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Die Bienen

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Das Bienenjahr

 
 

Hochsommer

Lindenblüten - Sommerlinde
Lindenblüten - Sommerlinde

Die Blüte der Sommerlinde (Tilia platyphyllos) zeigt den Beginn des Hochsommers an. Eine weitere Zeigerpflanze ist die Sonnenblumen (Helianthus annuus).

Den Stadtbienen geht es jetzt meist gut. In allen Gärten blüht es und in den Straßen blühen die Linden. Ein paar Edelkastanien stehen noch in der Blüte. Viele Läppertrachten in den Gärten und Parks bilden zusammengenommen ein gutes Trachtangebot.

Auf dem Land können die Bienen nur auf ein paar Waldränder und sogenannte Ackerrandstreifen hoffen. Die Massentrachten auf den Feldern sind vorbei. Eine Trachtlücke kann entstehen. Zur Versorgung mit Pollen fliegen die Honigbienen jetzt sogar die Blüten des Mais an. Eigentlich ist Mais keine Trachtpflanze der Bienen.

Die Bienen in unseren Mittelgebirgen haben mehr Chancen blühende Wiesen und Flächen einer extensiven Landwirtschaft zu finden. Hier können sie auf unterschiedliche Trachten hoffen und wir auf einen interessanten Honig.

An einigen Stellen treten im Hochsommer Honigtautrachten auf. Das Angebot an Honigtau ist nicht voraussagbar. Jedes Jahr entwickeln sich die Populationen der Blatt- und Schildläuse anders.

Ackerrandstreifen mit blühender Kamille
Ackerrandstreifen mit blühender Kamille

Entwicklung der Völker

Die Völker wachsen nicht mehr. Es besteht die Tendenz, die Zahl der Arbeiterinnen zu reduzieren. Es wird verstärkt Honig eingelagert, um das Volk sicher über den Winter zu bringen. Nur bei sehr starken Völkern und schwüler Wetterlage kann es noch zu einem Schwarm kommen. Eigentlich ist die Zeit dafür vorbei.

Die zweite Honigernte

War die Tracht in den letzten Wochen gut, so besteht noch mal die Möglichkeit Honig zu ernten. Ist der Honigraum gefüllt, so wird er abgenommen, aber nicht wieder aufgesetzt. Die zweite Honigernte kann interessante Honige als Mischtrachten aus Nektar und Honigtau erbringen.

Spättrachtgebiete

Eine Ausnahme bilden die sogenannten Spättrachtgebiete. Das sind Heidegebiete und Gebiete mit gewerblichem Anbau von Buchweizen und Sonnenblumen. Auch der Schwarzwald mit seinen Tannen ist ein typisches Spättrachtgebiet, wenn es im Jahr zu einer ergiebigen Honigtautracht kommt. Hier wird noch viel Tracht eingetragen und die letzte Honigernte erfolgt später.

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Begriffe aus dem Glossar

Läppertracht

Von einer Läppertracht spricht der Imker, wenn das Angebot an Tracht so gering ist, dass es gerade das Überleben des Volkes ermöglicht. Der Honigertrag ist so gering, dass eine Honigernte nicht möglich ist.

Massentracht

Das Angebot an Tracht ist reichhaltig. Das Volk wächst und legt große Honigvorräte an. Der Imker kann Honig ernten. Typische Pflanzen, die meist eine Massentracht bieten, sind Klee oder Raps.

Tracht
Tracht leiten sich von "tragen" ab. Den Nektar und Pollen eintragen. Tracht wird nur im Singular verwendet.

Als Tracht bezeichnet der Imker das gesamte Angebot an Pollen, Nektar und Honigtau. Das heißt, die Tracht ist die Ernährungsgrundlage, die für ein Bienenvolk aktuell zur Verfügung steht. Eine gute Tracht ist die Grundlage für eine reiche Honigernte.

Man unterscheidet nach Umfang der Tracht die Massentracht von der Läppertracht. Aus Sicht der Honigernte teilt man die Trachten je nach Jahrszeit in Frühtracht (erste Honigernte des Jahres), Sommertracht und Spättracht ein.

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