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Arbeitsteilung im Volk

 

Honigmacherinnen

Honigmacherinnen bei der Arbeit
Honigmacherinnen bei der Arbeit

Etwa ab dem 11. oder 12. Tag nach dem Schlüpfen entfernen die Arbeiterinnen sich immer häufiger vom Brutnest. Sie sind jetzt im ganzen Stock zu finden. Bleiben die Wachsdrüsen inaktiv, so werden die Arbeiterinnen zu Honigmacherinnen. Sie bereiten den Honig zur Einlagerung vor und verwalten die Honig- und Pollenvorräte.

Die Sammelbienen haben Tracht gefunden und eingetragen. Im Stock geben sie den Inhalt ihrer Honigblase an die Honigmacherinnen weiter. Dies wird als soziales Füttern (Trophallaxis) bezeichnet. Die Sammelbienen haben den Prozess der Honigbereitung bereits durch die Zugabe der Enzyme aus der Futtersaftdrüse begonnen. Die Honigmacherinnen verteilen die Honigvorräte im Stock und tragen sie um. Wird viel Tracht eingetragen, so lagern sie Honig aus dem Bereich des Brutnestes, Futterkranz, um in einen Bereich der langfristigen Honiglagerung, in die Honigwabe.

Die Honigmacherinnen nehmen den Sammelbienen jede Art von Tracht ab. Das kann auch Baumharz zur Produktion von Propolis sein. Pollen entnehmen die Honigmacherinnen aus den Körbchen der Sammelbienen. Ein Teil wird von den Ammenbienen gefressen oder als Brei vermengt mit Honig an die Larven verfüttert. Pollen, der nicht sofort verbraucht wird, wird von den Honigmacherinnen in Zellen des Futterkranzes als Bienenbrot (Pollenbrot) eingelagert.

Umtragen von Honig - Rüssel der Honigbiene im Honig
Umtragen von Honig - Rüssel der Honigbiene im Honig

Die Arbeitsplatzbeschreibung der Bienen ab dem 12. Tag ist nicht so präzise. Sie arbeiten als Honigmacherinnen, aber sie erledigen auch viele andere Arbeiten im Stock. Häufig sieht man Arbeiterinnen auf den Waben herumlaufen, ohne dass man ihnen aktuell eine Funktion, eine Tätigkeit, zu ordnen kann. Bildlich gesprochen sind sie auf Arbeitssuche.

Häufig reinigen sie die Beute. Sie tragen Gemüll vom Beutenboden durch das Flugloch vor die Beute.

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Begriffe aus dem Glossar

Pollen
lat. pollen feiner Staub.

Der Pollen wird allgemein auch Blütenstaub genannt. Der Pollen wird von Samenpflanzen zur geschlechtlichen Fortpflanzung produziert. Pollen sind mehr oder weniger kugelig. Den Bienen dient der Pollen vor allem als Eiweißnahrung.

Der Pollen einer jeden Pflanzenart zeigt eine charakteristische Oberflächenstruktur. Die Analyse dieser Struktur ermöglicht eine Zuordnung zur Pflanzenfamilie, teilweise auch bis zur Gattung oder Art.

Die Lehre von der Analyse des Pollens im Honig wird Melissopalynologie genannt.

Bienenbrot - Pollenbrot

Die Honigbienen sammeln Pollen und tragen ihn in den Bienenstock ein. Ein Teil wird in Zellen am Rande des Brutnestes eingelagert. Der Pollen wird dabei mit Sekreten und unreifem Honig vermischt. Dieser Pollenvorrat kann geerntet und verzehrt werden. Pollen in dieser Form wird als Bienenbrot bezeichnet.

Bei den Nestern der Wildbienen wird die Bezeichnung Pollenbrot für den eingelagerten Pollenvorrat verwendet.

Propolis
gr. pros für, vor ; gr. polis Stadt, Staat;

Propolis wird als das Kittharz der Bienen bezeichnet. Die Bienen sammeln Harz an den Knospenschuppen einiger Baumarten (insbes. Pappel, Erle, Birke und Kastanie). Diesem Rohstoff fügen sie Speichel und Wachs in unterschiedlichen Mengen zu, um ihn geschmeidig zu machen. Mit dem Kittharz wird der Bienenstock gegen Zugluft und Nässe abgedichtet. Propolis wird wegen seiner Inhaltsstoffe in der Naturmedizin verwendet.

Tracht
Tracht leiten sich von "tragen" ab. Den Nektar und Pollen eintragen. Tracht wird nur im Singular verwendet.

Als Tracht bezeichnet der Imker das gesamte Angebot an Pollen, Nektar und Honigtau. Das heißt, die Tracht ist die Ernährungsgrundlage, die für ein Bienenvolk aktuell zur Verfügung steht. Eine gute Tracht ist die Grundlage für eine reiche Honigernte.

Man unterscheidet nach Umfang der Tracht die Massentracht von der Läppertracht. Aus Sicht der Honigernte teilt man die Trachten je nach Jahrszeit in Frühtracht (erste Honigernte des Jahres), Sommertracht und Spättracht ein.

Trophallaxis
gr. troph(o) Nahrung, Ernährung, Futter
gr. allaxis Austausch, Tausch

Unter Trophallaxis versteht man einen sozialen Austausch von Futter. Dies ist ein Verhalten, das von verschiedenen sozialen Insekten und Wirbeltieren bekannt ist. Die Tiere füttern sich gegenseitig. Es geht dabei nicht nur um den Austausch von Futter an sich. Trophallaxis ist eine Verhaltensweise, die auch eine Form der Kommunikation darstellt.

Im Bienenvolk werden so Informationen über die aktuell eingebrachte Tracht und den Versorgungsgrad im Volk ausgetauscht. Alle Bienen haben eine etwa gleich gefüllte Honigblase. Durch die Trophallaxis wird auch ein Pheromon, die Königinnensubstanz, ausgetauscht und gleichmäßig im Volk verteilt.

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