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Arbeiten am Volk

 
 

Krankheiten vorbeugen.

Tote Bienen, Kot und Schimmel
Tote Bienen, Kot und Schimmel

Krankheiten vorbeugen besteht aus drei Aufgabenbereichen:

  1. Starke Völker führen.
  2. Optimale Standbedingungen erhalten.
  3. Regelmäßige Kontrollen durchführen.

Starke Völker

Völker, die sich nicht gut entwickeln, sollten auf die Ursache hin untersucht werden. Ursachen können bisher übersehene Krankheiten, Befall durch Parasiten oder eine überalterte Königin. Schwache Völker brauchen unsere Aufmerksamkeit und Maßnahmen. Krankheiten und Parasiten müssen erkannt und bekämpft werden oder die Völker müssen aufgegeben werden. Ist die Königin die Ursache, so kann sie durch Umweiseln ausgetauscht werden.

Gestörtes Brutnest
Gestörtes Brutnest

Hygiene am Bienenstand

Krankheiten und Parasiten werden übertragen. Wir leben in einer Welt voller Keime. Das können wir nicht ändern, aber wir können die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung reduzieren.

  • Gehen Sie nur mit sauberem Imkeranzug und sauberen Gerätschaften zu den Völkern.
  • Nehmen Sie immer einen Eimer mit frischem Wasser mit und reinigen Sie damit Ihre Hände und alles, auf das Honig oder Schmutz gelangt ist.
  • Stellen Sie keine Waben oder Zargen direkt auf den Boden.
  • Zargen, Waben und Rähmchen, die Sie zu den Völkern hinzufügen, müssen sauber und garantiert frei von Parasiten und deren Eiern sein.
  • Halten Sie sich an die Regeln der Wabenhygiene. Arbeiten Sie nicht mit alten, braunen Waben.
Tote Brut
Tote Brut

Betriebsweise

Die Ausbreitung von Krankheiten und Parasiten können wir über die Art der Betriebsweise einschränken.

  • Soweit es nicht unbedingt notwendig ist, tauschen Sie keine Waben zwischen den Völkern aus.
  • Vereinigen Sie keine Völker. Das schwächere Volk kann infiziert oder parasitiert sein, ohne dass Sie es erkennen.
  • Kaufen und übernehmen Sie keine Völker, deren Gesundheit nicht 100% geklärt ist. Stellen Sie diese Völker für einige Zeit an einen separaten Platz in Quarantäne.
  • Halten Sie nicht zu viele Völker an einem Standplatz. Ein zu dichtes Aufstellen von Völkern erleichtert die Ausbreitung von Krankheiten und führt schneller zu hungernden Völkern bei geringem Trachtangebot.
  • Sehen Sie Ihre Völker regelmäßig durch. Achten Sie auf Verunreinigungen und den Aufbau des Brutnestes.

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Begriffe aus dem Glossar

Betriebsweise

Die Betriebsweise ist die Art der Handhabung der Bienenvölker. Die Betriebsweise ist die Zusammenfassung aller Tätigkeiten eines Imkers oder einer Imkerin an den Bienenvölkern über das Jahr. Es gibt unterschiedliche Betriebsweise, die sich regional unterscheiden. Die Tätigkeiten innerhalb der Bienenhaltung müssen an die klimatischen Bedingungen und an die regionale Tracht angepasst werden. Ebenso gibt es unterschiedliche Betriebsweise aufgrund der Zielsetzung der Imkerei: Standimkerei, Wanderimkerei oder Bestäubungsimkerei.

Brutnest

Das Brutnest ist der Kern eines Bienenvolkes. Hier befindet sich die Brut. Im Bereich des Brutnestes findet man meist die Köngin umgeben von jenen Bienen, die mit der Brutpflege beschäftigt sind. Die Größe des Brutnestes und damit auch der Umfang der Brut variiert je nach Größe des Volkes aber auch nach Jahreszeit und dem Umfang der Tracht.

Hygiene
Hygiene gr. hygieiné téchne gesunde Kunst
Hygiéia griechische Göttin der Gesundheit

Die Hygiene ist die Lehre von der Verhütung der Krankheiten und der Erhaltung, Förderung und Festigung der Gesundheit (Definition der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie).

Die Hygiene umfasst alle Maßnahmen zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten. Dazu gehören die allgemeine und persönliche Sauberkeit sowie die Reinigung, Desinfektion und Sterilisation von Geräten und Räumen. Auch die Verhängung einer Quarantäne ist eine Maßnahme der Hygiene.

Königin
auch "Weisel" genannt; mittelhochdeutsch wisel Anführer, Oberhaupt, Bienenkönigin

Die Königin ist im Bienenvolk das einzige geschlechtsreife Weibchen. Nur sie wurde von mehreren Drohnen begattet. Die Bienenkönigin legt als einziges Weibchen im Stock besamte Eier, aus denen sich Arbeiterinnen und eine neue Königin entwickeln können.

Die Königin gibt ein Pheromon, die Königinnensubstanz, ab. Diese verhindert, dass sich die Eierstöcke der Arbeiterinnen entwickeln. Das Pheromon ist entscheidend für den Zusammenhalt des Volkes.

Parasitismus
griech. para neben, sitein mästen, sich ernähren

Ein Organismus (Parasit) ernährt sich von einem Organismus (Wirt) einer anderen Art. Meist ernährt sich der Parasit von der Körperflüssigkeit des Wirtes. Da der Wirt meist deutlich größer ist als der Parasit, überlebt der Wirt meist.

Parasitismus gibt es sowohl zwischen Tieren als auch zwischen Pflanzen. Typisch am Parasitismus ist ein enge Verbindung zwischen Parasit und Wirtsorganismus. Diese Bindung drückt sich durch Anpassungen in Körperbau, Physiologie und Verhalten aus. Diese Anpassungen entwickeln sich über viele Jahrtausende als so genannte Koevolution.

Rahmen

Der Rahmen, auch Rähmchen genannt, ist ein Holzrahmen und dient der Aufnahme von Waben. Rahmen werden im so genannten Mobilbau, einer Beute bei der der Imker die Waben einzeln herausnehmen kann, verwandt. Die Rahmen können als Leerrahmen oder Baurahmen in die Beute gehängt werden. Zur Erstellung neuer Waben werden sie meist mit einer Mittelwand versehen. Die Verwendung von Rahmen ist die Voraussetzung, dass der Honig durch Schleudern gerntet werden kann.

Umweiseln

Austausch der Königin in einem Volk. Dies kann durch den Imker erfolgen (Kunstschwarm oder Ableger), aber auch durch das Volk selbst. Letzteres nennt der Imker stille Umweiselung.

Wabe

Ein Bienennest besteht aus mehreren Waben. Die Bienen bauen die Waben aus dem von ihnen produzierten Bienenwachs. Die Waben bestehen aus einer Vielzahl regelmäßig angeordneter, sechseckiger Zellen. Die Zellen dienen der Brutpflege und der Vorratshaltung. Waben, die ausschließlich der Vorratshaltung dienen, werden Honigwaben genannt. Diese werden zur Honigernte aus dem Volk entnommen.

Magazinbeute - Zarge

Magazinbeute (kurz Magazin) ist die heute in Deutschland am meisten verbreitete Form der Beute. Sie kann nach Bedarf zusammengestellt werden und besteht aus einem Boden, einer oder mehreren Zargen und einem Deckel. Sie ist eine so genannte Oberbehandlungsbeute, d. h. man kann von oben jede einzelne Wabe herausnehmen. Die Magazinbeute kann frei aufgestellt werden. Ein Bienenhaus ist nicht notwendig.

Eine oder zwei Zargen könnnen durch ein Absperrgitter vom Brutraum abgetrennt und als Honigraum genutzt werden.

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