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extraflorale Nektarien

extraflorale Nektarie am Blattstiel einer Kirsche
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extraflorale Nektarie am Blattstiel einer Kirsche

Extraflorale Nektarien treten, wie der Name schon sagt, außerhalb von Blüten auf. Sie befinden sich häufig an Laubblättern, manchmal auch am Spross. Dies ist nicht verwunderlich, da extraflorale Nektarien meist nicht im Zusammenhang mit der Bestäubung stehen.

Häufig werden Pflanzen, die extraflorale Nektarien besitzen, von Ameisen aufgesucht. Viele Ameisenarten nutzen den extrafloralen Nektar als Nahrung. Bei vielen dieser Pflanzen enthält der extraflorale Nektar neben dem hohen Zuckeranteil auch Aminosäuren und Proteine. Die Ameisen zeigen häufig ein stark aggressives Verhalten. Sie verteidigen ?ihre? Pflanze gegenüber Pflanzenfressern und verjagen sie. So schützen die Ameisen die Pflanzen vor Fraßschäden.

Blütenstand der Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias)
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Blütenstand der Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias)

Extraflorale Nektarien können in Ausnahmefällen zur Bestäubung beitragen. Ein Beispiel sind die Wolfsmilchgewächse. Sie besitzen stark reduzierte Blüten. Was uns und der Biene als Blüte erscheint, ist eine Scheinblüte, die sich aus weiblicher Blüte, mehreren männlichen Blüten und Hochblättern zusammensetzt. Die gelb-grünlichen Hochblätter haben die Funktion der fehlenden Kronblätter. Ein Teil der Hochblätter bieten extrafloralen Nektar an: Sie haben die Funktion von Nektarblättern.

Begriffe kurz und knapp

Joachim Eberhardt

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