Pfad:

Anfängerschulung

>

Die Bienen

>

Biologie der Honigbiene

>

Sinne der Honigbiene

 

Sehen, Farben und Farbwahrnehmung

Blüte des Diptam
Blüte des Diptam

Die Bienen besitzen zwei Typen von Augen: Komplexaugen und Punktaugen (Ocellen). Unterschiedliche Aufgaben bedingen einen unterschiedlichen Bau und unterschiedliche Eigenschaften dieser Augen.

Im Flug

Der Bau der Komplexaugen ermöglicht eine sehr gute zeitliche Auflösung des Sehens. Komplexaugen sind hervorragend geeignet, um Bewegungen zu erkennen und während einer schnellen Bewegung zu sehen. Die Bienen können damit Muster erkennen und im Vorbeiflug die eigene Geschwindigkeit ermitteln.

Die im Dreieck auf der Stirn angeordneten Ocellen unterstützen die Bienen in der Kontrolle der Flugbewegungen. Sie können vermutlich aufgrund ihrer Platzierung auf der Stirn die Lage des Horizontes ermitteln und helfen eine stabile Fluglage zu halten.

Für Hautflügler (Hymenoptera) wie die Honigbiene wurde eine Licht-Kompassorientierung nachgewiesen, die zum einen durch die Ocellen ermöglicht wird. Zum anderen kann eine Honigbiene durch ihre Komplexaugen die Polarisation des Lichts erkennen. So ist auch an bedeckten Tagen ohne sichtbare Sonne und Horizont eine Orientierung möglich.

Fernsicht

Die Komplexaugen ermöglichen in der Ferne nur eine grobe, rasterartige Wahrnehmung. Diese Art der Wahrnehmung erleichtert es, markante Geländemarken, wie Waldränder oder einzeln stehende Bäume zu erkennen.

Am Ziel - Nahsicht und Farbwahrnehmung

Ist eine Sammelbiene nahe am Ziel, so reicht die Auflösung eines Komplexauges, um Blüten zu erkennen. Eine Biene kann ultraviolettes Licht sehen, aber kein rotes Licht. Dies hilft ihr Blüten zu erkennen. Blüten besitzen aus Sicht der Bienen andere Farben, als wir sie sehen. Farbmuster auf den Blütenblättern helfen den Bienen Pollen und Nektar zu finden. Sie weisen den Bienen den richtigen Landeplatz in der Blüte aus. Diese Farbemale (Pollen- und Saftmale) auf den Blütenblättern sind für uns Menschen nur bedingt sichtbar, da sie häufig ultraviolette Anteile enthalten. Was für uns ein rein weißes Blütenblatt ist, kann für die Biene eine deutliche Musterung aufweisen.

Blättern

Begriffe aus dem Glossar

Farbmal

Auf den Kronblätter findet man häufig Farbflecken oder eine andersfarbige Zeichnung vor. Der Oberbegriff hierfür ist Farbmale. Die Blüte zeigt den Bestäubern mithilfe eines Farbmales, dass es hier Nektar oder/und Pollen gibt. Die Farbmale als Wegweiser treten daher besonders bei Blüten auf, dessen Pollenvorräte oder Nektarien im Inneren der Blüte liegen.

Nektar

Die meisten Blüten sondern eine zuckerhaltige Flüssigkeit ab, den Nektar. Die Drüsen in den Blüten werden Nektarien genannt. Abhängig von der Pflanzenart, der Witterung und der Tageszeit schwankt die Menge des abgegebenen Nektars.

Aus dem Nektar erzeugen die Bienen den Blütenhonig.

Pollen
lat. pollen feiner Staub.

Der Pollen wird allgemein auch Blütenstaub genannt. Der Pollen wird von Samenpflanzen zur geschlechtlichen Fortpflanzung produziert. Pollen sind mehr oder weniger kugelig. Den Bienen dient der Pollen vor allem als Eiweißnahrung.

Der Pollen einer jeden Pflanzenart zeigt eine charakteristische Oberflächenstruktur. Die Analyse dieser Struktur ermöglicht eine Zuordnung zur Pflanzenfamilie, teilweise auch bis zur Gattung oder Art.

Die Lehre von der Analyse des Pollens im Honig wird Melissopalynologie genannt.

Cookies

Bitte aktivieren Sie Cookies. Geben Sie in Ihrem Browser die Möglichkeit frei, ein Cookie für die Domian die-honigmacher.de zu speichern. Nur dann können Sie die zusätzlichen Lernerdienste nutzen.

Einloggen


Lesezeichen

aktuelle Lesezeichen:

Sie haben keine Lesezeichen gesetzt.
Lernstand
 
Empfehlungen
Zurzeit liegen keine Empfehlungen vor.
Anfänger
Zurück zur Startseite des Portals die Honigmacher Zum Redaktionssystem