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Stachelapparat der Honigbiene

Stachel der Honigbiene
Stachel der Honigbiene

Die weiblichen Bienen besitzen am Ende des Hinterleibes, Abdomen, einen Stachelapparat. Er besteht aus einer Giftblase, Muskulatur, zwei Drüsen und einem Stachel. Der Stachel der Bienen besitzt Widerhaken, die in der Haut von Wirbeltieren stecken bleiben. Daher wird der gesamte Stachelapparat nach dem Stich eines Wirbeltiers herausgerissen. Die Giftblase hängt noch am Stachel und kann ihren kompletten Inhalt in den Angreifer pumpen.

Giftproduktion

Am 3. Tag nach dem Schlupf beginnt die Giftdrüse mit der Produktion des Giftes. Noch dient die Biene als eine Ammenbiene, aber das Gift wird auf Vorrat produziert und in der Giftblase gespeichert. Um den 15. Tag ist die Giftblase gefüllt und enthält etwa 0,1 mg Gift. Dies ist in etwa der Zeitpunkt, an dem eine Arbeitsbiene zur Wächterin wird. Bei Sommerbienen endet die Produktion des Giftes mit dem 20. Tag. Eine entleerte Giftblase wird danach nicht mehr aufgefüllt.

Es gibt eine weitere Drüse, die als alkalische Giftdrüse oder Dufoursche Drüse bezeichnet wird. In ihr wird kein Gift produziert, sondern eine alkalische Flüssigkeit. Sie dient als Gleitflüssigkeit.

Stachelapparat und Giftblase
Stachelapparat und Giftblase

Von einer Legeröhre zum Wehrstachel

Die Vorfahren der Bienen und aller Stechimmen besaßen noch keinen Stachel. Sie hatten eine anatomische Struktur zur Ablage der Eier, die Legeröhre. Heute haben dies noch die verwandten Legimmen. Im Laufe der Evolution hat sich aus der Legeröhre ein Stachel entwickelt und parallel dazu entstanden die beiden Giftdrüsen. Männchen können keinen Stachel besitzen, da ihnen entwicklungsbiologisch die Anlage zur Legeröhre fehlt.

Bei den jagenden Stechimmen dient der Stachel zur Injektion von Gift in ihre Beutetiere, meist andere Insekten oder Insektenlarven. Sie betäuben so die Beutetiere. Gelähmt können sie den eigenen Larven als Nahrung dienen.

Der Giftstachel der Honigbiene und der Bienen allgemein dient ausschließlich der Verteidigung; es ist ein Wehrstachel. Die Larven der Bienen leben überwiegend vegetarisch. Bienen gehen nicht auf die Jagd. Sie legen Vorräten aus Blütenpollen sowie aus Nektar und Honigtau für ihre Nachkommen an.

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Begriffe aus dem Glossar

Ammenbiene

Als Ammenbienen oder Pflegebienen werden Arbeiterinnen bezeichnet, die sich um die Brutpflege kümmern. In der Regel sind sie 4 bis 10 Tage alt (nach dem Schlüpfen). Ihre Kopfdrüse ist aktiv und bildet ein Sekret, den Futtersaft. Mit diesem Kopfdrüsensekret werden jüngste Maden gefüttert. An die Larven, die sich zu Arbeiterinnen entwickeln sollen, verfüttern sie außerdem Honig und Pollen. Zu den Aufgaben der Pflegebienen gehört auch die Temperaturregulation im Volk.

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