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Anatomie der Honigbiene

 

Beine der Honigbiene

Tarsus und Tibia des mittleren Beines der Arbeiterin
Tarsus und Tibia des mittleren Beines der Arbeiterin

Alle Insekten besitzen als ausgewachsene Tiere drei Beinpaare. Die Beinpaare haben außer der offensichtlichen Aufgabe der Bewegung weitere Aufgaben. Vorderes, mittleres und hinteres Beinpaar weisen deshalb meist besondere anatomische Anpassungen an ihre zusätzlichen Aufgaben auf. Speziell die Hinterbeine weisen Anpassungen auf. Die Unterschiede werden besonders deutlich, wenn man die Beine der drei Bienenwesen, Arbeiterin, Drohn und Königin, vergleicht.

Die klassische Funktion von Beinen ist natürlich, dass sie ein Tier tragen. Häufig können Tiere mit ihren Beinen auch klettern. Bei den Bienen kommt hinzu, dass sie an jedem Krallenglied (Prätarsus) kleine Haftlappen tragen. Damit können sie auch glatte Oberflächen erklimmen. Der Prätarsus ist der letzte Abschnitt des Tarsus (Fuß).

Mit ihren Beine können die Bienen auch greifen, ähnlich wie unsere Hände. Zum Beispiel kann man bei den Baubienen beobachten, wie sie mit ihren Beinen Wachsplättchen vom Abdomen zu den Mandibeln weiterreichen. Bienen putzen sich mit ihren Beinen. Sie halten ihren Pelz damit sauber oder entfernen Schmutz von ihren Facettenaugen.

Vorderbein der Arbeiterin
Vorderbein der Arbeiterin

Vorderbeine

Besonders oft putzt sich die Biene mit den Vorderbeinen. Dazu besitzt die Ferse des Fußes eine Putzscharte und die Schiene einen speziellen Dorn. Durch die entstehende Öffnung können die Antennen gezogen und von Fremdkörpern, wie Pollenkörnern, gereinigt werden.

Hinterbein der Honigbiene, Arbeiterin
Hinterbein der Honigbiene, Arbeiterin

Hinterbeine

An den Hinterbeinen kann man die drei Bienenwesen unterscheiden. Die Aufgaben von Arbeiterin und Drohn spiegeln sich in Besonderheiten der Anatomie der Hinterbeine wider.

Die Arbeiterinnen sammeln außer Nektar auch Pollen. Bei unseren Honigbienen wird der Pollen während des Fluges in zwei Paketen an den Hinterbeinen transportiert. Die Arbeiterinnen besitzen spezielle Strukturen, um diese Pakete zu packen und zu halten. Das Verhalten wird als Höseln bezeichnet.

Der Drohn muss die Königin während der Begattung im Flug mit den Hinterbeinen halten. Entsprechend findet man an seinen Hinterbeinen spezielle Haftpolster aus Borsten.

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Begriffe aus dem Glossar

Nektar

Die meisten Blüten sondern eine zuckerhaltige Flüssigkeit ab, den Nektar. Die Drüsen in den Blüten werden Nektarien genannt. Abhängig von der Pflanzenart, der Witterung und der Tageszeit schwankt die Menge des abgegebenen Nektars.

Aus dem Nektar erzeugen die Bienen den Blütenhonig.

Pollen
lat. pollen feiner Staub.

Der Pollen wird allgemein auch Blütenstaub genannt. Der Pollen wird von Samenpflanzen zur geschlechtlichen Fortpflanzung produziert. Pollen sind mehr oder weniger kugelig. Den Bienen dient der Pollen vor allem als Eiweißnahrung.

Der Pollen einer jeden Pflanzenart zeigt eine charakteristische Oberflächenstruktur. Die Analyse dieser Struktur ermöglicht eine Zuordnung zur Pflanzenfamilie, teilweise auch bis zur Gattung oder Art.

Die Lehre von der Analyse des Pollens im Honig wird Melissopalynologie genannt.

Tarsus
lat. tarsus Fuß (Plural: tarsi)

Als Tarsus oder Fuß wird der letzte Abschnitt des Beines der Honigbiene bezeichnet. Allgemein setzt sich das Bein der Gliederfüßer aus den Abschnitten Coxa, Trochanter, Femur, Tibia und Tarsus. Oder auf Deutsch: Hüfte, Schenkelring, Schenkel, Schiene und Fuß. Der Tarsus selbst besteht aus mehreren Gliedern. Sie dienen als Erkennungs- und Bestimmungsmerkmal. Das erste Glied des Tarsus heißt Fersenglied oder Metatarsus.

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