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Linde

Nektarsammeln an einer Lindenblüte
Nektarsammeln an einer Lindenblüte

wissenschaftl. Name: Tilia spec.
Familie: Malvengewächse (Malvaceae)
Blütezeit: Ende Juni bis Ende Juli

Linden sind Laub abwerfende Bäume. Je nach Linden-Art erreichen sie Wuchshöhen zwischen 15 m und 40 m. Die Bestäubung erfolgt überwiegend durch Insekten, die durch den intensiven Duft der Lindenblüten angelockt werden.

In Deutschland sind vor allem Winter-Linden (Tilia cordata), Sommer-Linden (Tilia platyphyllos) und Silber-Linden (Tilia tomentosa) verbreitet. Hinzu kommen einige Hybride dieser Arten wie die Holländische Linde (Tilia × europaea) und die Krim-Linde (Tilia × euchlora).

Bedeutung als Trachtpflanzen

Die Linden sind hervorragende Trachtpflanzen. Die zahlreichen Blüten liefern reichlich Nektar und Pollen. Ein einzelner Baum kann bis zu 60.000 Blüten tragen. Vor allem in den Großstädten sind sie als Straßen- und Parkbäume zahlreich angepflanzt worden. Vereinzelt stehen sie in Wäldern. In Schluchtenwälder können sie einen geschlossenen Bestand bilden.

Neben der Nektartracht können Linden auch Honigtau liefern. Die Lindenblattlaus (Eucallipterus tiliae) und andere Blattlausarten können Linden befallen und eine reichliche Honigtautracht liefern. Je nach Klima schwankt der Befall mit den Blattläusen und damit das Angebot an Honigtau von Jahr zu Jahr.

Sortenhonig: Linden- und Lindenblütenhonig

Es gibt zwei Honige von der Trachtpflanze Linde. Es gibt den reinen Blütenhonig, den die Bienen aus dem Nektar der Lindenblüten bereiten, der Lindenblütenhonig. Der Lindenhonig ist eine Mischung der Trachten und entsteht aus dem Nektar der Blüten und dem Honigtau der Blattläuse.

Lindenblütenhonig ist ein sehr süßer, fruchtiger Honig. Die Farbe ist weiß, grünlich-weiß bis gelblich. Der Lindenhonig hat eine gelbliche bis dunkelbraune Färbung je nach dem Verhältnis von Nektar und Honigtau. Typisch für Honig von der Linde ist der kräftige Geruch, der an Minze oder Basilikum erinnert. Dies liegt am hohen Anteil ätherischer Öle (u. a. Menthol).

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Begriffe aus dem Glossar

Honigtau

Als Honigtau werden die Ausscheidungen bestimmter, pflanzensaugender Insekten (Blatt- und Rindenläuse, Zikaden) bezeichnet. Diese nehmen aus den Pflanzensäften einen Überschuss an Zuckern auf. Der Überschuss wird ausgeschieden und sammelt sich als winzige Tröpfchen, wie süßer Tau, auf den Nadeln oder Blättern der Bäume. Manche nennen den Überzug auch Blatthonig. Wenn Bienen diesen Honigtau aufsammeln, entsteht daraus der Waldhonig (Honigtauhonig).

Nektar

Die meisten Blüten sondern eine zuckerhaltige Flüssigkeit ab, den Nektar. Die Drüsen in den Blüten werden Nektarien genannt. Abhängig von der Pflanzenart, der Witterung und der Tageszeit schwankt die Menge des abgegebenen Nektars.

Aus dem Nektar erzeugen die Bienen den Blütenhonig.

Sortenhonig

Als Sortenhonig wird Honig, der aus der Tracht einer einzelnen Blütenpflanzenart gebildet wurde, bezeichnet. Typische Sortenhonige sind Robinen- und Rapshonig.

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