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endokrine Drüsen

Endokrine Drüsen geben Stoffe ab, die im Organismus selbst wirken. Sie werden nach Innen abgegeben. Das bedeutet bei der Biene, dass die Stoffe in die Haemolymphe abgegeben und darüber im ganzen Körper verteilt werden. Wirkstoffe dieser Art werden als Hormone bezeichnet.

Endokrine Drüsen stehen im engen Kontakt zum Nervensystem. Hormonsystem und Nervensystem steuern den Organismus gemeinsam. Ihre Aktivitäten sind miteinander durch Regelkreise abgestimmt.

Corpora cardiaca

Die Corpora cardiaca liegen zwischen dem Gehirn der Biene und dem Herzschlauch, daher cardiaca. Sie sind über Nervenbahnen mit dem Gehirn verbunden und speichern Sekrete des Gehirns. Bei einer Königin sind sie stärker ausgebildet als bei Arbeiterin oder Drohn. Die Hormone der Corpora caridiaca beeinflussen u. a. die Aktivität der Corpora allata.

Corpora allata

Die Corpora allata speichern und produzieren Hormone. Diese steuern die Larvenentwicklung und die Abfolge der Häutungen. Juvenilhormon und Häutungshormone sind Gegenspieler, die durch die Corpora allata sezerniert werden. Das Verhältnis der Konzentrationen dieser Hormone in der Hämolymphe steuert die Einleitung der Häutungen und der Metamorphose zum erwachsenen Insekt.

Die Hormone der Corpora allata aktivieren bei der Königin die Dotterproduktion und die Reifung der Eier in den Eierstöcken. Eine ausreichende Versorgung mit Eiweißen (Pollen) ist Voraussetzung für die Entwicklung dieser Drüse und damit direkt und indirekt für die Brut.

Begriffe kurz und knapp

Joachim Eberhardt