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Ausrüstung - Magazinimkerei

 
 

Wabenschleuder & Co.

Die Gerätschaften zum Schleudern und Abfüllen des Honigs wurden bereits im Kapitel zur Honigernte Schleudern, Rühren & Abfüllen mit ihren Funktionen vorgestellt. Hier gibt es daher nur eine kurze Beschreibung der Geräte und Werkzeuge.

Entdeckelungsgabel und -geschirr

Zum Abtrennen der Wachsdeckel von den Honigzellen verwendet man eine Gabel. Allerdings hat diese Entdeckelungsgabel deutlich mehr Zinken als die, mit der wir mittags unser Essen aufgabeln. Damit die Wabe gut aufliegt beim Entdeckeln und nicht wackelt, gibt es als stabile Ablage ein Entdeckelungsgeschirr. Dieses Geschirr ist aber nicht aus Porzellan, sondern aus Edelstahl. Dazu gehört eine Wanne, die Wachsdeckel und abgetropften Honig auffängt.

Wabenschleuder

Es gibt eine breite Palette an Wabenschleudern entsprechend dem Aufkommen an Honigwaben. Für den Anfang reicht eine Tangential-Schleuder für 3 oder 4 Waben mit einem manuellen Antrieb. Diese Schleudern gibt es auch gebraucht zu kaufen. Manche Imkervereine besitzen Schleudern, die man ausleihen kann. Für den Anfang ist das eine sehr gute Sache. Wichtig ist, dass das Rähmchenmaß natürlich zur Schleuder passen muss. Korb und Trommel einer Schleuder sollten, damit sie nicht korrodieren, aus Edelstahl sein.

Bei den Tangential-Schleudern liegen die Waben mit einer Seite nach außen. Da die Waben auf beiden Seiten Honig enthalten, muss man die Schleuder zwischendrin stoppen und die Waben umdrehen. Es gibt Tangential-Schleudern (Selbstwendeschleuder) mit einer Vorrichtung, die die Waben automatisch umdreht. In großen Schleudern werden die Waben radial angeordnet, sodass der Honig gleichzeitig an beiden Seiten der Wabe herausfließen kann. Größere Schleudern für ein hohes Wabenaufkommen werden über einen Elektromotor angetrieben.

Siebe und Seihtuch

Die erste Stufe der Reinigung des geschleuderten Honigs ist das Sieben. Dies erfolgt meist in Stufen direkt im Anschluss an das Schleudern. Dazu brauchen Sie ein grobes und ein feines Sieb. Grobe Partikel werden vom ersten Sieb abgefangen. Das feine Sieb (Maschenweite 0,2 mm) hält alle Bruchstücke der Wachsdeckel, Chitinteile und feinen Holzsplitter zurück. Die beiden Siebe sind meist in einem Doppelsieb zusammengefasst.

Der Honig enthält nach dem Sieben noch sehr feine Wachsteilchen. Ein Seihtuch in Form eines Spitzsiebs fängt diese feinsten Partikel ab. Es ist aus einem Nylon-Gewebe hergestellt und hat durch die spezielle Form eine besonders große Oberfläche.

Rührer

Rühren ist eine Methode, mit der wir die Kristallisation eines Honigs beeinflussen können. Dazu brauchen wir einen Rührer oder Stampfer. Es kommt darauf an, im kristallisierenden Honig Scherkräfte zu erzeugen. Für den Anfang können Sie mit einem Honigstampfer arbeiten. Wenn Sie später größere Mengen an Honig produzieren, können Sie einen Rühreinsatz für Ihre Bohrmaschine erwerben. Wichtig ist, egal ob Stampfer oder Rührer, dass das Material der Geräte für die Verwendung mit Lebensmitteln geeignet ist.

Abfüll- und Lagergefäß

Zum Abfüllen und zur Zwischenlagerung können Sie Eimer und Kannen aus Edelstahl oder lebensmittelechtem Kunststoff verwenden. In Portionen abgefüllt wird der Honig in Glasgefäße mit Schraubverschluss. Für den Anfang können dies gespülte Marmeladengläser oder einfache Honiggläser aus dem Imkereibedarf sein.

Das Imker-Honigglas des Deutschen Imkerbundes bleibt allen Imker und Imkerinnen, die den Fachkundenachweis Honig erfolgreich abgelegt haben, vorbehalten. Das Imker-Honigglas mit Etikett Echter Deutscher Honig und dem entsprechenden Deckel ist markenrechtlich geschützt und stellt ein Qualitätssiegel dar.

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Begriffe aus dem Glossar

lebensmittelecht

Das Adjektiv lebensmittelecht wird für Materialien und Gegenstände, die bei normalen Gebrauch Kontakt zu Lebensmitteln haben, benutzt. Es bedeutet, dass das Material für den Menschen unschädlich ist. Es werden keine schädlichen, gesundheitsgefährenden Stoffe abgegeben. Bei Lagerung von Lebensmitteln treten keine geruchlichen oder geschmacklichen Beeinträchtigungen auf.

Der Begriff lebensmittelecht wird umgangssprachlich verwendet. Eine Definition durch Gesetz oder Verordnung gibt es nicht.

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