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Quellen der Verschmutzung und Eintrag von Schadstoffen

Bienen sind sehr reinliche Tiere. Selten werden Schadstoffe über die Tracht eingetragen. In diesem Unterkapitel geht es vornehmlich um uns als Bienenhalter. Die meisten Verunreinigungen gelangen durch uns und unsere Arbeitsweise in das Volk und den Honig.

Quellen der Verschmutzung liegen in

  • unsauberem Arbeiten am Bienenstand,
  • unsauberem Arbeiten beim Schleudern und Abfüllen von Honig,
  • einem ungeeigneten Schleuderraum sowie
  • Rückständen aus der Varroa- und Faulbrut-Bekämpfung.

Unsere Gegner im Kampf für unsere Gesundheit und die Gesundheit unserer Völker heißen Mikroben oder Keime. Das sind Sammelbegriffe für alles, was klein ist und lebt. Das sind Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze und winzige Einzeller sowie deren Dauerstadien. Die Stärke unserer Gegner besteht darin, dass sie unsichtbar und uns zahlenmäßig weit überlegen sind. Keime sind überall und das tausendfach. Das Bienenvolk stellt einen Schutzraum dar. Der ist nicht perfekt, aber ein gesundes Bienenvolk kann die Vermehrung von Keimen in Grenzen halten. Ein Problem entsteht, wenn wir den Schutzraum öffnen und am Volk arbeiten.

Blauer Eisenhut (Aconitum napellus)
Blauer Eisenhut (Aconitum napellus)

Schadstoffe aus der Tracht

Bienen tragen keinen Schmutz ein, aber Schadstoffe und Gifte können in der Tracht sein. Die Stoffe können durch den Menschen in die Umwelt gebracht worden sein, können aber auch ihre Ursache in den besuchten Trachtpflanzen und verunreinigtem Wasser haben. Eine Reihe unserer heimischen Pflanzen produzieren Gifte als Schutz vor Fraßfeinden. Beispiele sind Greiskräuter, Hahnenfußgewächse und Rhododendren sowie Raublattgewächse und einige Hülsenfrüchtler.

Die Gifte sind meist auch im Nektar nachweisbar und werden von den Bienen mit dem Nektar aufgenommen. Aber in der Regel sind dies kleine Mengen aus Läppertrachten. Die nachweisbaren Giftmengen im Honig sind gering und ohne akute Folgen für Mensch und Biene. Hinzu kommt, dass für Bienen aufgrund ihrer kurzen Lebensdauer keine Gefahr einer Anreicherung von Giften wie den Pyrrolizidinalkaloiden im Organismus besteht.

Falls es zu einer Massentracht der betreffenden Pflanzen kommt, kann es zu einem gravierenden Eintrag in den Honig kommen. Theoretisch kann es in der Folge zu einer Anreicherung des Giftstoffes über den Honig beim Menschen kommen. Vereinzelt treten solche Massentrachten im Hochsommer auf. Wichtig ist daher die aktuelle Tracht der eigenen Völker zu kennen. Mitunter sollte man dann auf die Ernte der Sommertracht verzichten.

Probleme können entstehen, wenn nicht zugelassene Pestizide in der Nachbarschaft eingesetzt oder Fehler bei der Ausbringung zugelassener Pestizide gemacht werden. Dies kann akut zu einem erhöhten Eintrag von Giften führen und zum Tod ganzer Bienenvölker. Besteht der Verdacht einer Vergiftung, so sollte eine Bienenprobe genommen und an ein Labor eingesandt werden. Die Untersuchung ist kostenpflichtig.

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Begriffe aus dem Glossar

Alkaloid

Alkaloide stellen eine Gruppe von Naturstoffen in Pflanzen und einigen Tierarten dar. Sie enthalten große Mengen an Stickstoff.
Alkaloide sind aus heterocyclischen Ringsystemen aufgebaut, nach denen sie auch unterschieden werden können. In Pflanzen sind Alkaloide meist an Säuren gebunden. Alkaloide sind im Gegensatz zu diesen lipophil. Diese Eigenschaft erklärt die Möglichkeit der Isolierung von Alkaloiden.
Jedes Alkaloid hat eine spezifische Wirkung auf das zentrale Nervensystem. Sie werden trotz der nicht einzuschätzenden gesundheitlichen Gefahren häufig als Rauschmittel missbraucht.
Die Anzahl der Alkaloide wird auf etwa 7.000 geschätzt.

Läppertracht

Von einer Läppertracht spricht der Imker, wenn das Angebot an Tracht so gering ist, dass es gerade das Überleben des Volkes ermöglicht. Der Honigertrag ist so gering, dass eine Honigernte nicht möglich ist.

Massentracht

Das Angebot an Tracht ist reichhaltig. Das Volk wächst und legt große Honigvorräte an. Der Imker kann Honig ernten. Typische Pflanzen, die meist eine Massentracht bieten, sind Klee oder Raps.

Mikroorganismen - Mikroben

Mikroorganismen sind mikroskopisch kleine Lebewesen. Sie sind mit dem bloßem Auge nicht zu erkennen. Erst wenn sie in Massen auftreten, wie Schimmel auf dem Brot oder die Algenblüte auf einem Teich, werden wir auf sie aufmerksam.

Viele Mikroorganismen sind Einzeller, aber nicht alle. Zu den Mikroorganismen zählen Bakterien, viele Pilze, mikroskopisch kleine Algen und Protozoen wie das Pantoffeltierchen .

Viren sind streng genommen keine Mikroorganismen, das sie keine eigenständigen Lebewesen sind. Viren sind immer auf eine Wirtszelle angewiesen.

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