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Blüten und Tracht

 
 

Die Trachtpflanzen erkennen

Es gibt einige empfehlenswerte Bücher und Internetseiten zum Thema Bienenweide. Aber noch besser ist, wenn Sie Ihre Bienen fragen, was ihnen schmeckt. Wir geben Ihnen hier einige Hinweise, wie Sie gute Trachtpflanzen für die Honigbiene erkennen können. Mit dem Wissen sollten Sie dann rausgehen und sich die Natur in der Umgebung Ihrer Bienen anschauen. Wo finden Sie Ihre Bienen zurzeit? Wohin fliegen sie auf ihrem Sammelflug.

Weitere Hinweise zu den Trachtpflanzen finden Sie auf den Seiten zum Bienenjahr.

Die passende Blüte

Den Nektar bieten die Blüten meisten am Blütenboden an. Bei Blüten, die einen tiefen Trichter aus Kronblättern besitzen, liegt der Nektar für die Honigbienen zu tief in der Blüte. Diesen Nektar erreichen nur Hummeln mit langen Rüsseln oder Schmetterlinge. Für unsere Honigbiene muss der Blütenboden leicht zugänglich sein oder der Blütentrichter darf nur kurz sein, entsprechend der Rüssellänge.

Die typischen Bienenblumen sind Glocken-, Rachen-, Masken-, Lippen-, Fahnen-, kurze Stielteller- und Pinselblumen. Die Blütenfarben sind meist gelb, blau oder weiß, selten rot. Viele Bienenblumen verfügen über Saftmale (Farbmale) und verbreiten einen angenehmen Duft.

Massentracht oder Läppertracht

Die Honigbiene hat die Eigenschaft der Blütenstetigkeit. Auch ihr Alarmierungssystem durch den Schwänzeltanz spricht für die Bevorzugung von Massentrachten. Ein Rapsfeld oder eine Gruppe blühender Kirschbäume sind für Honigbienen attraktiv, da hier alle Sammlerinnen ohne lange Suche große Mengen an Nektar und Pollen finden. Ein paar typische Trachtpflanzen, die eine Massentracht entwickeln können, stellen wir hier vor. Bei der Reihenfolge sortieren wir nach dem Trachtkalender.

Die Läppertracht ist die typische Tracht einer naturbelassenen oder naturnahen Landschaft oder einer Stadt mit vielen Gärten und Parks. Keine Pflanze dominiert, sondern es ist eine Abfolge der Blüte vieler Pflanzenarten. Eine Läppertracht ist damit das Gegenteil einer Massentracht. Läppertrachten sind aber wichtig für die Versorgung des Bienenvolkes. Sie können eine Versorgungslücken zwischen den großen Trachten schließen.

Manchmal muss es Pollen sein.

Ein Bienenvolk hat vor allem im Frühjahr einen erhöhten Bedarf an Pollen, um die Eiweißversorgung der Ammenbienen und damit der Brut sicherzustellen. Im Frühjahr können Trachtpflanzen attraktiv sein, auch wenn sie keinen Nektar liefern, aber viel Pollen. Im Sommer kann Mais in ländlichen Gebieten eine wichtige Trachtpflanze für Pollen sein.

Den Honig schmecken.

Einige Trachtpflanzen können Sie auch im Nachhinein am fertigen Honig erkennen. Ganz typisch ist der intensive Geruch nach Menthol, den die Tracht der Linde mitbringt. Rapshonig hat im Abgang einen feinen Nachgeschmack nach Kohl. Honige vom Nektar der Edelkastanie oder vom Buchweizen sind eindeutig an der herben Note zu erkennen.

Vielleicht bietet der lokale Imkerverein eine Honigverkostung an. Gehen Sie hin!

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Begriffe aus dem Glossar

Farbmal

Auf den Kronblätter findet man häufig Farbflecken oder eine andersfarbige Zeichnung vor. Der Oberbegriff hierfür ist Farbmale. Die Blüte zeigt den Bestäubern mithilfe eines Farbmales, dass es hier Nektar oder/und Pollen gibt. Die Farbmale als Wegweiser treten daher besonders bei Blüten auf, dessen Pollenvorräte oder Nektarien im Inneren der Blüte liegen.

Läppertracht

Von einer Läppertracht spricht der Imker, wenn das Angebot an Tracht so gering ist, dass es gerade das Überleben des Volkes ermöglicht. Der Honigertrag ist so gering, dass eine Honigernte nicht möglich ist.

Massentracht

Das Angebot an Tracht ist reichhaltig. Das Volk wächst und legt große Honigvorräte an. Der Imker kann Honig ernten. Typische Pflanzen, die meist eine Massentracht bieten, sind Klee oder Raps.

Schwänzeltanz

Der Schwänzeltanz ist eine komplexe Form der Tanzsprache der Bienen. In der Bewegung werden Informationen über Entfernung, Himmelsrichtung, Qualität und Quantität der gefundenen Trachtquelle vermittelt. Die heimkehrende Biene läuft auf der Wabe in Form zweier Halbkreisen. Auf der geraden, verbindenden Strecke zwischen den beiden Halbkreisen schwänzelt sie mit dem Hinterleib hin und her.

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