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Varroabehandlung

 

Behandlung von Ablegern und Kunstschwärmen mit Milchsäure

Sprühflasche mit Milchsäure 15%ig ad us. vet.
Sprühflasche mit Milchsäure 15%ig ad us. vet.

Eine weitere Methode der Behandlung gegen die Varroamilbe ist das Besprühen mit Milchsäure. Milchsäure ist ebenfalls wie Ameisen- und Oxalsäure eine organische Säure, die im Stoffwechsel natürlich vorkommt.

Die volle Wirksamkeit erreicht Milchsäure nur in brutfreien Völkern. Die Ansäuerung erreicht nur die Milben auf den Arbeiterinnen. Im routinemäßigen Einsatz ist das Verfahren sehr aufwendig, da jede Wabe gezogen und beidseitig besprüht werden muss. Dazu sollte die Außentemperatur so hoch sein, dass es nicht zum Auskühlen der Völker kommt.

Anwendung

Zugelassen ist in Deutschland eine 15%ige Lösung von Milchsäure vom Reinheitsgrad ad us. vet. (zur Anwendung in der Tiermedizin) in Wasser. Alle Waben, mit auf denen Bienen sitzen, werden gezogen und beidseitig mit der Milchsäurelösung besprüht. Alle Bienen müssen vollständig benetzt sein. Man rechnet bei Vollwaben mit 8 ml pro Wabenseite.

Die Anwendung sollte im Abstand von ein paar Tagen wiederholt werden. Bei Ablegern kann das Besprühen bei jeder Kontrolle vorbeugend erfolgen. Eine mehrfache Behandlung schädigt die Bienen nicht.

Einsprühen der Waben mit 15%iger Milchsäure
Einsprühen der Waben mit 15%iger Milchsäure

Wirtschaftsvölker

Bei Wirtschaftsvölkern ist die Milchsäurebehandlung nur bedingt sinnvoll. Vor der Honigernte ist eine Behandlung nicht zulässig. Während Brut vorhanden ist, ist der Effekt der Behandlung nur gering. Zur Winterbehandlung sind die Außentemperaturen meist zu niedrig, da es beim Ziehen der Waben zu keiner Auskühlung kommen darf.

Benetzte Bienen
Benetzte Bienen

Zeitpunkt der Anwendung

Bei Nicht-Wirtschaftsvölkern darf das Sprühverfahren jederzeit angewandt werden. Temperaturen sollten so hoch liegen, dass keine Gefahr der Auskühlung der nassen Bienen besteht. Einen 100%igen Erfolg kann es bei Vorhandensein von Brut nicht geben, aber der Milbendruck wird gesenkt.

Bei gefangenen Schwärmen oder einem Kunstschwarm ist eine vorbeugende Behandlung mit Milchsäure sinnvoll. Es ist keine Brut vorhanden und zu dieser Jahreszeit sind die Außentemperaturen hoch genug. Die erste Anwendung sollte erfolgen, wenn der Schwarm sich etabliert hat und Waben ausgebaut wurden. Vorher besteht die Gefahr, dass der Schwarm wieder auszieht. Eine Anwendung ist nur sinnvoll vor dem Verdeckeln der ersten Brut. Das Zeitfenster für eine effektive Behandlung ist klein. Innerhalb dessen kann mehrfach besprüht werden.

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