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Was ist Honigtau?

Honigtau ist ein tierisches Produkt. Es ist die Ausscheidung von Blattläusen, Schildläusen und Zikaden, um die wesentlichen Honigtauerzeuger zu nennen. Die Tiere saugen Pflanzensäfte, insofern ist die Vorstufe des Honigtaus ein pflanzliches Produkt. Ein Teil der Inhaltsstoffe passiert unverändert den Darm der Tiere. Dies sind Mineralstoffe und geringe Mengen pflanzlicher Hormone sowie Duftstoffe und ein Teil der Zucker.

Während der Darmpassage finden Verdauungsprozesse statt. Verdauungsenzyme (Eiweiße) werden hinzugefügt, um die Abbauprozesse zu starten. Proteine (Eiweiße) pflanzlichen Ursprungs werden zu Aminosäuren abgebaut und dem Darminhalt teilweise entzogen. Der Rohrzucker (Saccharose) als Hauptinhaltsstoff des Pflanzensaftes wird teilweise in Traubenzucker (Glukose) und Fruchtzucker (Fruktose) gespalten.

Aber nur ein Teil der Zucker wird im Darm aufgenommen. Es besteht ein Überangebot an Zuckern im Verhältnis zum Bedarf des Tieres. Mit den Zuckern bleibt auch ein Teil des Wassers im Darm zurück.

Honigtau auf Blättern eines Basilikums
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Honigtau auf Blättern eines Basilikums

Zwischen den Zuckern im Darmtrakt finden Umwandlungen statt. Durch die Enzyme gefördert können Einfach- und Zweifachzucker neue Kombinationen eingehen. Es entstehen weitere Zweifach- und Dreifachzucker, die im ursprünglichen Pflanzensaft nicht vorhanden waren.

Nach dem Ausscheiden finden in den Tröpfchen weitere Veränderungen statt. Vor allem wird der Honigtau durch Verdunstung eingedickt. Durch die Luft eingetragene Stoffe bleiben im klebrigen Tau hängen.

Begriffe kurz und knapp

Joachim Eberhardt

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