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klein aber fein - Scherenbienen

Scherenbiene (<i>Chelostoma</i>) in einer Glockenblume (<i>Campanula</i>)
zoom_in Scherenbiene (Chelostoma) in einer Glockenblume (Campanula)

Es gibt Bienenarten, die sehr klein sind. Es gibt Bienen, die nur 6 mm lang sind. Das entspricht der Rüssellänge einer Honigbiene. Aber es gibt auch Blüten, die sehr klein und sehr eng sind. Nur diese kleinen Bienenarten können in diese Blüten hinein und den Nektar ernten. Dies ist im wahrsten Sinne ihre ökologische Nische, da größere Bienen ihnen diese Futterquelle nicht streitig machen können.

Ein Beispiel für diese Spezialisierung sind die Scherenbienen der Gattung Chelostoma. Sie sind auf die Blüten von Glockenblume (Campanula) und Hahnenfuß (Ranunculus) spezialisiert. Sammelt eine Biene nur auf wenigen Pflanzenarten wird sie als oligolektisch bezeichnet.

Die Scherenbienen sind Bauchsammlerinnen. So werden alle Bienenarten bezeichnet, die den gesammelten Pollen auf der Unterseite des Hinterleibs transportieren. Die Bauchsammlerinnen besitzen dort spezielle Borstenreihen, die den Pollen festhalten. Sie unterscheiden sich damit von Körbchensammlerinnen und Kropfsammlerinnen.

Joachim Eberhardt