Pfad:

Anfängerschulung

>

Imkern & Betriebsweisen

>

Arbeiten am Volk

>

Ableger & Umweiseln

 

Königin zusetzen.

Zusetzkäfig mit Königin
Zusetzkäfig mit Königin

Bei der Bildung von Ablegern als Kunstschwarm oder Flugling muss eine Königin zu gesetzt werden. Bei diesen Arten der Ablegerbildung können die Arbeiterinnen keine Königin nachschaffen.

Das Zusetzen von Königinnen in Fegling, Brutableger oder Wirtschaftsvölkern ist schwieriger. Nicht immer nehmen die Ableger und Völker eine fremde Königin an. Wichtig ist, dass Ableger oder Volk zum Zeitpunkt des Zusetzens bereits einige Zeit weisellos sind und keine offene Brut vorhanden ist.

Begattete Königinnen werden besser angenommen als unbegattete. Aber woher kommt die Königin überhaupt? Eine Königin können Sie theoretisch aus einem Ihrer Völker, das offene Brut besitzt, herausnehmen. Das Volk würde dann Nachschaffungszellen anlegen und sich eine Königin nachschaffen. Empfehlenswert ist das nur im Notfall. Besser ist es eine junge, begattete Königin zu beschaffen.

Königinnenzucht

Zusätzliche Königinnen kann man gezielt heranziehen. Aber die Königinnenzucht ist etwas für Fortgeschrittene. Als Anfänger und Anfängerin raten wir Ihnen davon ab, dies in der ersten Jahren anzugehen. Deshalb geben wir in diesem Anfängerkurs auch keine Anleitung dazu.

Königin kaufen

Königinnen kann man kaufen. Die erste Adresse dazu ist wieder Ihr regionaler Imkerverein oder gewerblicher Imker aus der Region. Die Königinnen haben eine Art Stammbaum. Die Eltern (Königin und Drohnen) wurden gezielt zur Zucht ausgewählt. Man spricht von Körung.

Versandbox aus Kunststoff
Versandbox aus Kunststoff

Junge Weiseln der gekörten Königin werden gezielt herangezogen und nach dem Schlüpfen in kleine Ablegervölker gesetzt. Diese Begattungsableger werden zu einer Belegstelle gebracht. Belegstelle sind geografisch isolierte Gebiete. Es sind Schutzzonen, in denen eine normale Bienenhaltung untersagt ist. An den Belegstellen stehen nur gekörte Drohnenvölker. Die Königinnen werden so unter kontrollierten Bedingungen begattet.

Beim Erwerb einer Königin wird entsprechend der Belegstelle nach regionaler Begattung und Insel-Begattung unterschieden. Nach einer Insel-Begattung gibt es eine höhere Garantie der Reinrassigkeit. Insel-Königinnen werden bevorzugt für die weitere Königinnenzucht verwendet.

Zeichnen einer Königin
Zeichnen einer Königin

Königin zusetzen

Königin und ihr zukünftiges Volk sollten sich erst aneinander gewöhnen. Eine neue Königin setzt man nie direkt einem Volk zu. Man verwendet einen Zusetzkäfig, der in das Volk gehängt wird. Zusetzkäfige gibt es aus Holz oder Kunststoff. Manche verwenden auch einen der altmodischen Lockenwickler. Die Königinnen werden auch in einem komibinierten Transport- und Zusetzkäfig geliefert.

Wenn der Käfig in das Volk gehängt wird, so wir die Öffnung mit einem Pfropfen aus Futterteig verschlossen. Die Bienen können sich an die neue Königin und ihren Duft gewöhnen. Der Futterteig wird in zwei bis drei Tagen von den Bienen gefressen. Dadurch öffnet sich der Käfig und die Königin gelangt in ihr neues Volk.

Achten Sie darauf, dass die neue Königin gezeichnet ist. Das erleichtert Ihnen das Finden der Königin und Sie wissen auf einen Blick, wie alt die Königin ist.

Beobachten

In den folgenden Tagen sollten Sie die Beute nicht öffnen. Geben Sie der neuen Königin etwas Zeit. Aber beobachten Sie Ihre Bienen! Ist das Volk ruhig? Nach etwa 14 Tagen sollten Sie kontrollieren, ob das Volk frische Brut hat.

Blättern

Begriffe aus dem Glossar

Ableger

Der Ableger ist ein junges Volk, das durch den Eingriff des Imkers gebildet wird. Dazu werden mehrere Brutwaben aus einem Volk entnommen, Leerwaben und Rahmen mit Mittelwänden hinzugefügt und in eine leere Beute gehängt. Anhängende Arbeitsbienen und Drohnen werden mit übernommen.

Belegstelle

Eine Belegstelle ist ein geografisches Gebiet, in dem die Begattung einer Königin kontrolliert mit ausgesuchten Drohnen erfolgt. Das Gebiet muss geografisch isoliert sein, wie eine Insel oder das Hochgebirge. Im Gebiet stehen so genannte Vatervölker, deren genetische Herkunft bekannt ist. Die unbegatteten Königinnen werden zur Begattung in das Gebiet gebracht und nach erfolgreicher Begattung wieder in ihre ursprünglichen Völker zurückgebracht bzw. in einen Ableger eingeweiselt.

Drohn

Der Drohn ist die männliche Biene. Er entwickelt sich aus einem unbefruchteten Ei. In der Zeit von Mai bis Juli befinden sich einige Hundert Drohnen in einem Bienenvolk. Die einzige Aufgabe der Drohnen ist, bei der Paarung ihren Samenvorrat an eine junge Königin zu übertragen.

Der Drohn besitzt keinen Stachel. Auch seine Mundwerkzeuge sind reduziert. Der Drohn kann nur solange überleben, wie die Arbeiterinnen ihn füttern oder er sich von den Vorräten des Volks ernähren kann.

Königin
auch "Weisel" genannt; mittelhochdeutsch wisel Anführer, Oberhaupt, Bienenkönigin

Die Königin ist im Bienenvolk das einzige geschlechtsreife Weibchen. Nur sie wurde von mehreren Drohnen begattet. Die Bienenkönigin legt als einziges Weibchen im Stock besamte Eier, aus denen sich Arbeiterinnen und eine neue Königin entwickeln können.

Die Königin gibt ein Pheromon, die Königinnensubstanz, ab. Diese verhindert, dass sich die Eierstöcke der Arbeiterinnen entwickeln. Das Pheromon ist entscheidend für den Zusammenhalt des Volkes.

Nachschaffungszelle

Verliert ein Bienenvolk seine Königin, ohne dass Weiselzellen vorhanden sind, so können die Arbeiterinnen Weiselzellen nachschaffen. Brutzellen für die Aufzucht von Arbeiterinnen können, wenn sie frisch bestiftet sind, in Weiselzellen umgewandelt werden. Dies gelingt nur, wenn die Larve nicht älter als 3 Tage sind. Nachschaffungszellen befinden sich im Gegensatz zu Schwarmzellen häufig mitten auf der Wabenfläche.

Wirtschaftsvolk

Als Wirtschaftsvolk wird in der Imkerei ein Bienenvolk bezeichnet, das mindestens ein Jahr alt ist. Das Volk hat erfolgreich überwintert. Es ist in der Entwicklung so stark, dass es ausreichend Tracht eintragen kann, um Honigreserven anzulegen.

Ein Wirtschaftsvolk wird auch als Altvolk bezeichnet. Das Gegenstück zum Wirtschaftsvolk ist das Jungvolk.

Zeichnen

Eine Bienenkönigin wird markiert, damit man sie bei der Durchsicht des Volkes schnell finden kann. In der Imkerei spricht man davon, dass die Königin gezeichnet wird.

Der Königin wird dazu entwedert ein kleines, farbiges Plättchen auf die Oberseite der Brust (Thorax) geklebt oder ein Farbtupfer aufgetragen. Die Farben sind sogenannte Jahresfarben. Sie codieren das Geburtsjahr der Köngin.

Cookies

Bitte aktivieren Sie Cookies. Geben Sie in Ihrem Browser die Möglichkeit frei, ein Cookie für die Domian die-honigmacher.de zu speichern. Nur dann können Sie die zusätzlichen Lernerdienste nutzen.

Einloggen


Lesezeichen

aktuelle Lesezeichen:

Sie haben keine Lesezeichen gesetzt.
Lernstand
 
Empfehlungen
Zurzeit liegen keine Empfehlungen vor.
Anfänger
Zurück zur Startseite des Portals die Honigmacher Zum Redaktionssystem