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Imkern und Betriebsweisen

Die Menschen haben schon vor Tausenden von Jahren Honig geerntet. Im Mittelalter machte der Zeidler die Honigernte zum Handwerk. Was unterscheidet die Zeidlerei von der heutigen Imkerei?

Der Zeidler schnitt die Honigwaben aus den Bienenvölkern. Der Fortbestand des Volkes war zu jener Zeit zweitrangig. Meist handelte es sich um wilde Bienenvölker. Im Laufe der Zeit gingen die Zeidler dazu über, den Honigbienen Nisthöhlen in großen Bäumen anzubieten. Aus wilden Bienenvölkern wurden halbwilde Völker.

Klotzbeute
Klotzbeute

Im 18. und 19. Jahrhundert entstand die Imkerei. Mit der Erfindung der Holzrähmchen im Jahre 1853 begann die Imkerei im heutigen Sinne und damit änderte sich die Denkweise grundsätzlich. Die Völker und ihr Überleben stehen im Mittelpunkt.

Die Imker und Imkerinnen heutzutage haben den Wert der Völker erkannt. Jedes einzelne Volk stellt einen materiellen Wert dar. Heute ist es nicht nur Honig und Wachs, was zählt. Der materielle Wert der Bestäubungsleistung für die Landwirtschaft ist enorm. Und es geht auch um Emotionen; die meisten Hobbyimker haben eine persönliche Beziehung zu jedem ihrer Völker. Es wird eher auf eine Honigernte verzichtet, als das Überleben eines Volkes zu gefährden.

Im Laufe der Zeit haben sich unterschiedliche Betriebsweisen entwickelt. Alle mit dem Ziel den Bienenvölkern beste Bedingungen zur Entwicklung zu geben. Vereinfacht gesagt ist die Betriebsweise die Art, wie der Imker mit seinen Bienen umgeht. Es dreht sich um Fragen der Art, welcher Typ von Beute verwendet wird. Wann wird das Volk mit einer zweiten Brutraumzarge erweitert oder wann wird ein Honigraum aufgesetzt? Wann und wie wird die Varroamilbe richtig bekämpft? Mit Fragen und Aufgaben dieser Art werden wir uns in diesem Kapitel beschäftigen.

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Begriffe aus dem Glossar

Betriebsweise

Die Betriebsweise ist die Art der Handhabung der Bienenvölker. Die Betriebsweise ist die Zusammenfassung aller Tätigkeiten eines Imkers oder einer Imkerin an den Bienenvölkern über das Jahr. Es gibt unterschiedliche Betriebsweise, die sich regional unterscheiden. Die Tätigkeiten innerhalb der Bienenhaltung müssen an die klimatischen Bedingungen und an die regionale Tracht angepasst werden. Ebenso gibt es unterschiedliche Betriebsweise aufgrund der Zielsetzung der Imkerei: Standimkerei, Wanderimkerei oder Bestäubungsimkerei.

Beute

Als Beute bezeichnet der Imker, die bei der Imkerei verwendete künstliche Behausung der Bienen. Es gibt unterschieldliche Formen der Beute: Ursprüngliche Formen sind die Klotzbeute (ausgehöhlter Baumstamm) und die Strohbeute (der Bienenkorb). Heutzutage wird vor allem die Magazinbeute, die aus einer oder mehreren Zargen zusammen gesetzt wird, verwendet.

Rahmen

Der Rahmen, auch Rähmchen genannt, ist ein Holzrahmen und dient der Aufnahme von Waben. Rahmen werden im so genannten Mobilbau, einer Beute bei der der Imker die Waben einzeln herausnehmen kann, verwandt. Die Rahmen können als Leerrahmen oder Baurahmen in die Beute gehängt werden. Zur Erstellung neuer Waben werden sie meist mit einer Mittelwand versehen. Die Verwendung von Rahmen ist die Voraussetzung, dass der Honig durch Schleudern gerntet werden kann.

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