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Aufbau eines Bienennestes

 

Entwicklung der Biene und ihre Metamorphose

Stift - Ei einer Honigbiene
Stift - Ei einer Honigbiene

Die Entwicklung der Biene vom Ei bis zum Imago erfolgt unglaublich schnell in nur drei Wochen. Andere Insekten haben Entwicklungszeiten von Monaten oder gar Jahren, wie z. B. bei den Libellen und unserem Maikäfer.

Die rasche Entwicklung ist eine Anpassung an die Lebensweise als Bienenstaat. Umgekehrt gilt aber auch, dass eine so schnelle Aufzucht der Brut nur in einem Bienenstaat möglich ist. Ammenbienen und ein konzentrierter Futtersaft machen es möglich. Die Entwicklung der Honigbiene lässt sich in drei Phasen unterteilen: Ei, Wachstumsphase und Phase der Ausdifferenzierung.

Entwicklung im Ei

Nach dem das Ei befruchtet und gelegt wurde, beginnt im Ei die Embryonalentwicklung. Aus der Eizelle entwickelt sich durch mehrfache Zellteilung der Embryo. Die Zellen differenzieren sich zu Organen aus und es entsteht die Larve der Biene. Die Larve schlüpft am 3. oder 4. Tag aus der Eihülle.

Rundmaden und Futtersaft
Rundmaden und Futtersaft

Wachstumsphase

Die Larve wird von den Ammenbienen gefüttert. Diese intensive Versorgung des Nachwuchses ermöglicht das außergewöhnlich schnelle Wachstum der Larve. Die Rundmade der Arbeiterin erreicht ihr maximales Gewicht von 150 bis 160 mg in nur fünf Tagen. Das Gewicht des Eies beträgt circa 0,3 mg. Daraus folgt ein Gewichtszuwachs um das 500-Fache.

Wie jedes Insekt muss die Biene in ihrer Entwicklung und damit in ihrem Wachstum Häutungen durchlaufen. Sie muss ein neues, größeres Exoskelett aufbauen und ihr altes Exoskelett, das nicht mit wächst, abstoßen. Eine Bienenlarve häutet sich vier Mal während der Wachstumsphase. Das Exoskelett der Larven ist sehr dünn und kaum chitinisiert. Eine Exuvie, die abgestoßene Haut, ist meist nicht zu finden. Wahrscheinlich wird sie umgehend gefressen, da sie aus Eiweißen besteht.

Streckmade in verdeckelter Brutzelle
Streckmade in verdeckelter Brutzelle

Ausdifferenzierung - Metamorphose

Hat die Rundmade ihr maximales Gewicht erreicht, so streckt sie sich. Sie wird zur Streckmade und die Arbeiterinnen verdeckeln die Brutzelle. Weitere Nahrung wird nicht mehr aufgenommen. Die Streckmade spinnt einen feinen Kokon. Äußerlich sind keine Bewegungen mehr zu verzeichnen - die Larve ist zur Vorpuppe geworden. Die Puppenruhe hat begonnen. Innerlich passiert viel: Nach einer weiteren Häutung entwickelt die Puppe eine sehr komplexe Struktur. Sie macht einen Formenwandel, die Metamorphose, durch und differenziert sich zur erwachsenen Biene.

Drohn mit Puppenhaut
Drohn mit Puppenhaut

Ende der Puppenruhe - 6. Häutung

Am Ende der Metamorphose wirft die erwachsene, voll ausdifferenzierte Biene ihre Puppenhaut ab. Die 6. Häutung ist zeitgleich und identisch mit dem Öffnen des Deckels und dem Schlüpfen aus der Brutzelle.

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Begriffe aus dem Glossar

Chitin
gr. chiton Hülle, Panzer

Chitin ist ein natürlich vorkommendes Polysaccharid. Es tritt bei Pilzen, Gliedertieren und Weichtieren sowie einigen Fischen auf. Es ist ein Makromolekül, dass für die Bildung und Stabilität von Strukturen verantwortlich ist. Es ist ähnlich und in der Funktion vergleichbar mit der Cellulose der Pflanzen. Von der Cellulose unterscheidet sich Chitin durch eine stickstoffhaltige Acetamidgruppe. Dies bedingt, dass Chitin stabiler und haltbarer als Cellulose ist.

Bei Pilzen ist Chitin wesentlicher Bestandteile der Zellwand. Bei Gliederfüßern, wie den Insekten und Krebsen, ist Chitin der Hauptbestandteil des Exoskeletts. Chitin bildet im Verbund mit Proteinen, wie Sklerotin, oder Calciumcarbonat (Krebstiere) einen harten und gleichzeitig flexiblen Baustoff für das Exoskelett.

Exoskelett
lat. exo außen; gr. skeletos ausgetrockneter Körper

Ein Exoskelett, also Außenskelett, besitzen die Gliederfüßer (Arthropoda). Das Gegenteil, ein Endoskelett, besitzen alle Wirbeltiere mit der zentralen Wirbelsäule. Wichtiger Bestandteil des Exoskeletts der Arthropoden ist Chitin. Weitere Exoskelette sind Schneckenhäuser und Muschelschalen.

Das Exoskelett umschließt den Organismus vollständig. Es ist Schutz und Stützstruktur in einem. Die Fortbewegung des Organismus erfolgt durch die von innen an das Exoskelett angeheften Muskeln.

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