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Ausrüstung - Magazinimkerei

 
 

Magazinbeute

Magazin-Beuten
Magazin-Beuten

Magazinbeuten gibt es in großer Vielfalt. Grob unterteilen kann man sie nach dem Material: Holz oder Schaumstoff (Polystyrol). Ein weiteres Kriterium sind die unterschiedlichen Maße der Beuten. Die Beutenmaße ergeben sich indirekt aus den Maßen der verwendeten Rähmchen. Mitunter bauen die Bienenhalter ihre Beuten und Rähmchen auch selbst und übernehmen dabei nicht immer die üblichen Standardmaße. Eigene Maße zu verwenden, ist nicht empfehlenswert. Der Austausch sowie der Ankauf und Verkauf von Ablegern mit anderen Bienenhaltern und dem örtlichen Imkerverein wird durch abweichende Maße erschwert.

Material

Beim Material, Holz oder Polystyrol, scheiden sich die Geister. Die einen bevorzugen Holz, weil sie davon ausgehen, dass Holz der natürlichere Baustoff ist. Andere ziehen Schaumstoff vor, da er besser isoliert und leichte Beuten ermöglicht. Speziell den letzten Punkt sollten Menschen mit Rückproblemen in Betracht ziehen.

Was sagen die Bienen? Es gibt keine Untersuchungen, die diese Frage endgültig beantworten. Eins wurde klar, dass den Bienenvölkern die Größe der Beute und der Schutz durch die Beute vor Zugluft wichtiger ist als das Material.

Magazinbeute als Bausatz
Magazinbeute als Bausatz

Bauformen und Maße

Bei der Beute aus Schaumstoff (Segeberger Beute) herrscht das Deutsche Normalmaß für die Rähmchen vor. Höhe und Breite der einzelnen Zarge entsprechen dem Rähmchenmaß. Eine Segeberger Zarge hat Platz für 11 Rähmchen. Eine Sonderform ist die halbhohe Zarge für Rähmchen mit der halben Rahmenhöhe, wie sie mitunter für den Honigraum eingesetzt werden.

Bei Holzbeuten gibt es eine größere Vielfalt an Formaten. Die Abmessungen der Beutentypen ergeben sich aus den unterschiedlichen Rähmchenmaßen. In den Zargen haben zwischen 6 und 12 Rähmchen Platz.

Bodeneinlage einschieben.
Bodeneinlage einschieben.

Baukasten mit Spezialbauteilen

Eine Magazinbeute besteht in der Grundausführung aus einem Boden, einer oder mehreren Zargen und einem Deckel. Der Boden hat meist ein Gitter für eine gute Durchlüftung und darunter die Möglichkeit, eine Bodeneinlage einzuschieben.

Die Zargen gibt es in ganzer und halber Höhe. Eine sogenannte Halbzarge mit halbhohen Rähmchen kann man für den Honigraum verwenden. Der Vorteil ist, dass eine volle, aber nur halbhohe Honigzarge leichter zu heben ist.

Als Halbzarge gibt es auch Futterzargen, die einen speziellen Einsatz zur Aufnahme von flüssigem Futter besitzen. Sie können zur Wintereinfütterung verwendet werden.

Anstrich einer Segeberger Beute
Anstrich einer Segeberger Beute

Anstrich mit Farbe oder Lasur

Beuten aus Schaumstoff (Polystyrol) sollten Sie streichen und dabei eine Farbe, die kein UV-Licht durchlässt, verwenden. Üblicherweise ist es in einem Bienenstock im Wortsinne stockdunkel. Bei einer Beute aus Schaumstoff ist dies nicht unbedingt der Fall. Ohne Anstrich dringt ein Teil des Tageslichtes bis in den Innenraum. Ein dunkler Anstrich mag daher einer bienengerechten Unterbringung am nächsten kommen. Bedenken Sie dabei, dass Bienen UV-Licht wahrnehmen.

Holzbeuten müssen nicht unbedingt gestrichen werden. Sie sind lichtdicht und, wenn die Beuten von oben durch ein Blech vor eindringendem und stehendem Regenwasser geschützt sind, witterungsbeständig. Das Holz verwittert mit der Zeit, was kein Problem ist, solange die Beuten nicht durchnässen. Von innen überziehen die Bienen das Holz mit einer dünnen Schicht Propolis.

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Begriffe aus dem Glossar

Propolis
gr. pros für, vor ; gr. polis Stadt, Staat;

Propolis wird als das Kittharz der Bienen bezeichnet. Die Bienen sammeln Harz an den Knospenschuppen einiger Baumarten (insbes. Pappel, Erle, Birke und Kastanie). Diesem Rohstoff fügen sie Speichel und Wachs in unterschiedlichen Mengen zu, um ihn geschmeidig zu machen. Mit dem Kittharz wird der Bienenstock gegen Zugluft und Nässe abgedichtet. Propolis wird wegen seiner Inhaltsstoffe in der Naturmedizin verwendet.

Wintereinfütterung

Der Imker gibt den Bienenvölkern im Spätsommer Zuckerwasser oder einen zuckerhaltigen Teig. Dies ist ein Ersatz für den geernteten Honig. Die Bienen nehmen dieses Futter wie Nektar oder Honigtau auf und lagern es in ihren Waben ein. Diese Fütterung garantiert das Überleben des Volkes im Winter. Die Bienen zehren davon bis zum nächsten Frühjahr.

Die Waben mit eingelagertem Futter werden, um sie von den Honigwaben abzugrenzen, als Futterwaben bezeichnet.

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