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Blattschneiderbienen

Blattscheiderbiene - <i>Megachile spec.</i>
zoom_in Blattscheiderbiene - Megachile spec.

Blattschneiderbienen kommen zu ihrem Namen, weil sie tatsächlich aus Blättern kleine, runde Scheiben ausschneiden. Sie kleiden damit die einzelnen Zellen ihrer Bruthöhlen aus. Als Bruthöhlen können die ausgehöhlten Stängel von Pflanzen, Gänge in Bäumen oder in Totholz oder Erdhöhlen dienen.

In den Gängen ihrer Bruthöhlen legen sie hintereinander liegende Brutzellen an. Die Zellen sind mit aus den Blättern geformten Wänden voneinander getrennt. Aus Nektar und Pollen mischen die Bienen einen zähen Brei und füllen damit die einzelne Brutzelle. Das Ei wird dann direkt auf den Nahrungsvorrat gelegt. Mit Blattstücken wird die Zelle verschlossen und, wenn genügend Platz vorhanden ist, sofort die nächste Zelle angeschlossen. Die Brutzellen können in hohlen Pflanzenstängeln vertikal angeordnet sein.

Mit dieser Form der Brutfürsorge kann die Biene manchen Gartenbesitzer und Rosenzüchter arg ärgern. Das typische Fraßbild stört, wenn es auch die Pflanze kaum schädigt. Gegen die Bienen darf und sollte man nichts unternehmen. Sie stehen wie alle Wildbienen unter Naturschutz (Bundesartenschutzverordnung).

Joachim Eberhardt