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Hinterleib (Abdomen) der Honigbiene

Hinterleib (Abdomen) der Arbeiterin
Hinterleib (Abdomen) der Arbeiterin

Der Hinterleib der Biene trägt keine Extremitäten und ist äußerlich unauffällig, wenn man von der gelb-braunen Bänderung absieht. Der Hinterleib enthält die meisten inneren Organe der Biene. Das Besondere steckt im Inneren. Äußerlich sichtbar sind nur kleine, kaum sichtbare Öffnungen. Dies sind die Öffnungen (Stigmata) der Tracheen sowie die Ausführgänge von Drüsen, die Öffnungen der Geschlechtsorgane und der After.

Elastizität und Beweglichkeit

Der Hinterleib ist in sich sehr beweglich und elastisch. Muskeln verbinden die segmentalen Chitinplatten untereinander und ermöglichen der Biene den Hinterleib in alle Richtungen zu krümmen. Jeder, der schon einmal gestochen wurde, weiß, wie schnell das geht.

Werden alle Muskeln gleichzeitig kontrahiert, führt dies zu Pump-Bewegungen. Kontraktion setzt aber auch Elastizität und wiederum ein Entspannen der Muskeln voraus. Diese sind notwendig für die Atmung oder das Entleeren und Füllen der Honigblase. Das passive Tracheensystem, Atmungssystem, braucht den Wechsel von Kontraktion und Entspannung des Hinterleibs zum Austausch der Luft in den Tracheen.

Der Hinterleib braucht die Elastizität, da sich das innere Volumen mitunter ändert. Der Hinterleib schwillt an oder schrumpft je nach Verfassung der Biene. Ist der Fettkörper gut gefüllt, ändert sich der Füllungsgrad der Honigblase oder wurden Drüsen aktiviert, so muss sich der Hinterleib anpassen.

Besonders stark ist die Veränderung, wenn die junge Königin in Eiablage geht. Das Volumen des Abdomens verdoppelt sich durch das Anschwellen der Eierstöcke.

Hinterleib (Abdomen) der Arbeiterin
Hinterleib (Abdomen) der Arbeiterin

Segmentaler Aufbau

Die Bienen stammen wie alle Insekten von Tieren, die aus einheitlichen Körperabschnitten, Segmenten, aufgebaut waren, ab. Manche sprechen auch von Leibesringen. Deutlich wird dies an der Larve der Bienen. Die Larven bestehen aus einem Kopf, drei Rumpf- und zehn Hinterleibssegmenten. Die Körperabschnitte sind kaum zu unterscheiden. Es sind nahezu gleiche Segmente.

Am Hinterleib der erwachsenen Biene ist der Aufbau aus Segmenten (Leibesringen) noch deutlich zu erkennen. Wobei hier im Laufe der Evolution ursprüngliche Segmente verschmolzen sind. Bei Königin und Arbeiterin sind am Abdomen sechs Segmente sichtbar; beim Drohnen sind es sieben.

Jedes Segment besteht aus einer Rückenplatte (Tergit) und einer Bauchplatte (Sternit) aus Chitin. Beide Platten sind elastisch durch Flankenhäute (Intersegmentalhaut) verbunden. Die Segmente untereinander sind durch elastische Intersegmentalmembranen verbunden. Die elastischen Häute und Membranen sind notwendig für die Beweglichkeit und Elastizität des Hinterleibs. Die Chitinplatten sind nicht dehnbar und haben keine Möglichkeit zu wachsen. Sie sind so, wie sie nach der Metamorphose ausgehärtet sind.

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Begriffe aus dem Glossar

Fettkörper

Der Fettkörper ist ein typisches Organ der Insekten. In ihm werden Stoffe wie Glykogen (Kohlenhydrat), Fette und Eiweiße gespeichert. Der Fettkörper kann auch Stoffe synthetisieren. Aus Kohlenhydraten (Zucker) können Fette aufgebaut werden. Auch die Bausteine für den Aufbau des Bienenwachses stammen aus dem Fettkörper. Der Fettkörper wird von der Haemolymphe umflossen, sodass ein reger Stoffaustausch möglich ist.

Der Fettkörper ist in seiner Funktion teilweise vergleichbar mit der Leber der Wirbeltiere.

Honigblase

Die Arbeiterin (Sammelbiene) sammelt den Nektar bzw. Honigtau und speichert ihn auf dem Flug in den Stock in ihrer Honigblase. Bereits in der Honigblase beginnt die Honigreifung. Aus der Honigblase gibt die Sammelbiene den Nektar bzw. Honigtau an die Arbeiterinnen im Stock ab. Ein Teil gelangt je nach ihrem Bedarf auch in ihren eigenen Mitteldarm und dient der Ernährung mit Kohlenhydraten.

Auch die Stockbienen tauschen untereinander die Nahrung in ihrer Honigblase aus (Trophallaxis). Alle Bienen im Stock haben daher eine in etwa gleich gefüllte Honigblase.

Metamorphose
gr. meta nach, nächst, um ;gr. morphos gestalten

Mit Metamorphose wird allgemein eine Umgestaltung, eine Verwandlung bezeichnet. In der Zoologie spricht man von Metamorphose, wenn in der Entwicklung eines Tieres vom Ei zum geschlechtsreifen Tier Zwischenstadien, Larven, auftreten.

Diese Larven können ein gänzlich anderes Aussehen besitzen als das erwachsene Tier. Die Larve vollzieht dann über das Zwischenstadium der Puppe einen vollständigen Formenwandel, die vollkommene Metamorphose (Holometabolie).

Auch ein schrittweiser Übergang, eine allmähliche Metamorphose (Hemimetabolie) ist möglich. Dabei nähern sich die Larven in ihren Stadien der Form der Imago an, ohne dass eine radikale Umwandlung in einem Puppenstadium notwendig wird.

Die Honigbienen (Apis) vollziehen einen vollständigen Formenwandel, die vollkommene Metamorphose.

Tracheen

Die Tracheen bilden ein System von sich verzweigenden Röhren im Körper der Biene und anderer Insekten. Sie dienen der Atmung. Atemöffnungen, so genannte Stigmen, dienen dem Austausch der Atemluft mit der Umgebung. Dort beginnen die Tracheen; sie laufen in das Körperinnere und verzweigen sich dabei in immer dünner werdende Äste.

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