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Hochsommer

 
 

Sommertracht und Honigtau

Im Hochsommer kann sich die Zusammensetzung der Tracht entscheidend verändert. Schild- und Blattläuse hatten während des Frühlings und Frühsommers reichlich Zeit, sich zu vermehren. Ihre Populationen erreichen meist im Hochsommer ihren zahlenmäßigen Höhepunkt. Die langen, meist sonnigen Tage haben die Fotosynthese der Bäume angekurbelt. Die Pflanzen transportieren jetzt im Phloem so viele Kohlenhydrate, dass die Läuse einen großen Überschuss an Zuckern aufnehmen. Sie produzieren entsprechend viel Honigtau, der sich jetzt als klebrige Schicht auf Blätter und Nadeln legt.

Honigtautracht

Die Honigtautracht, auch Waldtracht genannt, ist vor allem im süddeutschen Raum von großer Bedeutung. Hier sind es die Nadelbäume, die Tannen und Fichten der Mittelgebirge, die mitunter stark von Läusen befallen werden und auf denen dann viel Honigtau produziert wird. Im Norden werden in einzelnen Jahren Laubbäume wie Linden, Eichen, Ahorn oder Edelkastanien von Blattläusen befallen. Tritt ein echter Massenbefall ein, so wird in größeren Mengen Honigtau produzieren.

Die Honigtautracht ist eine unsichere Tracht. Die Entwicklung der Läuse und der Umfang der Produktion von Honigtau sind von vielen Faktoren abhängig. Ein wichtiger Faktor ist das Klima, dass sich jedes Jahr unterschiedlich entwickelt. Es gibt Jahre, in denen es keinen Honigtau in einer als Tracht bedeutsamen Menge gibt. In anderen Jahren gibt es Honigtautrachten in Regionen, in denen diese völlig unüblich sind. Ein milder Winter und ein früh beginnendes Frühjahr können regional zu einer massenhaften Vermehrung der Läuse im betreffenden Jahr führen.

Sommertrachthonig

Bildlich gesprochen ist ein Sommertrachthonig einwenig wie eine Wundertüte. Man weiß nicht wirklich, was im aktuellen Jahr drin ist, bevor man ihn probiert hat.

Sommertrachthonige zeigen eine besondere Vielfalt und starke regionale Unterschiede. Sie sind spannend. Regional ist die Vielfalt an potenziellen Trachtpflanzen in Früh- und Hochsommer am höchsten. Hinzu kommen möglicherweise Anteile von Honigtau. Häufig entstehen Sommertrachthonige mit einem hervortretenden Trachtanteil, aber ohne dass die Sortenreinheit dafür erreicht würde. Dies können z. B. Honige aus Sommertracht mit Honigtau, Sommertracht mit Linde oder Sommerblütenhonig mit Kornblume sein.

Vorarbeiten des Imkers

Wichtig ist, dass zum Zeitpunkt einer Honigtautracht ausreichend gesunde Völker zur Verfügung stehen. Meist tritt eine Honigtautracht spät im Sommer auf. Eigentlich sollte die Behandlung der Varroamilbe mit Ameisensäure schon Ende Juli oder Anfang August erfolgen. Die Milben konnten sich seit dem Frühjahr in den Völkern vermehren und können zum ernsten Problem herangewachsen sein.

Völker, die jetzt im Hochsommer stark von der Varroamilbe befallen sind, können nicht zum Eintragen der Honigtautracht eingesetzt werden, sondern müssen umgehend behandelt werden. Daher muss auf die Nutzung einer Honigtautracht ab dem Frühjahr konsequent hingearbeitet werden. Nur die konsequente Entnahme der Drohnenbrut, ermöglicht den Befall mit der Varroamilbe in den Völkern niedrig zu halten. Man gewinnt so Zeit für eine späte Honigtautracht.

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Begriffe aus dem Glossar

Honigtau

Als Honigtau werden die Ausscheidungen bestimmter, pflanzensaugender Insekten (Blatt- und Rindenläuse, Zikaden) bezeichnet. Diese nehmen aus den Pflanzensäften einen Überschuss an Zuckern auf. Der Überschuss wird ausgeschieden und sammelt sich als winzige Tröpfchen, wie süßer Tau, auf den Nadeln oder Blättern der Bäume. Manche nennen den Überzug auch Blatthonig. Wenn Bienen diesen Honigtau aufsammeln, entsteht daraus der Waldhonig (Honigtauhonig).

Honigtauhonig
Honigtauhonig wird auch als Waldhonig bezeichnet.

Dies ist ein Honig, der hauptsächlich von Ausscheidungen pflanzensaugender Insekten (Hemiptera) aus lebenden Teilen von Pflanzen oder von Absonderungen lebender Pflanzen stammt. Honigtau sammeln die Bienen meist von Bäumen, deshalb heißt dieser Honig auch Waldhonig. Dieser Honig enthält weniger Glukose als Blütenhonig und bleibt länger flüssig.

Kohlenhydrate

Die Kohlenhydrate sind eine wichtige Grundlage unserer Ernährung. Unter diesem Begriff werden alle Zucker zusammengefasst. Hierzu gehört der Rohrzucker und der Traubenzucker, aber auch die Mehrfachzucker Stärke und Glykogen.

Siebröhre - Phloem

Als Siebröhren oder Siebzellen bezeichnet man in der Botanik pflanzliche Zellen, deren Hauptaufgabe der Transport von Stoffen ist. In den Pflanzen gibt es so genannte Leitbündel. Dies ist eine Art Röhrensystem für den Transport von Wasser (in Tracheen) nach oben und von Produkten der Photosynthese (in Siebröhren) zur Wurzel.

Ein Leitbündel wird unterteilt in die Bereiche Xylem (Tracheen für Wasser) und den Bereich Phloem (Siebröhren für gelöste Stoffe wie Zucker).

Honigtauhonig - Waldhonig

Dies ist ein Honig, der hauptsächlich von Ausscheidungen pflanzensaugender Insekten (Hemiptera) aus lebenden Teilen von Pflanzen oder von Absonderungen lebender Pflanzen stammt. Honigtau sammeln die Bienen meist von Bäumen, deshalb heißt dieser Honig auch Waldhonig. Dieser Honig enthält weniger Glukose als Blütenhonig und bleibt länger flüssig.

Zucker
wissenschatfl. Saccharide

Zucker ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche Zuckersorten. Im Alltag meinen wir mit Zucker meist die Saccharose, den Rohrzucker. Er wird aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben gewonnen. In der Lebensmittelkunde bezeichnet Zucker ein meist kristallisierendes, weißes, lösliches und süß schmeckendes Kohlenhydrat.

Einzelne Zuckermoleküle können Ketten bilden. Es entstehen so Mehrfachzucker wie Di-, Tri- oder Oligo- und Polysaccharide.

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