Pfad:

Anfängerschulung

>

Imkern & Betriebsweisen

>

Hygiene

 
 

Hygiene bei der Arbeit am Volk

Nicht nachmachen!
Nicht nachmachen!

Bienen sind saubere Wesen, die ihre Behausung sehr sauber halten. Müll wird aus dem Flugloch entsorgt und das Innere wird sauber gehalten. Der Innenraum der Beute ist mit einer desinfizierenden Schicht von Propolis beschichtet.

Störfaktor Mensch

Wenn wir die Beute öffnen, so öffnen wir die Beute auch für jede Menge Staub und Keime. Ein Grund mehr, die Arbeitszeit an der offenen Beute möglichst kurz zu halten. Wir selbst sollten keinen Schmutz einbringen und deshalb unsere Alltagskleidung gegen einen sauberen Imkeranzug wechseln.

Hinzu kommt, dass ein Arbeitsgerät immer sauber zu sein hat. Wir sollten uns klar machen, dass wir auch an der Beute mit einem Lebensmittel arbeiten. Wichtig ist deshalb immer frisches, sauberes Wasser mitzuführen. Herunter getropfter Honig ist sofort mit Wasser zu entfernen. Das Gleiche für Honig-klebrige Hände. Der Abkehrbesen wird zwischendurch immer mit Wasser gereinigt, damit er nicht zu einem Honigpinsel wird.

Arbeiten mit dem Wabenbock
Arbeiten mit dem Wabenbock

Abstellen von Waben und Zargen

Waben und Zargen werden niemals auf den Boden gestellt. Einzelne Waben gehören in einen Wabenbock. Zargen werden erhöht wie z. B. auf einer Palette oder einer anderen Beute abgestellt. Ein direkter Kontakt mit Erde oder Gras ist immer zu vermeiden. Mal abgesehen von der Hygiene, würden wir übersehen, wenn die Königin im Gras von dannen krabbelt.

Durch den direkten Kontakt mit Erde können Keime auf die Waben, in die Brut und in den Honig gelangen. Ein gefährlicher Keim in der Erde ist der Erreger des Botulismus, das Bakterium Clostridium botulinum. Aktive Clostridien sind extrem gefährlich, da sie ein starkes Nervengift entwickeln. Das Gift erzeugt das Krankheitsbild des Botulismus, einer schweren Lebensmittelvergiftung.

Blättern

Begriffe aus dem Glossar

Hygiene
Hygiene gr. hygieiné téchne gesunde Kunst
Hygiéia griechische Göttin der Gesundheit

Die Hygiene ist die Lehre von der Verhütung der Krankheiten und der Erhaltung, Förderung und Festigung der Gesundheit (Definition der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie).

Die Hygiene umfasst alle Maßnahmen zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten. Dazu gehören die allgemeine und persönliche Sauberkeit sowie die Reinigung, Desinfektion und Sterilisation von Geräten und Räumen. Auch die Verhängung einer Quarantäne ist eine Maßnahme der Hygiene.

Mikroorganismen
Mikroben ist der umgangssprachliche Ausdruck für den wissenschaftlichen Begriff Mikroorganismen.

Mikroorganismen sind mikroskopisch kleine Lebewesen. Sie sind mit dem bloßem Auge nicht zu erkennen. Erst wenn sie in Massen auftreten, wie Schimmel auf dem Brot oder die Algenblüte auf einem Teich, werden wir auf sie aufmerksam.

Viele Mikroorganismen sind Einzeller, aber nicht alle. Zu den Mikroorganismen zählen Bakterien, viele Pilze, mikroskopisch kleine Algen und Protozoen wie das Pantoffeltierchen .

Viren sind streng genommen keine Mikroorganismen, das sie keine eigenständigen Lebewesen sind. Viren sind immer auf eine Wirtszelle angewiesen.

Propolis
gr. pros für, vor ; gr. polis Stadt, Staat;

Propolis wird als das Kittharz der Bienen bezeichnet. Die Bienen sammeln Harz an den Knospenschuppen einiger Baumarten (insbes. Pappel, Erle, Birke und Kastanie). Diesem Rohstoff fügen sie Speichel und Wachs in unterschiedlichen Mengen zu, um ihn geschmeidig zu machen. Mit dem Kittharz wird der Bienenstock gegen Zugluft und Nässe abgedichtet. Propolis wird wegen seiner Inhaltsstoffe in der Naturmedizin verwendet.

Wabe

Ein Bienennest besteht aus mehreren Waben. Die Bienen bauen die Waben aus dem von ihnen produzierten Bienenwachs. Die Waben bestehen aus einer Vielzahl regelmäßig angeordneter, sechseckiger Zellen. Die Zellen dienen der Brutpflege und der Vorratshaltung. Waben, die ausschließlich der Vorratshaltung dienen, werden Honigwaben genannt. Diese werden zur Honigernte aus dem Volk entnommen.

Magazinbeute - Zarge

Magazinbeute (kurz Magazin) ist die heute in Deutschland am meisten verbreitete Form der Beute. Sie kann nach Bedarf zusammengestellt werden und besteht aus einem Boden, einer oder mehreren Zargen und einem Deckel. Sie ist eine so genannte Oberbehandlungsbeute, d. h. man kann von oben jede einzelne Wabe herausnehmen. Die Magazinbeute kann frei aufgestellt werden. Ein Bienenhaus ist nicht notwendig.

Eine oder zwei Zargen könnnen durch ein Absperrgitter vom Brutraum abgetrennt und als Honigraum genutzt werden.

Cookies

Bitte aktivieren Sie Cookies. Geben Sie in Ihrem Browser die Möglichkeit frei, ein Cookie für die Domian die-honigmacher.de zu speichern. Nur dann können Sie die zusätzlichen Lernerdienste nutzen.

Einloggen


Lesezeichen

aktuelle Lesezeichen:

Sie haben keine Lesezeichen gesetzt.
Lernstand
 
Empfehlungen
Zurzeit liegen keine Empfehlungen vor.
Anfänger
Zurück zur Startseite des Portals die Honigmacher Zum Redaktionssystem