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Ableger kaufen

Brutableger
Brutableger

Die meisten Anfänger kommen zu ihren Bienen, indem sie zwei oder drei Ableger kaufen.

Mai und Juni sind die Monate, in denen Imker große Völker teilen und Ableger bilden. Kaufen Sie von einem Imker zwei oder drei Ableger. Diese Völker sind noch klein und neigen noch nicht zur Schwarmbildung. Ziehen Sie diese Völker in den folgenden Monaten in Ruhe groß. Dann haben Sie Völker, die Sie gut über den Winter bekommen. Im folgenden Jahr werden diese Völker im Frühjahr wachsen und zwei Zargen beanspruchen. Die Völker sind dann zu Wirtschaftsvölkern geworden und Sie können im Laufe des Jahres den ersten Honig ernten.

Bienenrassen & Landrassen

Je nach Region bestehen unterschiedliche Anforderungen an die Bienenvölker. In tiefen Lagen mit milden Wintern und einer schnellen Entwicklung der Trachtpflanzen im Frühjahr sind Frühtrachtbienen ideal. Die Bienenrasse Carnica (Apis mellifera carnica) ist eine typische Frühtrachtbiene, da sie früh mit der Brut beginnt und die Völker schnell heranwachsen.

Hoch gelegene Standorte mit kräftigen Wintern und einem langsamen Aufbau der Tracht brauchen Sommertrachtbienen. Das gilt auch für küstennahe Gebiete mit einem langsamen Aufbau der Vegetation. Für diese Gebiete eignet sich die Dunkle Biene, die Rasse Mellifera (Apis mellifera mellifera). Sie besitzt eine langsame Frühjahrsentwicklung und ist die nördlich der Alpen ursprüngliche Bienenrasse.

In vielen Gebieten werden die vier bei uns heimischen Bienenrassen nebeneinander gehalten. Bei der Begattung am Stand, Standbegattung, mischen sich die Bienenrassen der Nachbarschaft, sodass kaum noch reinrassige Völker gehalten werden. Ausnahmen sind nur Völker, die regelmäßig mit Königinnen von Belegstellen umgeweiselt werden.

Langjährige Standbegattung hat zur Ausbildung regionaler Rassen, sogenannter Landrassen, geführt. Der Vorteil ist, dass diese Rassen meist optimal an das lokale Klima und das lokale Trachtangebot angepasst sind.

Und auch hier noch einmal der Rat: Wenden Sie sich an den Imkerverein vor Ort und lassen Sie sich beraten. Hier bekommen Sie Informationen, wo Sie geeignete Ableger in der Region kaufen können.

Angebote im Internet

Heutzutage können Sie auch Bienenvölker per Internet bestellen. Von Bestellungen im Ausland raten wir ab. Bienen kann man bei Nichtgefallen nicht einfach zurücksenden. Import und Export von Tieren ist ein komplizierter Prozess. Gesundheitszeugnisse für die Völker sind nur eine Voraussetzung. Informieren Sie sich vor dem Kauf im Ausland über die aktuellen Vorschriften für den Handel innerhalb der EU und mit Drittländern außerhalb der EU.

Es gibt seriöse Angebote einheimischer Imkereien. Informieren Sie sich auf deren Homepages über die Details des Kaufs und des Transportes. In der Regel müssen Völker vorbestellt werden. Wenn möglich holen Sie Ihre Bienen selbst ab und verzichten Sie auf einen Versand der Völker. Ziehen Sie auch beim Kauf über das Internet Angebote aus der Region vor. Bienenvölker haben sich über Generationen an das Klima der Region angepasst. Auch beim Kauf in der Region sollten Sie auf einem Gesundheitszeugnis bestehen.

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Begriffe aus dem Glossar

Begattung

Die Begattung der Königin, der Weisel, findet nicht im Bienenstock sondern auf einem oder mehreren Hochzeitsflügen statt. Sie sucht zur Begattung einen Drohnensammelplatz. Die Königin vereinigt sich dabei im Flug mit mehreren Drohnen. 3-7 Tage nach der Begattung beginnt die Königin mit der Eiablage, dem Bestiften.

Belegstelle

Eine Belegstelle ist ein geografisches Gebiet, in dem die Begattung einer Königin kontrolliert mit ausgesuchten Drohnen erfolgt. Das Gebiet muss geografisch isoliert sein, wie eine Insel oder das Hochgebirge. Im Gebiet stehen so genannte Vatervölker, deren genetische Herkunft bekannt ist. Die unbegatteten Königinnen werden zur Begattung in das Gebiet gebracht und nach erfolgreicher Begattung wieder in ihre ursprünglichen Völker zurückgebracht bzw. in einen Ableger eingeweiselt.

Tracht - Frühtracht

Als Tracht bezeichnet der Imker das gesamte Angebot an Pollen, Nektar und Honigtau. Das heißt, die Tracht ist die Ernährungsgrundlage, die für ein Bienenvolk aktuell zur Verfügung steht. Eine gute Tracht ist die Grundlage für eine reiche Honigernte.

Man unterscheidet nach Umfang der Tracht die Massentracht von der Läppertracht. Aus Sicht der Honigernte teilt man die Trachten je nach Jahrszeit in Frühtracht (erste Honigernte des Jahres), Sommertracht und Spättracht ein.

Rasse
Anstelle von Rasse wird auch von Unterart, in der Botanik von Sippe, gesprochen.

Die Rasse ist ein Begriff aus der biologischen Systematik. In einer Tierart können Unterarten oder Rassen auftreten. Sie haben verstärkt gemeinsame Merkmale, durch die sie sich von anderen Rassen der gleichen Art unterscheiden. Bekanntes Beispiel sind die Hunderassen. Auch bei der Honigbiene gibt es eine Anzahl von Rassen.

Umweiseln

Austausch der Königin in einem Volk. Dies kann durch den Imker erfolgen (Kunstschwarm oder Ableger), aber auch durch das Volk selbst. Letzteres nennt der Imker stille Umweiselung.

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