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Wirkstoffe aus der Gruppe der organischen Phosphorsäureester

Organische Phosphorsäureester werden auch als Organophosphate bezeichnet. Sie sind die klassische Antwort der Chemie auf Insekten (Insektizide) und Milben (Akarizide). Die Wirkstoffe der organischen Phosphorsäureester sind zahlreich und von ihrer Struktur vielfältig. Sie werden seit den 1930er Jahren entwickelt.

Organische Phosphorsäureester besitzen eine hohe Toxizität und sind bereits in geringer Menge wirksam. Es gibt eine große Variabilität in der chemischen Struktur der Verbindungen. Je nach Anwendungsgebiet kann durch entsprechende chemische Eigenschaften die Toxizität für den Einsatz gegen Insekten oder Milben gesteuert werden.

Organische Phosphorsäureester blockieren ein Enzym, die Acetylcholinesterase. Dieses Enyzm ist in den Verknüpfungen unseres Nervensystems wichtig. Es beendet das Senden von Nervenimpulsen. Ist das Enzym blockiert, so wird der Botenstoff Acetylcholin nicht abgebaut, sondern übermittelt fortlaufend seine Botschaft. Das Nervensystem wird überflutet von Impulsen. Die ständige Folge von Nervenimpulsen führt zu Verkrampfungen der Muskulatur. Beim Menschen kann dies zum Tod durch Atemstillstand führen.

Erste Anzeichen und Warnzeichen sind verlangsamter Herzschlag, verengte Pupillen, Übelkeit, intensiver Speichelfluss und Atemnot.

Organische Phosphorsäureester sind meist sehr gut fettlöslich (lipophil). Dies kann zu einer Anreicherung in Wachs und Propolis führen.

Zurzeit ist in Deutschland nur ein Präparat mit einem Wirkstoff aus der Gruppe der organischen Phosphorsäureester zugelassen. Es ist das Perizin® mit dem Wirkstoff Coumafos (Coumaphos) der Firma Bayer Vital GmbH.

Begriffe kurz und knapp

Joachim Eberhardt

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