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Die Bienen

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Das Bienenjahr

 
 

Vollherbst, Spätherbst und Winter

Beuten im Schnee
Beuten im Schnee

Im Vollherbst reifen Rosskastanie, Quitte und Walnuss. Die Laubgehölze verfärben ihr Laub z. B. Rosskastanie, Rotbuche, Eiche und Esche. Im Spätherbst werfen die Laubbäume ihr Laub ab.

Die Bienenvölker haben ihre Flugaktivitäten eingestellt. Es ist keine Tracht mehr vorhanden. Ein Sammelflug wäre erfolglos und eine reine Verschwendung von Energie. An warmen Wintertagen kann man einzelne Bienen sehen, die einen kleinen Flug machen, um ihre Kotblase zu leeren. Meist ist es aber zu kalt. Die Bienen verbleiben in ihrer Wintertraube. Sie wechseln sich ab im Heizen und kurzen Besuchen auf den Honig- oder Futterwaben, um neuen Brennstoff zu holen. Ihre wichtigste Aufgabe ist jetzt, ihre Königin vor der Kälte zu schützen. Ein starkes Volk verbraucht durchschnittlich 20 kg an Vorräten in der Zeit von Winterbeginn bis Frühjahr.

Honigbiene an Efeu-Blüte
Honigbiene an Efeu-Blüte

Der Winter ist eine gefährliche Zeit für unsere Honigbienen. Sie können sich gegen Angriffe von außen nicht wehren. Mäuse und Spitzmäuse können in die Beuten eindringen. Spechte hacken Löcher in die Beuten und durchbrechen damit die schützende Wärmeisolierung. Schäden durch solche Katastrophen können die Bienen jetzt nicht beheben.

Eine hohe Konzentration an Varroamilben kann das Überleben des Volkes bedrohen. Vermehren können die Milben sich jetzt nicht, aber sie übertragen Krankheiten und schwächen die Arbeiterinnen durch das Saugen von Hämolymphe.

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Begriffe aus dem Glossar

Hämolymphe
auch Haemolymphe geschrieben

Insekten besitzen kein Blut in dem Sinne, wie es bei uns Menschen oder anderen Wirbeltieren durch die Adern fließt. Insekten und andere Gliedertiere haben ebenfalls eine Körperflüssigkeit, die Hämolymphe. Sie zirkuliert ebenfalls im Körper und dient dem Transport von Nährstoffen, Abbauprodukten, Hormonen und Wärme.

In der Hämolymphe der Insekten gibt es keinen Blutfarbstoff und es wird kaum Sauerstoff transportiert. Der Transport der Atemgase erfolgt bei den Insekten überwiegend über das Tracheensystem.

Die Zusammensetzung der Hämolymphe wird konstant gehalten. Diese Regulation nennt man Homöostase und erfolgt überwiegend durch die Malpighischen Gefäße.

Tracht
Tracht leiten sich von "tragen" ab. Den Nektar und Pollen eintragen. Tracht wird nur im Singular verwendet.

Als Tracht bezeichnet der Imker das gesamte Angebot an Pollen, Nektar und Honigtau. Das heißt, die Tracht ist die Ernährungsgrundlage, die für ein Bienenvolk aktuell zur Verfügung steht. Eine gute Tracht ist die Grundlage für eine reiche Honigernte.

Man unterscheidet nach Umfang der Tracht die Massentracht von der Läppertracht. Aus Sicht der Honigernte teilt man die Trachten je nach Jahrszeit in Frühtracht (erste Honigernte des Jahres), Sommertracht und Spättracht ein.

Varroose - Varroamilbe

Unter Varroose versteht man den Befall eines Bienenvolkes mit der parasitären Varroamilbe (Varroa destructor). Die Varroamilbe lebt von der Hämolymphe der erwachsenen Biene und der Bienenbrut. Die Milbe schlüpft in den Brutzellen der Bienen. Sie besitzt eine hohe Vermehrungsrate. Die Varroamilbe wurde vor einigen Jahren eingeschleppt und ist zu einer ernsten Bedrohung für die Bienenvölker geworden.

Anfänglich wurde die Art Varroa destructor mit der Art Varroa jacobsonii verwechselt. Letztere kommt aber ausschließlich in Südostasien vor.

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