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Invasion der Brutzelle durch die Varroamilbe

Varroamilbe (<i>Varroa destructor</i>) in Brutzelle
zoom_in Varroamilbe (Varroa destructor) in Brutzelle

Das befruchtete Weibchen der Varroamilbe dringt kurz vor dem Verdeckeln in eine Brutzelle ein. Wahrscheinlich sind es Duftstoffe der Streckmade, die signalisieren, dass die Made bereit zur Metamorphose ist. Die Duftstoffe wirken als Kairomone. Das bedeutet, der Duftstoff einer anderen Art wirkt als Signal für die Milbe. Gleichzeitig wirken die Duftstoffe als Pheromone für die Bienen und veranlassen die Arbeiterinnen, die Brutzelle mit einem Wachsdeckel zu versehen.

Varroamilbe im Futtersaft
zoom_in Varroamilbe im Futtersaft

Die Varroamilbe bevorzugt die Drohnenbrut, da deren Brutzellen länger verdeckelt bleiben als die der zukünftigen Arbeiterinnen (14 statt 12 Tage). In den 2 Tagen können ein oder zwei weitere weibliche Varroamilben geschlechtsreif werden.

Bei der Invasion wandert die weibliche, bereits begattete Milbe an der Wand der Brutzelle nach unten. Dort taucht sie in den Futterbrei ein. Der Futterbrei bietet Schutz vor Ammenbienen, die die Varroamilbe noch im letzten Moment entdecken und entfernen könnten. Es ist nicht leicht für die Milbe, an der Streckmade vorbei in den unteren Teil der Brutzelle zu gelangen. Ihre flache Körperform ist dabei eine Voraussetzung und ein Zeichen der körperlichen Anpassung.

Die Streckmade beginnt zu diesem Zeitpunkt, ihren feinen Kokon in der Brutzelle zu spinnen. Die Milbe muss verhindern, dass sie mit den klebrigen Fäden in Kontakt kommt. Sie würde sonst bewegungsunfähig und Teil des Kokons werden. Hilfreich ist dabei die starke Behaarung auf dem Rückenpanzer der Milbe, so dass meist nur die Haare in Kontakt mit den klebrigen Fäden kommen.

Begriffe kurz und knapp

Joachim Eberhardt

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