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Krankheiten der Biene

 

Nosemose - Nosematose

Die Nosemose ist die häufigste Krankheit der erwachsenen Biene. Die Erreger der Nosemose sind parasitäre Einzeller, Kleinsporentierchen (Microspora), die meist zu den Pilzen gerechnet werden. Es sind zwei Arten als Parasiten der Honigbiene Nosema apis und Nosema ceranae bekannt. Nosema ceranae war ursprünglich nur in Asien als Parasit der östlichen Honigbiene (Apis cerana) verbreitet. Mittlerweile kommt Nosema ceranae auch in Europa verbreitet vor.

Krankheitsverlauf

Im Anfangsstadium erkrankte Tiere sind matt und flugunfähig. Die Krankheit wird daher auch Frühjahrsschwindsucht genannt. Die Bienen haben einen angeschwollenen Hinterleib (Abdomen) und leiden an Durchfall. Bienen sind reinliche Tiere; ein deutliches Warnsignal ist daher, wenn vermehrt Kot und Kotspritzer im Bienenstock auftreten.

Die Einzeller leben im Mitteldarm der Biene. Sie parasitieren im Inneren der Darmzellen. Dort vermehren sie sich und bilden Sporen. Die Darmzelle platzt und entlässt Millionen von Sporen. Worauf diese weitere Darmzellen infizieren. Die Erreger sind schwer zu bekämpfen, da die Sporen als Dauerstadien mehrere Jahre überdauern können.

Frisch geschlüpfte Bienen sind praktisch parasitenfrei. Die Infektion der Bienen erfolgt durch Aufnahme von Sporen. Der Ausbruch der Krankung beginnt, indem viele Sporen im Darm der Biene auskeimen. Die Einzeller befallen dann die Darmzellen der Biene und vermehren sich massiv in den Darmzellen. Die Zellen werden durch die Erreger zerstört. Die Erreger befallen weitere Zellen. Ein starker Befall führt zur Zerstörung des Darms und zum Tod der Biene.

Faktorenkrankheit

Die Nosemose ist eine typische Faktorenkrankheit. Die Sporen des Erregers können in jedem Volk nachgewiesen werden. Man sagt der Erreger ist ubiquitär (überall) verbreitet. Zum Ausbruch der Krankheit kommt es nur, wenn mehrere Faktoren, die die Biene schwächen, zusammenkommen: Hungerperioden, schlechtes Wetter, ein Kälteeinbruch im Frühjahr oder Belastung durch Varroamilben oder Pestizide.

Übertragung

Vor allem Putzbienen nehmen die Sporen beim Reinigen der Brutzellen oder generell des Bienenstockes auf, da speziell Kotreste viele Sporen enthalten. Die Übertragung zwischen den Völkern erfolgt durch kontaminierte Waben oder ungenügend gereinigte Gerätschaften des Imkers.

Behandeln

Ein Volk kann die Nosemose überwinden (Selbstheilung). Es sollte auf Faktoren, wie die Varroamilbe, untersucht werden. Varroabehandlung, Fütterung oder Umweiseln können gegebenenfalls helfen. Gelingt eine Heilung nicht, sollte das Volk abgetötet werden.

Vorbeugen

Ein Austausch von Waben zwischen Völkern sollte daher vermieden werden. Auch bei der Räuberei und dem Verfliegen einzelner Bienen können die Sporen übertragen werden.

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Begriffe aus dem Glossar

Einzeller

Der Begriff Einzeller bezeichnet alle Lebewesen, die aus nur einer Zelle bestehen. Sie können taxonomisch unterschiedlichen Gruppen angehören. Bakterien sind immer Einzeller, ebenso alle Blaualgen. Unter Pilzen, Pflanzen und Tier gibt es ebenfalls Einzeller, auch wenn in diesen Gruppen die Mehrzellern oder Vielzellern überwiegen. Protozoen und Archebakterien zählen sind ebenfalls Einzeller.

Faktorenkrankheit

Bei der Bienenhaltung spricht man von einer Faktorenkrankheit, wenn mehrere Faktoren erforderlich sind zum Ausbruch einer Erkrankung. Es sind immer Faktoren, die die Biene schwächen: Hungerperioden, schlechtes Wetter, ein Kälteeinbruch im Frühjahr oder fehlende Hygiene am Bienenstand.

Ein typisches Bespiel für eine Faktorenkrankheit ist die Nosemose. Die Sporen des Erregers können in jedem Volk nachgewiesen werden, aber nur selten kommt es zum Ausbruch der Erkrankung.

Putzbiene

In den ersten Tag nach dem Schlüpfen bleibt eine Arbeiterin im Bereich der Brutwaben. Sie reinigt Brutzellen von den Resten der letzten Brut. Diese Rest sind Kot und Teil des Gespinstes, das die Streckmade als ihren Kokon gesponnen hat.

Spore

Sporen nennt man ein einzelliges Entwicklungsstadium von Lebewesen. Sporen dienen der Vermehrung, der Ausbreitung oder der Überdauerung ungünstiger Umweltbedingung wie Trockenheit oder extremer Kälte. Sporen sind sehr widerstandsfähig. Sie können ihren Stoffwechsel vorübergehend einstellen und verbrauchen so weder Nährstoffe noch Sauerstoff.

Bakterien und Pilze können Sporen ausbilden und damit extreme Umweltbildungen überleben. Sporen, die Einfrieren und Hitze überstehen, machen uns Mensch Probleme bei der Bekämpfung von Krankheiten.
Bei den höheren Pflanzen werden das Pollenkorn (Mikrospore) und der Embryosack mit der Eizelle (Megaspore) als Sporen bezeichnet.

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