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Verlust der Königin

 
 

Drohnenbrütigkeit - ein Problem, drei mögliche Ursachen

Drohnenbrut - Buckelbrut
Drohnenbrut - Buckelbrut

Drohnenbrütigkeit bedeutet, dass in einem Volk ausschließlich Drohnen erbrütet werden. In diesem Zustand findet man keine Brutzellen für Arbeiterinnen. Die Drohnenbrütigkeit führt zu einem sehr unruhigen Bild der verdeckelten Brut. Die Deckel sind hochgewölbt, da die Drohnenlarve mehr Platz beansprucht als die Larve einer Arbeiterin. Die Drohnenlarve passt nicht in die Brutzelle einer Arbeiterin. Das Bild dieses gestörten Aufbaus des Brutnestes wird als Buckelbrut bezeichnet.

Es gibt drei mögliche Ursachen: eine unbegattete Königin, eine überalterte Königin oder der Verlust der Königin.

Ist eine Weisel vorhanden, legt aber nur unbefruchtete Eier, so spricht man von fehlbrütig. Ursache kann sein, dass die Königin bereits mehrere Jahre alt und der Vorrat an Spermien aufgebraucht ist. Eigentlich reagiert ein Volk mit einem frühzeitigen Austausch der Königin, einer sogenannten Stillen Umweiselung. Findet dies nicht statt oder kann die junge, nachgeschaffene Königin nicht begattet werden, so kommt es zur Drohnenbrütigkeit.

Oder ein Volk hat seine Königin verloren. Problematisch wird das erst, wenn es nicht möglich ist, Nachschaffungszellen anzulegen. Ein weiselloses Volk ist sehr unruhig und aggressiv, da kein Pheromon der Königin vorhanden ist. Nach ein paar Wochen beginnen einzelne Arbeiterinnen, sogenannte Afterweiseln, unbefruchtet Eier zu legen. Das Volk wird drohnenbrütig.

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Begriffe aus dem Glossar

Larve

Die Larve ist die "Jugendform" vieler Tiere auch der Insekten. Man spricht auch vom Larvenstadium der Entwicklung. Die Larve unterscheidet sich von der Imago. Ihr fehlen unter anderem die Geschlechtsorgane. Oft hat die Larve der Insekten eine andere Gestalt und Lebensweise als die Imago, speziell bei Insekten mit holometaboler Entwicklung. Die Larve der Honigbiene ist eine Made.

Pheromone
gr. pherein übermitteln, überbringen
gr. horme in Bewegung setzen, antreiben, Antrieb

Pheromone sind Duft- und Lockstoffe, die ein Lebewesen abgibt. Sie dienen der Kommunikation von Lebewesen innerhalb einer Art untereinander. Sie werden daher auch als "Sozialhormone" bezeichnet. Ähnlich wie Hormone sind Pheromone bereits in einer sehr geringen Konzentration wirksam.

Im Bienenvolk dienen Pheromone dem Abstimmen des Verhaltens. Für die Bienen sind die Pheromone eine Form der Kommunikation. Sie dienen unter anderem dem Zusammenhalt des Volks und der Koordination des Schwärmens.

Umweiseln

Austausch der Königin in einem Volk. Dies kann durch den Imker erfolgen (Kunstschwarm oder Ableger), aber auch durch das Volk selbst. Letzteres nennt der Imker stille Umweiselung.

Königin - Weisel

Die Königin ist im Bienenvolk das einzige geschlechtsreife Weibchen. Nur sie wurde von mehreren Drohnen begattet. Die Bienenkönigin legt als einziges Weibchen im Stock besamte Eier, aus denen sich Arbeiterinnen und eine neue Königin entwickeln können.

Die Königin gibt ein Pheromon, die Königinnensubstanz, ab. Diese verhindert, dass sich die Eierstöcke der Arbeiterinnen entwickeln. Das Pheromon ist entscheidend für den Zusammenhalt des Volkes.

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