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Die Bienen

 

Ökonomie des Bienenvolkes

Sie haben richtig gelesen: Es geht um die Ökonomie des Bienenvolkes und nicht um die ökonomische Bedeutung der Bienen für uns Menschen.

Die Ökonomie oder Wirtschaft umfasst alle personellen und materiellen Aufwendungen und Erträge, die dazu dienen, den Unterhalt der Menschen zu sichern. Die gleiche Betrachtung können wir auch für ein Bienenvolk anstellen. Bei dieser Art der Betrachtung eines Bienenvolkes geht es uns darum zu schauen, welche personellen und materiellen Ressourcen stehen einem Bienenvolk zum jeweiligen Zeitpunkt für seine Entwicklung zur Verfügung. Oder anders gefragt, was kann sich das Volk wann leisten?

Welche materiellen Ressourcen stehen einem Bienenvolk zur Verfügung? Das ist die aktuelle Tracht und das sind die Vorräte in Form von Honig und eingelagertem Pollen.

Welchen personellen Ressourcen hat ein Bienenvolk? Es ist die Summe aller Arbeiterinnen mit ihren unterschiedlichen Aufgaben. Hinzu kommt eine Personalpolitik in Form und Umfang der sich entwickelnden Brut.

Also in diesem Unterkapitel des Lernprogrammes versuchen wir eine Analogie. Wir betrachten ein Bienenvolk, als wäre es ein Unternehmen. Wir nehmen diesen Blickwinkel ein, um Ihnen das Verständnis für die biologisch notwendigen Abläufe und Abhängigkeiten in einem Bienenvolk zu verdeutlichen. Falls Ihnen dieser Versuch, ein Bienenvolk einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten, nicht gefällt, dann können Sie dieses Unterkapitel auch überspringen.

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Begriffe aus dem Glossar

Bien

In der Imkerei spricht man beim Bienenvolk häufig auch von dem Bien. Der Bien ist die Gemeinschaft aller Bienen eines Volkes. Dazu gehören alle Arbeiterinnen und Drohnen, die Königin sowie die Brut. Zum Bien zählen auch alle Vorräte und der gesamte Wabenbau. Nur in dieser Gemeinschaft sind Honigbienen überlebensfähig und häufig erscheint es, dass das Volk auch wie eine Einheit, ein Organismus, reagiert.

Honig
althochdt.: honang der Goldfarbene

Honig ist ein von Honigbienen aus dem Nektar von Blüten oder den Sekreten von Pflanzenläusen (Honigtau) hergestelltes Nahrungsmittel. Bienen lagern den Honig zur Nahrungsvorsorge in Honigwaben im Bienenstock.

Pollen
lat. pollen feiner Staub.

Der Pollen wird allgemein auch Blütenstaub genannt. Der Pollen wird von Samenpflanzen zur geschlechtlichen Fortpflanzung produziert. Pollen sind mehr oder weniger kugelig. Den Bienen dient der Pollen vor allem als Eiweißnahrung.

Der Pollen einer jeden Pflanzenart zeigt eine charakteristische Oberflächenstruktur. Die Analyse dieser Struktur ermöglicht eine Zuordnung zur Pflanzenfamilie, teilweise auch bis zur Gattung oder Art.

Die Lehre von der Analyse des Pollens im Honig wird Melissopalynologie genannt.

Tracht
Tracht leiten sich von "tragen" ab. Den Nektar und Pollen eintragen. Tracht wird nur im Singular verwendet.

Als Tracht bezeichnet der Imker das gesamte Angebot an Pollen, Nektar und Honigtau. Das heißt, die Tracht ist die Ernährungsgrundlage, die für ein Bienenvolk aktuell zur Verfügung steht. Eine gute Tracht ist die Grundlage für eine reiche Honigernte.

Man unterscheidet nach Umfang der Tracht die Massentracht von der Läppertracht. Aus Sicht der Honigernte teilt man die Trachten je nach Jahrszeit in Frühtracht (erste Honigernte des Jahres), Sommertracht und Spättracht ein.

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