Zustand unserer einzelnen Völker zu kennen. Besteht die Gefahr des Verhungerns, muss auch während der Trachtmonate gefüttert werden. Man spricht von Notfütterung. Dazu verwendet man meist Futterteig. Nach einer Notfütterung darf in dem Jahre kein Honig mehr vom betroffenen Volk geerntet werden.

Der Bedarf zu einer Notfütterung kann auch während des Frühjahrs auftreten. Haben Sie noch Honigwaben in der Reserve, so haben Sie jetzt Glück. Müssen Sie Futterwaben einsetzen oder Futterteig geben, so müssen Sie bei der Honigernte sicherstellen, dass Sie kein eingelagertes Futter ernten.

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Begriffe aus dem Glossar

Brutnest

Das Brutnest ist der Kern eines Bienenvolkes. Hier befindet sich die Brut. Im Bereich des Brutnestes findet man meist die Köngin umgeben von jenen Bienen, die mit der Brutpflege beschäftigt sind. Die Größe des Brutnestes und damit auch der Umfang der Brut variiert je nach Größe des Volkes aber auch nach Jahreszeit und dem Umfang der Tracht.

HMF-Gehalt
HMF Hydroxymethylfurfural

Hydroxymethylfurfural, kurz HMF, ist ein Abbauprodukt, das in Honig entstehen kann. Während der Lagerung entsteht aus Zucker HMF. Hoher Säuregehalt und hohe Temperaturen begünstigen die Entstehung. Ein niedriger Gehalt an HMF ist ein Qualitätskriterium für Honig. Hohe HMF-Gehalte weisen auf Lager- und Wärmeschäden hin.

Massentracht

Das Angebot an Tracht ist reichhaltig. Das Volk wächst und legt große Honigvorräte an. Der Imker kann Honig ernten. Typische Pflanzen, die meist eine Massentracht bieten, sind Klee oder Raps.

Trachtlücke

Mit Trachtlücke wird das Fehlen einer ausreichenden Tracht während der Vegetationsperiode bezeichnet. Natürlicherweise gibt es von März bis Oktober eine kontinuierliche Abfolge von Blühperioden der unterschiedlichen Pflanzenarten. Sie bilden das sogenannte Trachtfließband, das die Bienen versorgt.

Trachtlücken entstehen durch die Monotonie in der Landschaft. Große Flächen mit Mais oder Raps kurz vor seiner Ernte bringen keinen Nektar. Viele Feldraine und Waldränder mit einer großen Blütenvielfalt sind verschwunden.

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