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Die Honigernte - Entnahme der Honigwaben

Honigwabe - vollständig verdeckelt
Honigwabe - vollständig verdeckelt

Bei der Entnahme der Waben ist auf peinlichste Sauberkeit zu achten. Das betrifft Mensch, Geräte und Kleidung. Denken Sie immer daran, dass Sie ein naturbelassenes Lebensmittel produzieren.

Sie sollen unmittelbar nach der Entnahme der Waben schleudern. Das hat den Vorteil, dass die Waben noch temperiert sind. Wenn Sie die Waben entnehmen, sollten Raum und Geräte für das Schleudern bereits vorbereitet sein.

Zeitpunkt

In der Regel werden eine Woche nach einer größeren Tracht die Honigwaben geerntet. Es sollten nur Waben mit reifem Honig entnommen werden. Reifer Honig hat einen niedrigen Wassergehalt. Sie erkennen Waben mit reifem Honig daran, dass die Bienen die Honigzellen verdeckelt haben. Die Honigwaben sollten mindestens zu zwei Dritteln verdeckelt sein. Eine erste Einschätzung ermöglicht die Spritzprobe.

Wird aktuell Tracht eingetragen, so sollten die Honigwaben morgens aus den Völkern entnommen werden. Morgens wurde noch kein frischer Nektar eingetragen. Werden ausschließlich vollständig verdeckelten Honigwaben entnommen, so spielt die Tageszeit keine Rolle.

Honigwabe - unreifer und reifer Honig
Honigwabe - unreifer und reifer Honig

Kontrollpunkt

Die Entnahme der Waben ist ein wichtiger Kontrollpunkt. Achten Sie darauf, dass alle Honigwaben frei von Brut sind. Kontrollieren Sie die Waben auf Beschädigungen, Schädlinge und Schimmel.

Bisher hatten die Bienen die Verantwortung für den Honig. Und sie machen das sehr gut. Frischer Bienenhonig ist frei von Verunreinigungen. Es liegt jetzt in Ihrer Verantwortung, dass es auch so bleibt.

Transportkiste für Honigwaben
Transportkiste für Honigwaben

Wabenentnahme

Es sollte möglichst wenig oder gar kein Rauch eingesetzt werden. Der Rauch sollte vor dem Öffnen der Beute durchs Flugloch gegeben werden. So kommen die Honigwaben nur minimal in Kontakt mit dem Rauch. Honig der Rauch angenommen hat, schmeckt wie geräuchert und ist verdorben.

Sie nehmen die Waben nacheinander aus dem Honigraum. Die ansitzenden Bienen werden in eine große Wanne oder einen Eimer abgestoßen. Sind teilweise unverdeckelte Waben dabei, empfiehlt es sich die Bienen abzufegen. Stellen Sie die entnommenen Waben keinesfalls auf den Boden, sondern hängen Sie die einzelne Wabe direkt in den Transportbehälter.

Die Bienen werden bewusst nicht direkt in die Beute abgestoßen oder abgefegt. Am Ende der Wabenentnahme werden alle Bienen aus dem Eimer gemeinsam in die Beute zurückgeschüttet. Anderfalls bei mehrfachem Abfegen derselben Bienen würden sie zunehmend aggressiv.

Zwischenboden mit zwei Bienenfluchten
Zwischenboden mit zwei Bienenfluchten

Bienenflucht

Eine Möglichkeit, die Entnahme der Honigwaben zu vereinfachen, ist der Einsatz einer sogenannten Bienenflucht. Am Tag vor der Entnahme der Honigwaben wird das Absperrgitter durch einen Zwischenboden mit einer oder mehreren Bienenfluchten ausgetauscht.

Verzögert sich die Honigernte um ein paar Tage, so ist es wichtig, den Zwischenboden wieder gegen das Absperrgitter zu tauschen. Honig in Waben ohne Bienen kann in der Zwischenzeit wieder Wasser ziehen.

Transportbehälter

Alle Waben müssen frei von Bienen in Transportbehältern verstaut werden. Und damit das auch so bleibt, müssen die Behälter einen Deckel besitzen. Die Behälter müssen zwischen dem Einhängen der einzelnen Waben immer wieder verschlossen werden.

Selbstverständlich müssen die Transportbehälter sauber sein und aus einem lebensmittelechten Material.

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Begriffe aus dem Glossar

lebensmittelecht

Das Adjektiv lebensmittelecht wird für Materialien und Gegenstände, die bei normalen Gebrauch Kontakt zu Lebensmitteln haben, benutzt. Es bedeutet, dass das Material für den Menschen unschädlich ist. Es werden keine schädlichen, gesundheitsgefährenden Stoffe abgegeben. Bei Lagerung von Lebensmitteln treten keine geruchlichen oder geschmacklichen Beeinträchtigungen auf.

Der Begriff lebensmittelecht wird umgangssprachlich verwendet. Eine Definition durch Gesetz oder Verordnung gibt es nicht.

Spritzprobe
Ein anderer Name für die Spritzprobe ist Stoßprobe.

Die Spritzprobe ist ein Test, ob ein Honig reif ist und geschleudert werden darf. Dazu hält man eine Honigwabe mit nicht verdeckelten Honigzellen waagerecht. Die Wabe wird ruckartig nach unten gestoßen. Dabei darf kein Honig aus den Zellen spritzen. Andernfalls ist der Honig noch unreif und besitzt einen zuhohen Wassergehalt. Die Spritzprobe gibt einen guten Hinweis, aber eine garantierte Aussage lässt sich nur mit einem Refraktometer machen.

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