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Wabenhygiene & Wachsgewinnung

 
 

Die Alterung von Waben

Wabe im Naturbau
Wabe im Naturbau

Frisches Wachs ist farblos, weißlich durchscheinend. Dies kann man an einem Naturwabenbau beobachten. Lange hält dies aber nicht an, dann wird das Wachs gelblich verfärbt. Nach ein oder zwei Jahren sind Waben goldgelb bis braun gefärbt.

Die Einlagerung und Lagerung von Honig führt zur Aufnahme von Farbstoffen, die aus Nektar und Honigtau stammen. Besonders schnell erfolgt die Einfärbung, wenn die Bienen in den Wabenzellen Pollen lagern. Pollenkörner enthalten vor allem in ihrer äußeren Hülle, der Exine, fettlösliche Farbstoffe. Diese Farbstoffe wandern in das Wachs und reichern sich an. Die mit der Lagerung von Honig und Pollen verbundene Einfärbung der Waben stellt kein hygienisches Problem dar.

Brutzellen einer alten Brutwabe
Brutzellen einer alten Brutwabe

Brutwaben

Brut hinterlässt Spuren in den Brutzellen. Die Larven geben vor der Verpuppung eine kleine Menge Kot ab. Beim Verpuppen spinnen sich die Larven in einen Kokon aus feinen Seidenfäden ein.

Die Brutzellen werden nach jedem Schlupf von den Putzbienen gründlich gereinigt und mit einer Mischung aus Speichel und Propolis desinfiziert. Die dünne Schicht des dunklen Propolis färbt die Zellwand mit jeder Reinigung mehr ein. Rest des Kokons verbleiben in der Brutzelle. Das innere Volumen der Brutzellen wird daher mit jeder Brut etwas kleiner. Diese Ablagerungen führen zu einer immer tieferen Färbung der Brutwaben.

Dieses abgelagerte Material bestehend aus Kot, Futterresten und Resten des Kokons stellt eine biologische Ressource, eine Nahrungsquelle, dar. Mikroorganismen und Parasiten kann es als Nahrung dienen.

Wachsmotte - unterminierte Wabe
Wachsmotte - unterminierte Wabe

Wachsmotten

Die Larven der Kleinen und Großen Wachsmotte leben in den Brutwaben der Honigbiene. Speziell die Kleine Wachsmotte kann lange Zeit unentdeckt werden, da sie sprichwörtlich in den Waben lebt. Die Larve bohrt Gänge durch die Wände der Brutzellen, bevorzugt unter verdeckelten Brutzellen. Sie bewegt sich dabei auf Höhe der Mittelwand und frisst die dort befindlichen Ablagerungen.

Ablagerung am Boden einer Brutzelle
Ablagerung am Boden einer Brutzelle

Bakterielle Infektionen

Vor allem die Kotreste zwischen den Resten des Kokons und der Wand der Brutzelle bilden einen guten Nährboden für verschiedene Bakterien. Hier können sich Krankheitserreger verbergen und lange Zeit überdauern. Einige Bakterien können Dauerstadien, Sporen, bilden. Sporen können, wenn auch inaktiv, jahrelang überleben. Keimen die Sporen aus, so bilden sie wieder aktive Bakterien. Hier zu gehört der Erreger der Amerikanischen Faulbrut, einer gefürchteten Bienenseuche. Wenn die Wabe eingelagert und später in ein anderes Volk gehängt wird, kann dort eine lange überwunden geglaubte Krankheit wieder ausbrechen.

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Begriffe aus dem Glossar

Faulbrut - Amerikanische Faulbrut

Bei der Faulbrut handelt es sich um eine Bienenkrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Wichtig ist zu unterscheiden, dass es zwei Arten der Faulbrut gibt: Die oft gutartig verlaufende Europäische Faulbrut und die bösartige oder Amerikanische Faulbrut. Die Amerikanische Faulbrut wird durch die Sporen des Bakteriums Paenibaciluus larvae larvae übertragen. Die Amerikanische Faulbrut ist eine Tierseuche und meldepflichtig.

Brutwabe

Wabe, in die die Königin Eier (Stifte) abgelegt hat. In der Wabe finden sich in der Regel alle Entwicklungsstadien der Bienenbrut: Eier, Maden und Puppen. Auf der Wabe können auch Honig und Pollen eingelagert sein. Diese Zellen sind meist ringförmig um die Brut angeordnet. In einem Volk gibt es immer mehrere Brutwaben, die direkt nebeneinander angeordnet sind. Gemeinsam bilden sie das Brutnest.

Honigtau

Als Honigtau werden die Ausscheidungen bestimmter, pflanzensaugender Insekten (Blatt- und Rindenläuse, Zikaden) bezeichnet. Diese nehmen aus den Pflanzensäften einen Überschuss an Zuckern auf. Der Überschuss wird ausgeschieden und sammelt sich als winzige Tröpfchen, wie süßer Tau, auf den Nadeln oder Blättern der Bäume. Manche nennen den Überzug auch Blatthonig. Wenn Bienen diesen Honigtau aufsammeln, entsteht daraus der Waldhonig (Honigtauhonig).

Nektar

Die meisten Blüten sondern eine zuckerhaltige Flüssigkeit ab, den Nektar. Die Drüsen in den Blüten werden Nektarien genannt. Abhängig von der Pflanzenart, der Witterung und der Tageszeit schwankt die Menge des abgegebenen Nektars.

Aus dem Nektar erzeugen die Bienen den Blütenhonig.

Pollen
lat. pollen feiner Staub.

Der Pollen wird allgemein auch Blütenstaub genannt. Der Pollen wird von Samenpflanzen zur geschlechtlichen Fortpflanzung produziert. Pollen sind mehr oder weniger kugelig. Den Bienen dient der Pollen vor allem als Eiweißnahrung.

Der Pollen einer jeden Pflanzenart zeigt eine charakteristische Oberflächenstruktur. Die Analyse dieser Struktur ermöglicht eine Zuordnung zur Pflanzenfamilie, teilweise auch bis zur Gattung oder Art.

Die Lehre von der Analyse des Pollens im Honig wird Melissopalynologie genannt.

Propolis
gr. pros für, vor ; gr. polis Stadt, Staat;

Propolis wird als das Kittharz der Bienen bezeichnet. Die Bienen sammeln Harz an den Knospenschuppen einiger Baumarten (insbes. Pappel, Erle, Birke und Kastanie). Diesem Rohstoff fügen sie Speichel und Wachs in unterschiedlichen Mengen zu, um ihn geschmeidig zu machen. Mit dem Kittharz wird der Bienenstock gegen Zugluft und Nässe abgedichtet. Propolis wird wegen seiner Inhaltsstoffe in der Naturmedizin verwendet.

Puppe

Die Bienen entwickeln sich vom Ei über die Larve bis zur ausgewachsenen Biene (Imago) über mehrere Entwicklungsstufen oder -stadien. Dabei machen sie im Übergang von der Larve zur Imago eine große Veränderung, die Metamorphose, durch. Dieses Stadium, die Puppe, wirkt von außen wie eine Ruhephase, da das Tier keinerlei sichtbare Bewegung zeigt. Im Inneren der Puppe finden aber gewaltige Veränderungen statt.

Putzbiene

In den ersten Tag nach dem Schlüpfen bleibt eine Arbeiterin im Bereich der Brutwaben. Sie reinigt Brutzellen von den Resten der letzten Brut. Diese Rest sind Kot und Teil des Gespinstes, das die Streckmade als ihren Kokon gesponnen hat.

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