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Das Imkerjahr

 

Frühling

Die Definition von Frühling sollte hier nicht dem Gregorianischen Kalender, sondern dem Phänologischen Kalender folgen. Der Frühling beginnt je nach Jahr und Witterungsverlauf zu unterschiedlichen Zeiten. Auch die Region und die Höhenlage sind für den Frühlingsbeginn und damit für die Entwicklung der Völker entscheidend.

Schauen Sie sich die Natur in der Umgebung Ihrer Bienenvölker an. Verfolgen Sie den Witterungsverlauf!

Im Frühling baut das Bienenvolk das Brutnest auf. Deshalb wird die jetzt eingetragene Tracht als Aufbautracht bezeichnet. Die Völker von Frühtrachtbienen (Carnica) entwickeln sich rapide. Das Brutnest nimmt an Größe zu und entsprechend stehen drei Wochen später mehr Arbeiterinnen zur Verfügung. Sommerbienen treten an die Stelle der Winterbienen - ein Generationswechsel.

Das macht Sinn. Denn Ende April bis Mai stehen in niedrigen Lagen die ersten Massentrachten an. Je nach Region wird die Blüte des Raps oder die Blüte der Obstbäume die Massentracht sein. In manchen Regionen ist es die Blüte des Löwenzahns. Zu dem Zeitpunkt werden die Völker stark genug sein, um diese Ressourcen effektiv zu nutzen. Das ist der Vorteil der Honigbienen gegenüber den anderen Bienenarten, die nicht als Volk überwintern.

Frühjahrskontrolle
Frühjahrskontrolle

Arbeiten

Imker und Imkerin müssen die Entwicklung ihrer Völker verfolgen. Jetzt ist die Zeit für die erste gründliche Kontrolle der Völker. Gerade als Anfänger und Anfängerin sollten Sie sich jetzt jede Wabe einmal anschauen. Hat das Volk den Winter gut überstanden? Wie viel offene und verdeckelte Brut ist vorhanden? Reichen die Futtervorräte? Tragen Sie Ihre Beobachtungen in die Stockkarte ein!

Entwickeln sich einzargige Völker gut, so kommt der Zeitpunkt, um den zweiten Brutraum aufzusetzen: Raum geben. Macht man dies nicht, so bremst man die Entwicklung des Volks und fördert eine frühe Schwarmbildung.

Sind die Nächte frostfrei, so sollten Sie die Fluglochkeile und Mäusegitter entfernen. Die Völker sind jetzt so stark und aktiv, dass sie eindringende Spitzmäuse abwehren.

Mit Beginn der Brut wandern vorhandene Varroamilben von den Arbeiterinnen in die Brutzellen. Die Varroamilbe wechselt von der phoretischen in die reproduktive Phase. Die Vermehrung der Varroamilbe können wir bremsen, indem wir Drohnenrahmen einhängen und verdeckelte Drohnenbrut ausschneiden.

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Begriffe aus dem Glossar

Brutraum

Das ist der Bereich in einer Beute, in dem die Königin Eier ablegt und die Brut herangezogen wird. Innerhalb dieses Brutnestes gibt es unterschiedliche Zonen, in denen die Waben überwiegend mit Brut, Honig oder Pollen gefüllt sind.

In der Magazinimkerei besteht ein Brutraum aus ein oder zwei Zargen.

Massentracht

Das Angebot an Tracht ist reichhaltig. Das Volk wächst und legt große Honigvorräte an. Der Imker kann Honig ernten. Typische Pflanzen, die meist eine Massentracht bieten, sind Klee oder Raps.

Phänologischer Kalender
gr. phaen leuchten, erscheinen, zeigen

Der Phänologische Kalender entspricht nicht dem Gregorianische Kalender mit einer starren Einteilung in Tage, Wochen und Monaten. Der Phänologische Kalender richtet sich nach der Entwicklung der Natur im Jahreslauf. Die zu beobachtenden Phänomene sind abhängig vom Verlauf der Witterung. Entsprechend verschieben sich Termine und Jahreszeiten jedes Jahr. In unseren, den gemäßigten Breiten der Nordhalbkugel zeigen sich deutliche Unterschiede in der Pflanzen- und Tierwelt. Entsprechend können wir zehn biologisch begründete phänologische Jahreszeiten im Phänologischen Kalender beobachten.

Sommerbiene

Als Sommerbienen werden in der Imkerei, die Arbeiterinnen bezeichnet, die zwischen März und August erbrütet werden. Ihre Lebensdauer beträgt etwa 6 Wochen und ist damit im Vergleich mit den Winterbienen sehr kurz.

Stockkarte

Die Stockkarte ist so zu sagen die Buchführung in der Imkerei. Zu jedem Volk sollte es eine Stockkarte geben. In der Karte wird notiert, welche imkerlichen Arbeiten durchgeführt wurden und in welchem Zustand sich das Volk befindet. Es wird festgehalten, wieviele Brut- und Honigräume aufgesetzt sind. Eine Umweiselung wird notiert. Und es gibt Raum für besondere Vorkommnisse und Beobachtungen.

Winterbiene

Winterbienen sind die Arbeiterinnnen, die einen kompletten Winter überleben. Sie werden im August und September erbrütet und leben bis zum folgenden März oder April. Sie haben also eine deutlich längere Lebenserwartung als eine Sommerbiene. Sie pflegen die erste Brut des neuen Jahres.

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