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Krankheiten der Biene

 

Ruhr (nicht infektiöse)

Verkoteter Rahmen
Verkoteter Rahmen

Die nicht infektiöse Ruhr ist wie die Amöbenruhr eine Durchfallerkrankung der erwachsenen Biene. Die nicht infektiöse Ruhr ist eine typische Faktorenkrankheit.

Kennzeichen sind Kotflecken in der Beute. Anders als bei der Nosemose sind die Darmzellen nicht betroffen und intakt. Als Abgrenzung zur Amöbenruhr sind die Maliphigischen Gefäße normal und nicht angeschwollen. Für die Diagnose ist das Öffnen toter Bienen notwendig. Sie sollten einen BSV hinzuziehen.

Krankheitsverlauf

Eine stark angeschwollene Kotblase zwingt die Bienen zum Abkoten in der Beute. Das Problem tritt gehäuft zum Ende der Winterruhe auf, wenn die Bienen die Beute noch nicht zu einem Reinigungsflug verlassen konnten.

Faktorenkrankheit

Einen Erreger dieser Ruhr gibt es nicht. Als Ursachen gelten:

  • ungeeignetes, weil ballaststoffreiches Winterfutter
  • überhöhte Nahrungsaufnahme während der Winterruhe
  • ungünstiges Kleinklima in der Beute - Unterkühlung.

Übertragung

Da es keinen Erreger gibt, kann auch keine Infektion oder Übertragung stattfinden.

Behandeln

Ist die Winterruhe vorbei und können die Bienen zum Koten ausfliegen, so kann mit verdünntem Zuckerwasser das Volk gestärkt und die Heilung beschleunigt werden. Eine zweizargige Beute sollte auf einzargig reduzieren, wenn es der Volksgröße angemessen ist, um eine weitere Unterkühlung zu vermeiden.

Vorbeugen

Das vorbeugende Handeln muss bereits während der Wintereinfütterung im Jahr zuvor erfolgen. Achten Sie auf gutes, ballastarmes Winterfutter. Das Winterfutter sollte keine Zusatzstoffe enthalten. Wenn Sie Honig zur Wintereinfütterung verwenden, dann nur eigene Ernte und keinen gekauften Honig. Verwenden Sie keinen Honig mit einem hohen Anteil an Honigtau, da dieser besonders reich an Ballaststoffen ist.

Sorgen Sie für eine ungestörte Winterruhe Ihrer Bienen. Setzen Sie rechtzeitig im Herbst Mäusegitter ein und hängen Sie ein schützendes Netz gegen Vogelattacken über die Beuten.

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Begriffe aus dem Glossar

Bienensachverständige

Der Bienensachverständige bzw. die Bienensachverständige (BSV) sind ausgebildete und erfahrene Imker, die an speziellen Fortbildungen teilgenommen und eine Prüfung abgelegt haben. Jeder Landesverband bildet BSV aus. Zu den Aufgaben eines BSV gehören die Beratung, Information und Schulung der Imkerinnen und Imker vor Ort.

Bienensachverständige unterstützen staatliche Veterinärämter in der Vorbeugung und Bekämpfung von Bienenkrankheiten. Der amtliche Veterinär kann Aufgaben auf den BSV übertragen.

Faktorenkrankheit

Bei der Bienenhaltung spricht man von einer Faktorenkrankheit, wenn mehrere Faktoren erforderlich sind zum Ausbruch einer Erkrankung. Es sind immer Faktoren, die die Biene schwächen: Hungerperioden, schlechtes Wetter, ein Kälteeinbruch im Frühjahr oder fehlende Hygiene am Bienenstand.

Ein typisches Bespiel für eine Faktorenkrankheit ist die Nosemose. Die Sporen des Erregers können in jedem Volk nachgewiesen werden, aber nur selten kommt es zum Ausbruch der Erkrankung.

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