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Rüssel der Honigbiene

Rüssel - eingeklappt
Rüssel - eingeklappt

Der Rüssel dient der Aufnahme von Flüssigkeiten. Die Biene saugt oder leckt mit dem Rüssel Nektar aus einer Blüte. Mit der Rüsselspitze (Löffelchen) kann sie Honigtau von einem Blatt auftupft. Arbeiterinnen müssen auch Nektar, der tief am Grunde einer Blüte liegt, erreichen. Der Rüssel der Arbeiterinnen ist dazu geeignet, da er länger ist als der von Drohn und Königin. Auf dem Rüssel gibt es Sinneszellen, die auf unterschiedliche Stoffe reagieren. Es sind Sinneszellen des chemischen Sinnes, des Geschmacks.

Einige Hummelarten übertreffen unsere Honigbiene deutlich, was die Rüssellänge betrifft. Das ermöglicht diesen Hummeln in sehr tiefen Blütenkelchen den Nektar zu erreichen. Dies sind Pflanzen, deren Blüten von der Honigbiene nicht angeflogen werden. Es sind Hummel- oder Schmetterlingsblüten.

Rüssel der Arbeiterin
Rüssel der Arbeiterin

Trophallaxis

Drohn und Königin werden meist von den Arbeiterinnen mit Honig oder einem speziellen Futtersaft versorgt. Dies geschieht durch den sozialen Futteraustausch (Trophallaxis). Die gebende Arbeiterin präsentiert einen Futtertropfen zwischen ihren Mandibeln. Mit dem Rüssel wird der Futtertropfen in Empfang genommen.

Rüssel der Arbeiterin  - seitlich
Rüssel der Arbeiterin - seitlich

Umtragen des Honigs

Die Arbeiterinnen lagern den Honig in Wabenzellen ein. Bei Bedarf wird Honig entnommen und verzehrt. Honig wird auch umgelagert: Wird viel eingetragen, so wird Honig aus der Nähe des Brutnestes in weiter entfernt liegende, reine Honigwaben umgetragen. Dieser Honig dient der langfristigen Versorgung und wird verdeckelt gelagert. Beim Umtragen wird der Honig mit dem Rüssel aus der Honigzelle entnommen.

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Begriffe aus dem Glossar

Brutnest

Das Brutnest ist der Kern eines Bienenvolkes. Hier befindet sich die Brut. Im Bereich des Brutnestes findet man meist die Köngin umgeben von jenen Bienen, die mit der Brutpflege beschäftigt sind. Die Größe des Brutnestes und damit auch der Umfang der Brut variiert je nach Größe des Volkes aber auch nach Jahreszeit und dem Umfang der Tracht.

Honigblase

Die Arbeiterin (Sammelbiene) sammelt den Nektar bzw. Honigtau und speichert ihn auf dem Flug in den Stock in ihrer Honigblase. Bereits in der Honigblase beginnt die Honigreifung. Aus der Honigblase gibt die Sammelbiene den Nektar bzw. Honigtau an die Arbeiterinnen im Stock ab. Ein Teil gelangt je nach ihrem Bedarf auch in ihren eigenen Mitteldarm und dient der Ernährung mit Kohlenhydraten.

Auch die Stockbienen tauschen untereinander die Nahrung in ihrer Honigblase aus (Trophallaxis). Alle Bienen im Stock haben daher eine in etwa gleich gefüllte Honigblase.

Honigtau

Als Honigtau werden die Ausscheidungen bestimmter, pflanzensaugender Insekten (Blatt- und Rindenläuse, Zikaden) bezeichnet. Diese nehmen aus den Pflanzensäften einen Überschuss an Zuckern auf. Der Überschuss wird ausgeschieden und sammelt sich als winzige Tröpfchen, wie süßer Tau, auf den Nadeln oder Blättern der Bäume. Manche nennen den Überzug auch Blatthonig. Wenn Bienen diesen Honigtau aufsammeln, entsteht daraus der Waldhonig (Honigtauhonig).

Nektar

Die meisten Blüten sondern eine zuckerhaltige Flüssigkeit ab, den Nektar. Die Drüsen in den Blüten werden Nektarien genannt. Abhängig von der Pflanzenart, der Witterung und der Tageszeit schwankt die Menge des abgegebenen Nektars.

Aus dem Nektar erzeugen die Bienen den Blütenhonig.

Trophallaxis
gr. troph(o) Nahrung, Ernährung, Futter
gr. allaxis Austausch, Tausch

Unter Trophallaxis versteht man einen sozialen Austausch von Futter. Dies ist ein Verhalten, das von verschiedenen sozialen Insekten und Wirbeltieren bekannt ist. Die Tiere füttern sich gegenseitig. Es geht dabei nicht nur um den Austausch von Futter an sich. Trophallaxis ist eine Verhaltensweise, die auch eine Form der Kommunikation darstellt.

Im Bienenvolk werden so Informationen über die aktuell eingebrachte Tracht und den Versorgungsgrad im Volk ausgetauscht. Alle Bienen haben eine etwa gleich gefüllte Honigblase. Durch die Trophallaxis wird auch ein Pheromon, die Königinnensubstanz, ausgetauscht und gleichmäßig im Volk verteilt.

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