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Was brauchen meine Bienen? - Die Tracht

Bei Tracht denken die meisten an Nektar. Nektar brauchen die Bienen, weil sie daraus für uns den Honig machen. Aber als Imker und Imkerin müssen Sie sich das etwas genauer anschauen.

Die aktuelle Tracht eines Volks kann aus Nektar, Pollen, Honigtau, Baumharz oder Wasser bestehen. Je nach Jahreszeit, Angebot und Bedarf des Volkes tragen die Bienen von ihren Sammelflügen eine unterschiedliche Tracht ein.

Zu Beginn des Frühjahrs brauchen die Bienen vor allem Pollen als Eiweißquelle für die Brut. Energie in Form von Zuckern ist meist in Form von Honig oder Futter auf den Waben noch vorhanden. Aber um diese Vorräte in großem Umfang zu mobilisieren, brauchen die Bienen Wasser. Honig ist ein Konzentrat, das wieder verdünnt werden muss.

Je nach Landschaft und aktueller Witterung unterscheiden sich der Beginn und die Zusammensetzung von Frühtracht, Frühsommertracht, Sommertracht und Spättracht. Gehen Sie durch ihre Landschaft und beobachten Sie, was wann blüht. Wo können Ihre Bienen aktuell ihre Tracht finden?

Gerade die aktuellen Veränderungen in unserer Kulturlandschaft haben direkte Auswirkungen auf die Tracht der Bienen. Monokulturen in der Landwirtschaft führen immer wieder zu Trachtlücken. Stadtbienen haben es heutzutage bei uns besser, da es in der Stadt eine hohe Diversität an blühenden Pflanzen gibt. Etwas blüht immer, sei es im Kleingarten oder auf dem Friedhof.

Beobachten Sie Ihre Bienen auf dem Flugbrett. Ist die Flugaktivität hoch? Was bringen Sie ein: Sehen Sie Pollen oder Baumharz am Hinterbein? Oder sind sie nur schwerfällige Flieger, da sie viel Nektar in der Honigblase geladen haben?

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Begriffe aus dem Glossar

Eiweiß
wissenschaftlich Protein

Eiweiße sind ein wesentlicher Teil unserer Körpersubstanz. Die Eiweiße sind lange, fädige Moleküle, so genannte Makromoleküle. Sie setzen sich aus Aminosäuren zusammen. Die Aufgaben der Eiweiße sind vielfältig. Sie dienen als Strukturbestandteile wie die Kollagene oder als biologische Katalaysatoren, wie die Enzyme.

Die Bausteine der Eiweiße, Aminosäuren, kann der Organismus zum Teil selbst herstellen. Andere Aminosäuren, essentielle, müssen mit der Nahrung in Form von Eiweißen aufgenommen werden.

Honigblase

Die Arbeiterin (Sammelbiene) sammelt den Nektar bzw. Honigtau und speichert ihn auf dem Flug in den Stock in ihrer Honigblase. Bereits in der Honigblase beginnt die Honigreifung. Aus der Honigblase gibt die Sammelbiene den Nektar bzw. Honigtau an die Arbeiterinnen im Stock ab. Ein Teil gelangt je nach ihrem Bedarf auch in ihren eigenen Mitteldarm und dient der Ernährung mit Kohlenhydraten.

Auch die Stockbienen tauschen untereinander die Nahrung in ihrer Honigblase aus (Trophallaxis). Alle Bienen im Stock haben daher eine in etwa gleich gefüllte Honigblase.

Honigtau

Als Honigtau werden die Ausscheidungen bestimmter, pflanzensaugender Insekten (Blatt- und Rindenläuse, Zikaden) bezeichnet. Diese nehmen aus den Pflanzensäften einen Überschuss an Zuckern auf. Der Überschuss wird ausgeschieden und sammelt sich als winzige Tröpfchen, wie süßer Tau, auf den Nadeln oder Blättern der Bäume. Manche nennen den Überzug auch Blatthonig. Wenn Bienen diesen Honigtau aufsammeln, entsteht daraus der Waldhonig (Honigtauhonig).

Nektar

Die meisten Blüten sondern eine zuckerhaltige Flüssigkeit ab, den Nektar. Die Drüsen in den Blüten werden Nektarien genannt. Abhängig von der Pflanzenart, der Witterung und der Tageszeit schwankt die Menge des abgegebenen Nektars.

Aus dem Nektar erzeugen die Bienen den Blütenhonig.

Pollen
lat. pollen feiner Staub.

Der Pollen wird allgemein auch Blütenstaub genannt. Der Pollen wird von Samenpflanzen zur geschlechtlichen Fortpflanzung produziert. Pollen sind mehr oder weniger kugelig. Den Bienen dient der Pollen vor allem als Eiweißnahrung.

Der Pollen einer jeden Pflanzenart zeigt eine charakteristische Oberflächenstruktur. Die Analyse dieser Struktur ermöglicht eine Zuordnung zur Pflanzenfamilie, teilweise auch bis zur Gattung oder Art.

Die Lehre von der Analyse des Pollens im Honig wird Melissopalynologie genannt.

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