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Krankheiten der Biene

 

Schwarzsucht

Schwarze Bienen
Schwarze Bienen

Es ist nicht klar, ob man Schwarzsucht wirklich als Krankheit bezeichnen soll oder nur als eine zeitlich begrenzte Erscheinung. Die Bienen wirken dunkler, sind fast schwarz. Der Eindruck entsteht, weil die Bienen ihre Haare ganz oder teilweise verloren haben. Die typischen hellen Filzbinden auf dem dunklen Abdomen sind nicht mehr vorhanden. Der Verlust der Haare kann auch bei Räuberei auftreten oder durch eine Vergiftung ausgelöst werden.

Faktorenkrankheit

Schwarzsucht ist eine nicht infektiöse Krankheit. Unterschiedliche Faktoren können zur Schwarzsucht führen.

Pollenmangel und der damit verbundene Mangel an Aminosäuren werden meist als Ursachen angenommen. Der Mangel an stickstoffhaltigen Verbindungen führt zu einem Mangel an Aminosäuren und anderer stickstoffhaltiger Verbindungen in der Cuticula. Die Cuticula wird dadurch brüchig, so dass die Haare schon bei geringster Berührung ausfallen.

Die Schwarzsucht tritt meist zur Zeit der Honigtautracht von Fichte und Tanne auf. Sie wird daher auch Waldtrachtkrankheit bezeichnet. Vermutet wird, dass das Zuckerspektrum des Honigtaus die Erkrankung fördert. Es gibt Vermutungen, dass es infolge zu Veränderungen der Darmzellen kommt. Verschiedene Bakterien und Rußtaupilze, die den Honigtau besiedeln, sollen ebenfalls Einfluss auf den Ausbruch der Krankheit haben. Die Zeit des Honigtaus ist meist auch eine Zeit der geringen Pollentracht.

Das Chronische Bienenparalyse Virus kann ebenfalls zu den Symptomen der Schwarzsucht führen.

Übertragung

Die Gefahr einer Übertragung, einer Infektion besteht nur, wenn Bakterien oder Viren am Ausbruch der Schwarzsucht beteiligt sind.

Behandeln

Die Verlagerung der Bienenvölker an einen Standort ohne Honigtautracht kann helfen. Der neue Standort sollte eine reiche Tracht an Nektar und Pollen bieten.

Räubereibedingte Schwarzsucht entsteht durch Kämpfe innerhalb der Beute und das dadurch bedingte mechanische Abscheren von Haaren.

Vorbeugen

Es sollten Standorte mit einer abwechslungsreichen Tracht gewählt werden. Will man gezielt Honigtautrachten von Fichte und Tanne anwandern, ist dies natürlich nicht zu erzielen.

Generell sollte alles unternommen werden, um Räuberei unter den Völkern zu verhindern.

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Begriffe aus dem Glossar

Faktorenkrankheit

Bei der Bienenhaltung spricht man von einer Faktorenkrankheit, wenn mehrere Faktoren erforderlich sind zum Ausbruch einer Erkrankung. Es sind immer Faktoren, die die Biene schwächen: Hungerperioden, schlechtes Wetter, ein Kälteeinbruch im Frühjahr oder fehlende Hygiene am Bienenstand.

Ein typisches Bespiel für eine Faktorenkrankheit ist die Nosemose. Die Sporen des Erregers können in jedem Volk nachgewiesen werden, aber nur selten kommt es zum Ausbruch der Erkrankung.

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