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Verlust der Königin

 
 

Nachschaffungszellen - ein Volk hilft sich selbst.

Nachschaffungszelle für eine Bienenkönigin
Nachschaffungszelle für eine Bienenkönigin

Die Larve, aus der sich eine Arbeiterin entwickeln soll, kann nachträglich in eine Larve für eine Königin umgewandelt werden. Dies kann nur in einem engen Zeitfenster von drei Tagen geschehen. In den ersten drei Tagen werden alle Larven durch die Ammenbienen mit dem gleichen Futtersaft ernährt. Danach werden die Larven von Arbeiterinnen und Drohnen mit einem Gemisch aus Honig und Pollen gefüttert.

Zur Anlage einer nachträglichen Weiselzelle wird eine einzelne Brutzelle, die bereits mit einer jungen Larve bestückt ist, durch die Arbeiterinnen vergrößert. Diese nachgeschaffenen Weiselzellen hängen nicht unten an einer Brutwabe, wie eine reguläre Weiselzelle, sondern befinden sich auf der Wabe. Sie werden als Nachschaffungszellen bezeichnet. Ein Volk legt in der Ausnahmesituation, Verlust der Königin, zur Sicherheit mehrere Nachschaffungszellen an. Häufig finden Sie dann bis zu 20 Nachschaffungszellen verteilt auf mehrere Brutwaben.

Entscheidend für die Umwandlung zur Larve einer Königin ist die fortgesetzte, ausschließliche Fütterung mit Weiselfuttersaft, dem Gelee Royal. Nach Verdeckelung und Metamorphose schlüpft eine Königin. Wichtig ist, dass jetzt Drohnen vorhanden sind. Kommt es zum Hochzeitflug und zur Begattung, so beginnt die neue Königin nach zwei Wochen mit der Eiablage. Das Volk ist gerettet. Der Verlust im Spätsommer oder Herbst ist eine Katastrophe für das Volk, da keine Drohnen die Königin begatten können. Das Volk wird drohnenbrütig, falls ein Imker nicht eingreift.

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Begriffe aus dem Glossar

Ammenbiene

Als Ammenbienen oder Pflegebienen werden Arbeiterinnen bezeichnet, die sich um die Brutpflege kümmern. In der Regel sind sie 4 bis 10 Tage alt (nach dem Schlüpfen). Ihre Kopfdrüse ist aktiv und bildet ein Sekret, den Futtersaft. Mit diesem Kopfdrüsensekret werden jüngste Maden gefüttert. An die Larven, die sich zu Arbeiterinnen entwickeln sollen, verfüttern sie außerdem Honig und Pollen. Zu den Aufgaben der Pflegebienen gehört auch die Temperaturregulation im Volk.

Gelée royale
fr. Gelée royale königliches Gelee

Gelée royale (Kopfdrüsensekret, Weiselfuttersaft) wird von jungen Arbeitsbienen, speziell den Ammenbienen, als Sekret aus Kopfspeicheldrüsen und Mandibeldrüsen zubereitet. Alle Bienenlarven bekommen drei bis vier Tag lang dieses Kopfdrüsensekret als Futter. Die Larven der späteren Königinnen erhalten während ihrer gesamten Aufzucht ausschließlich Gelée royale.

Larve

Die Larve ist die "Jugendform" vieler Tiere auch der Insekten. Man spricht auch vom Larvenstadium der Entwicklung. Die Larve unterscheidet sich von der Imago. Ihr fehlen unter anderem die Geschlechtsorgane. Oft hat die Larve der Insekten eine andere Gestalt und Lebensweise als die Imago, speziell bei Insekten mit holometaboler Entwicklung. Die Larve der Honigbiene ist eine Made.

Metamorphose
gr. meta nach, nächst, um ;gr. morphos gestalten

Mit Metamorphose wird allgemein eine Umgestaltung, eine Verwandlung bezeichnet. In der Zoologie spricht man von Metamorphose, wenn in der Entwicklung eines Tieres vom Ei zum geschlechtsreifen Tier Zwischenstadien, Larven, auftreten.

Diese Larven können ein gänzlich anderes Aussehen besitzen als das erwachsene Tier. Die Larve vollzieht dann über das Zwischenstadium der Puppe einen vollständigen Formenwandel, die vollkommene Metamorphose (Holometabolie).

Auch ein schrittweiser Übergang, eine allmähliche Metamorphose (Hemimetabolie) ist möglich. Dabei nähern sich die Larven in ihren Stadien der Form der Imago an, ohne dass eine radikale Umwandlung in einem Puppenstadium notwendig wird.

Die Honigbienen (Apis) vollziehen einen vollständigen Formenwandel, die vollkommene Metamorphose.

Gelée royale - Weiselfuttersaft

Gelée royale (Kopfdrüsensekret, Weiselfuttersaft) wird von jungen Arbeitsbienen, speziell den Ammenbienen, als Sekret aus Kopfspeicheldrüsen und Mandibeldrüsen zubereitet. Alle Bienenlarven bekommen drei bis vier Tag lang dieses Kopfdrüsensekret als Futter. Die Larven der späteren Königinnen erhalten während ihrer gesamten Aufzucht ausschließlich Gelée royale.

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