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Nassanoffsche Drüse der Arbeiterin

Nassanoffsche Drüse der Arbeiterin
Nassanoffsche Drüse der Arbeiterin

Die Nassanoffsche Drüse wird hier bei der äußeren Anatomie nur deshalb aufgeführt, weil die Bienen uns die ausführenden Gänge beim Sterzeln zeigen.

Die Nassanoffdrüse liegt am Ende des Hinterleibs (Abdomen) einer Arbeiterin. Die Drüse produziert ein Pheromon, dessen Duft an Melisse erinnert. Das Pheromon lockt Bienen an, wirkt dabei aber nicht volksspezifisch. Speziell Spurbienen setzen es ein, um den Weg zu neuen Trachtquellen oder zu einer neuen Behausung zu weisen.

Nassanoffsche Drüse - Öffnung
Nassanoffsche Drüse - Öffnung

Sterzeln

Typisch ist das Sterzeln auf dem Flugbrett. Dies ist die Verhaltensweise, um das Pheromon der Nassanoffdrüse freizusetzen. Die Arbeiterinnen heben dazu den Hinterleib an, ziehen die letzten beiden Rückschuppen zurück und legen dabei die Ausführgänge der Drüse frei. Durch heftiges Flügelschlagen wird ein Luftstrom erzeugt, der den Duftstoff verteilt. Da sie dabei direkt vor dem Flugloch stehen, kommt der Luftstrom aus dem Volk. Der spezifische Geruch des Volkes mischt sich so mit dem unspezifischen Pheromon und ergibt eine volksspezifische Duftfahne.

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Begriffe aus dem Glossar

Pheromone
gr. pherein übermitteln, überbringen
gr. horme in Bewegung setzen, antreiben, Antrieb

Pheromone sind Duft- und Lockstoffe, die ein Lebewesen abgibt. Sie dienen der Kommunikation von Lebewesen innerhalb einer Art untereinander. Sie werden daher auch als "Sozialhormone" bezeichnet. Ähnlich wie Hormone sind Pheromone bereits in einer sehr geringen Konzentration wirksam.

Im Bienenvolk dienen Pheromone dem Abstimmen des Verhaltens. Für die Bienen sind die Pheromone eine Form der Kommunikation. Sie dienen unter anderem dem Zusammenhalt des Volks und der Koordination des Schwärmens.

Spurbiene

Spurbienen sind die Kundschafterinnen eines Bienenvolks. Sie fliegen aus, um neue Trachtquellen oder beim Schwärmen eine neue Behausung zu finden. Sie informieren die anderen Flugbienen über den Beginn der Nektarsekretion einer Trachtquelle. Beim Schwärmen weisen sie den Weg, indem sie immer wieder in der Schwarmwolke nach vorne fliegen und die Richtung angeben. In der Nähe der neuen Behausung fliegen sie voraus und sterzeln am Flugloch, um den anderen Bienen den Weg zu weisen.

Trachtquellen

Mit Trachtquellen werden alle zurzeit den Bienen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten Tracht zu sammeln bezeichnet. Dies können alle Blüten, die von den Bienen angeflogen werden und Nektar anbieten, sein. Dazu kommen alle Blüten die Pollen besitzen. Ebenfalls gehören dazu alle Quellen für Honigtau. Als Tracht wird bei Bedarf auch Wasser eingetragen. Zur Bereitung von Propolis brauchen die Bienen Baumharze. Im Falle von Räuberei kann auch das nächste Volk zur Trachtquelle werden.

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