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Hygiene

 
 

Gerätschaften - Reinigen, Lagern und Vorbereiten

Wir müssen unsere Arbeitsgeräte sauber halten. Durch sorgfältiges Reinigen unserer Geräte verhindern wir die Anreicherung von Keimen. Jeder klebrige Rückstand an einem Sieb oder in einem Gefäß bedeutet ein Nährboden für Mikroorganismen.

Wenn wir die Reinigung mit Wasser nicht gründlich machen, sondern nur halb, dann fördern wir das Wachstum der Keime. Durch Wasser verdünnte Honigreste sind ein idealer Lebensraum für Bakterien und Pilze. Hier beginnen die Sporen zu keimen und die entstehenden Bakterien werden sich zahlreich vermehren.

Eine wichtige Forderung der Hygiene ist, dass die Gefäße, in die wir unseren Honig füllen und lagern, sauber sind. Alle Lagerbehälter und Abfüllgefäße müssen leicht zu reinigen sein. Sie müssen aus lebensmittelechten Materialien, wie Edelstahl, Glas oder Kunststoff, hergestellt sein.

Beuten und Rähmchen

Beuten, die vorübergehend nicht mehr gebraucht werden, werden vor dem Einlagern gründlich gereinigt. Besonders Reste von Propolis, Wachs und Bienenkot müssen gründlich entfernt werden.

Alte Waben werden eingeschmolzen und die Rahmen gründlich gereinigt. Reste von Drähten werden entfernt. Anschließend können die Rahmen in 2%iger Natronlauge desinfiziert werden.

Ausgebaute Leerwaben sowie Honig- und Futterwaben müssen trocken und kühl gelagert werden. Der Wachs-Honig-Geruch lockt Schädlinge wie die Wachsmotten an. Daher müssen die Waben gut verpackt gelagert werden. Möglichst nicht luftdicht in Plastik einpacken, da dies Schimmelbefall fördert.

Honiggläser und Deckel

Honiggläser und Deckel sollten mit einer Geschirrspülmaschine bei 60 oder 65 °C gründlich gereinigt werden. Die Reinigung sollte unmittelbar vor dem Abfüllen passieren. Zum Trocknen verbleiben die Gläser in der Spülmaschine oder werden auf ein Gestell aus Edelstahl gestellt. Ein Trocknen oder Nachpolieren mit einem Geschirrtuch sollte unterbleiben. Auch saubere Tücher übertragen Keime und hinterlassen Fusseln in den Gläsern.

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Begriffe aus dem Glossar

Beute

Als Beute bezeichnet der Imker, die bei der Imkerei verwendete künstliche Behausung der Bienen. Es gibt unterschieldliche Formen der Beute: Ursprüngliche Formen sind die Klotzbeute (ausgehöhlter Baumstamm) und die Strohbeute (der Bienenkorb). Heutzutage wird vor allem die Magazinbeute, die aus einer oder mehreren Zargen zusammen gesetzt wird, verwendet.

Futterwabe

Als Futterwaben werden Waben bezeichnet, in denen die Bienen Futter einlagern. Als Futter wird Zuckerwasser oder einen zuckerhaltigen Teig bezeichnet. Das Futter wird den Bienen vom Imker im August und September gegeben. Es dient dem Überleben des Volkes im Winter und ist der Ersatz für die entnommen Honigvorräte.

Futterwaben dürfen nicht geerntet und geschleudert werden.

Honigwabe

Eine Honigwabe enthält ausschließlich Honig. Die Wabe ist frei von Brut und eingelagertem Futter. Nur diese Waben eignen sich zum Schleudern und damit zur Ernte des Honigs.

Leerwaben

Leerwaben sind ausgebaute Waben, die weder Brut noch Vorräte wie Honig oder Pollen enthalten. Ausgebaut heißt hierbei, dass nicht nur eine Mittelwand vorhanden ist, sondern die Bienen alle Wände der Zellen bereits gebaut haben.

Eine Leerwabe ist eine Honigwabe nach dem der Honig herausgeschleudert wurde.

Propolis
gr. pros für, vor ; gr. polis Stadt, Staat;

Propolis wird als das Kittharz der Bienen bezeichnet. Die Bienen sammeln Harz an den Knospenschuppen einiger Baumarten (insbes. Pappel, Erle, Birke und Kastanie). Diesem Rohstoff fügen sie Speichel und Wachs in unterschiedlichen Mengen zu, um ihn geschmeidig zu machen. Mit dem Kittharz wird der Bienenstock gegen Zugluft und Nässe abgedichtet. Propolis wird wegen seiner Inhaltsstoffe in der Naturmedizin verwendet.

Rahmen

Der Rahmen, auch Rähmchen genannt, ist ein Holzrahmen und dient der Aufnahme von Waben. Rahmen werden im so genannten Mobilbau, einer Beute bei der der Imker die Waben einzeln herausnehmen kann, verwandt. Die Rahmen können als Leerrahmen oder Baurahmen in die Beute gehängt werden. Zur Erstellung neuer Waben werden sie meist mit einer Mittelwand versehen. Die Verwendung von Rahmen ist die Voraussetzung, dass der Honig durch Schleudern gerntet werden kann.

Magazinbeute - Zarge

Magazinbeute (kurz Magazin) ist die heute in Deutschland am meisten verbreitete Form der Beute. Sie kann nach Bedarf zusammengestellt werden und besteht aus einem Boden, einer oder mehreren Zargen und einem Deckel. Sie ist eine so genannte Oberbehandlungsbeute, d. h. man kann von oben jede einzelne Wabe herausnehmen. Die Magazinbeute kann frei aufgestellt werden. Ein Bienenhaus ist nicht notwendig.

Eine oder zwei Zargen könnnen durch ein Absperrgitter vom Brutraum abgetrennt und als Honigraum genutzt werden.

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