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Frühjahrsdurchsicht

Die Königin im Blick halten.
Die Königin im Blick halten.

Mit der Frühjahrsdurchsicht sollten Sie warten, bis es warm genug ist. Bei einer kompletten Durchsicht eines Volkes werden Waben herausgezogen. Das darf man nur dann machen, wenn keine Gefahr einer Unterkühlung für Bienen und Brut besteht. Machen Sie eine komplette Durchsicht zu früh, können Sie großen Schaden anrichten.

Die Lufttemperatur sollte sich deutlich der 20 °C - Marke nähern und es sollte ein sonniger Tag sein. Aber auch unter solchen Bedingungen sollte der Eingriff am Volk möglichst kurz gehalten werden. Sie sollten vorbereitet und mit Plan ans Volk gehen. Es stehen bereit der Wabenbock und ein rauchender Smoker. Abkehrbesen und gefüllter Wassereimer sind griffbereit.

Futterkranzpobe

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für die Entnahme der Futterkranzprobe. Einmal im Jahr sollten Sie eine vorbeugende Kontrolle gegen die Amerikanische Faulbrut machen. Dazu wird eine Probe aus dem Futterkranz entnommen. Probennahme und Frühjahrsdurchsicht können gut miteinander kombiniert werden. Da muss das Volk nur einmal gestört werden.

Fraßspuren auf einer Honigwabe
Fraßspuren auf einer Honigwabe

Kritische Zeit

Im Volk läuft jetzt der Wechsel der Generationen ab. Die Arbeiterinnen des Vorjahres, die Winterbienen, sterben. Die ersten Arbeiterinnen dieses Jahres sind geschlüpft, aber ihre Zahl ist noch gering. Die Population der Sommerbienen baut sich auf. In diesem Übergang kann es zu einem Engpass an Arbeiterinnen kommen.

Deshalb ist es wichtig, jetzt die Brut zu kontrollieren. Sind genug Stifte, offene und verdeckelte Brut vorhanden, sodass Sie davon ausgehen können, dass in den nächsten drei Wochen die Zahl der Arbeiterinnen stark ansteigen wird?

Wachsmotten - Schadbild
Wachsmotten - Schadbild

Schäden begutachten

Jetzt können Sie sehen, ob es im Winter unerwünschte Eindringlinge gegeben hat. Waren Feld- oder Spitzmäuse in der Beute? Oder finden Sie ein Gespinst von Wachsmotten-Larven. Sie können auch verschimmelte Waben finden, falls mehr Raum vorhanden war, als die Wintertraube heizen konnte.

Entfernen Sie schadhafte Waben. Füllen Sie die Lücken mit Leerwaben oder mit Mittelwänden auf. Sind Lücken im Brutnest entstanden, so schieben Sie die Brutwaben so zusammen, dass wieder ein durchgängiges Brutnest entsteht.

Sollte es der extreme Fall sein, dass ein Volk den Winter nicht überlebt hat, so sollten Sie eine gründliche Totenschau halten. Das ist eine Möglichkeit, aus den Fehlern des Vorjahres zu lernen. Die Ursache liegt meist an Fehlern während der Einwinterung.

Reichlich Futter im Volk
Reichlich Futter im Volk

Futterwaben entfernen

Hat das Frühjahr begonnen, so finden Ihre Bienen jetzt wieder Tracht. Futterwaben sind im Volk jetzt nicht mehr notwendig. Finden Sie noch gefüllte Futterwaben aus dem Herbst, so nehmen Sie die Waben jetzt raus. Geben Sie statt dessen Leerwaben oder Rähmchen mit Mittelwänden. Unverbrauchtes Futter in den Völkern kann später durch Umtragen in den Honigraum gelangen und die Honigernte verfälschen.

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Begriffe aus dem Glossar

Faulbrut - Amerikanische Faulbrut

Bei der Faulbrut handelt es sich um eine Bienenkrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Wichtig ist zu unterscheiden, dass es zwei Arten der Faulbrut gibt: Die oft gutartig verlaufende Europäische Faulbrut und die bösartige oder Amerikanische Faulbrut. Die Amerikanische Faulbrut wird durch die Sporen des Bakteriums Paenibaciluus larvae larvae übertragen. Die Amerikanische Faulbrut ist eine Tierseuche und meldepflichtig.

Futterkranz

Als Futterkranz werden die in unmittelbarer Nähe der Brutwaben befindlichen Futtervorräte bezeichnet. Die dienen der Deckung des aktuellen Bedarfs. Aus ihnen die Versorgung der Brut und der Königin sichergestellt. Die Vorratszellen enthalten Pollen sowie unreifen und reifen Honig. Diese Vorräte werden permanent umgeschlagen. Die Zellen bilden meist einen Halbkreis oberhalb der Brutzellen.

Futterwabe

Als Futterwaben werden Waben bezeichnet, in denen die Bienen Futter einlagern. Als Futter wird Zuckerwasser oder einen zuckerhaltigen Teig bezeichnet. Das Futter wird den Bienen vom Imker im August und September gegeben. Es dient dem Überleben des Volkes im Winter und ist der Ersatz für die entnommen Honigvorräte.

Futterwaben dürfen nicht geerntet und geschleudert werden.

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