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Ökonomie des Bienenvolkes

 
 

Die Ressourcen des Unternehmens Bien

Unter Ressourcen versteht man die Mittel, die man braucht, um ein Vorhaben durchzuführen oder eine Produktion zu betreiben. Sie kennen das von Ihrer eigenen Haushaltskasse: Sie können nur ausgeben, was Sie einnehmen. Dem Bienenvolk geht es da nicht anders als einem normalen Haushalt, nur dass Bienen nicht mit Geld umgehen und keinen Kredit aufnehmen können.

Welche Ressourcen hat ein Bienenvolk? Bienen brauchen Baustoffe und Energielieferanten für ihren Stoffwechsel und die Aufzucht der Brut. Also zu den Betriebsmitteln eines Bienenvolkes gehören die eingelagerten Vorräte an Honig und Pollen. Hinzu kommt die aktuelle Tracht, die sich im Einzugsgebiet, dem Flugradius, des Volkes befindet.

Hinzu kommt vor allem im Frühjahr der Bedarf an Wasser. Wasser wird benötigt, um die Honigvorräte zu verflüssigen. Honig ist hoch konzentrierter Zucker, der teilweise auskristallisiert ist. Dieser Wasserentzug muss teilweise wieder rückgängig gemacht werden, um die Zucker als Nahrung nutzen zu können.

Das Angebot an Tracht schwankt in unseren geografischen Breiten im Laufe des Jahres. Besonders im Frühjahr, wenn die neue Brut angelegt und aufgezogen wird, gibt es Engpässe. Brennstoff in Form des eingelagerten Honigs bzw. Futters gibt es meist noch. Aber es werden zur Produktion des Futtersaftes große Mengen an Eiweiß benötigt. Ausreichend Pollen steht noch nicht zur Verfügung. Die Winterbienen haben daher in ihren Fettkörpern besonders viele Eiweiße eingelagert, die jetzt bei der Produktion des Futtersaftes abgebaut werden. So gesehen ist die Arbeiterin nicht nur eine Personalressource.

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Begriffe aus dem Glossar

Eiweiß
wissenschaftlich Protein

Eiweiße sind ein wesentlicher Teil unserer Körpersubstanz. Die Eiweiße sind lange, fädige Moleküle, so genannte Makromoleküle. Sie setzen sich aus Aminosäuren zusammen. Die Aufgaben der Eiweiße sind vielfältig. Sie dienen als Strukturbestandteile wie die Kollagene oder als biologische Katalaysatoren, wie die Enzyme.

Die Bausteine der Eiweiße, Aminosäuren, kann der Organismus zum Teil selbst herstellen. Andere Aminosäuren, essentielle, müssen mit der Nahrung in Form von Eiweißen aufgenommen werden.

Fettkörper

Der Fettkörper ist ein typisches Organ der Insekten. In ihm werden Stoffe wie Glykogen (Kohlenhydrat), Fette und Eiweiße gespeichert. Der Fettkörper kann auch Stoffe synthetisieren. Aus Kohlenhydraten (Zucker) können Fette aufgebaut werden. Auch die Bausteine für den Aufbau des Bienenwachses stammen aus dem Fettkörper. Der Fettkörper wird von der Haemolymphe umflossen, sodass ein reger Stoffaustausch möglich ist.

Der Fettkörper ist in seiner Funktion teilweise vergleichbar mit der Leber der Wirbeltiere.

Honig
althochdt.: honang der Goldfarbene

Honig ist ein von Honigbienen aus dem Nektar von Blüten oder den Sekreten von Pflanzenläusen (Honigtau) hergestelltes Nahrungsmittel. Bienen lagern den Honig zur Nahrungsvorsorge in Honigwaben im Bienenstock.

Stoffwechsel
Der wissenschaftliche Ausdruck für Stoffwechsel ist Metabolismus.

Jedes Lebewesen hat einen Stoffwechsel. Stoffwechsel steht für die Aufnahme, den Transport und die chemische Umwandlung von Stoffen in einem Organismus. Diese biochemischen Vorgänge dienen dem Aufbau und dem Erhalt der Körpersubstanz sowie der Beschaffung von Energie für den Organismus. Stoffwechsel beginnt mit der Aufnahme von Nahrung und endet mit der Abgabe von Abbauprodukten.

Mit Stoffwechsel ist generell die chemische Veränderung von Stoffen innerhalb eines Organismus gemeint.

Tracht
Tracht leiten sich von "tragen" ab. Den Nektar und Pollen eintragen. Tracht wird nur im Singular verwendet.

Als Tracht bezeichnet der Imker das gesamte Angebot an Pollen, Nektar und Honigtau. Das heißt, die Tracht ist die Ernährungsgrundlage, die für ein Bienenvolk aktuell zur Verfügung steht. Eine gute Tracht ist die Grundlage für eine reiche Honigernte.

Man unterscheidet nach Umfang der Tracht die Massentracht von der Läppertracht. Aus Sicht der Honigernte teilt man die Trachten je nach Jahrszeit in Frühtracht (erste Honigernte des Jahres), Sommertracht und Spättracht ein.

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