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Das Imkerjahr

 

Herbst - Schutz der Völker

Beuten im Herbst
Beuten im Herbst

Jetzt im Oktober und November kommen die ersten Nachtfröste. Sie sollten jetzt die Einwinterung Ihrer Völker abschließen. Die letzten Völker sind eingefüttert. Der Raum muss auf die Größe der Völker angepasst sein, um eine Unterkühlung während des Winters zu vermeiden. Wirtschaftsvölker überwintern zweizargig. Kleine Völker und Ableger dieses Jahres gehen einzargig in den Winter.

Bei schönem Wetter gibt es noch einzelne Trachtflüge zu Äckern mit Ölsaat oder Weißem Senf. Oder Ihre Bienen schauen beim blühenden Efeu Ihres Nachbarn vorbei. Viel Tracht wird nicht mehr eingetragen. Die Brutsaison wird beendet.

Flugloch mit Schutzgitter
Flugloch mit Schutzgitter

Mäusegitter und Vogelnetz

Die Fluglöcher wurden schon während der Wintereinfütterung durch Fluglochkeile eingeengt, um mögliche Räubereien durch Nachbarvölker zu unterbinden. Jetzt ist es an der Zeit, Mäusegitter einzusetzen. Wenn die Bienen sich in die Wintertraube zurückziehen, können sie eindringende Mäuse nicht abwehren.

Um Attacken von Spechten abzuwehren, werden über die Beute Netze gespannt. Die Netze sollten nicht eng anliegen, sondern seitlich abgespannt werden.

Oxalsäure-Anwendung
Oxalsäure-Anwendung

Oxalsäure gegen Varroamilben

Im Laufe des Novembers beenden die Bienen das Brutgeschäft. Wenn die ersten Nachtfröste kommen, rücken die Bienen in der Wintertraube zusammen, die Temperatur in der Beute sinkt ab und die Königin legt keine Eier mehr. Ist der Herbst sehr mild, endet die Brut manchmal erst im Dezember. Zur Sicherheit sollte man für ein paar Tage die Bodeneinlage einlegen und auf Anzeichen von Brut untersuchen.

Sind die Völker frei von Brut, so ist es Zeit für die Behandlung mit Oxalsäure. Seit der letzten Behandlung mit Ameisensäure im September sind 2 bis 3 Monate, in denen die Milben sich vermehren konnten, vergangen. Man spricht daher auch von Restentmilbung.

Beträufeln der Bienen in der Wintertraube
Beträufeln der Bienen in der Wintertraube

Wenn es kalt ist, wird geträufelt.

Jetzt ist es zu kalt, um Waben zu ziehen und die Oxalsäure aufzusprühen. Die Oxalsäure wird daher auf die Bienen in den Wabengassen geträufelt. Natürlich wird nur in belegte Gassen geträufelt. Der Zucker, der der Lösung zugesetzt wurde, löst das gegenseitige Putzen aus und sorgt so für eine Verteilung der Oxalsäure unter allen Bienen.

Es dauert etwa 8 bis 10 Tage, bis alle Milben gefallen sind. Das sollte mithilfe der Bodeneinlage kontrolliert werden. Eine Behandlung am nicht brütenden Volk ist erforderlich, um die Milbenlast für das Überwintern zu reduzieren. Erfahrungsgemäß gibt es immer wieder Völker, die trotz Behandlung mit Ameisensäure im Herbst jetzt hohe Milbenzahlen aufweisen.

Eine Oxalsäurebehandlung muss bis zum Jahresende abgeschlossen sein, um die vorgeschriebene Wartezeit bis zur nächsten Honigernte einzuhalten. Außerdem beginnen in manchen Regionen bei milder Witterung die Völker schon im Januar mit der neuen Brut.

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