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Verbrausen

Das Problem des Verbrausens eines Bienenvolkes besteht, wenn über einen längeren Zeitraum, einige Stunden, das Flugloch verschlossen ist. Im Inneren der Beute können Temperaturen entstehen, die die Stabilität des Wachses reduzieren. Gefüllte und damit schwere Honigwaben brechen als erstes.

Es ist ein Teufelkreis, der entsteht. Die Bienen versuchen durch Ventilieren die Beute zu belüften. Da dies nicht gelingt, steigern sie ihre Aktivität. Infolge dessen heizen sie durch die Aktivität ihrer Flugmuskulatur den Innenraum der Beute weiter an.

Eine Flucht des gesamten Volkes ist nicht möglich, da ja das Flugloch verstopft ist. So verstärken die Bienen ihre Aktivität bis zu einer Temperatur, bei der die Stabilität des Wachses nachlässt. Das Bienenwachs beginnt weich zu werden. Die Honigwaben brechen und reifer und unreifer Honig fliessen über das Brutnest und die Bienen. Die Bienen verkleben und meist führt dies zum Tode des gesamten Volkes.

Die Gefahr des Verbrausens besteht besonders beim Wandern mit Völkern, da während des Transportes die Beuten verschlossen sein müssen. Ebenso besteht eine erhöhte Gefahr bei der Bildung eines Kunstschwarms oder beim Einfangen und Transport eines Schwarms.

Das Verbrausen ist ein trauriger Beleg dafür, wie extrem leistungsfähig ein Bienenvolk ist, da das Verbrausen auch bei niedrigen Außentemperaturen auftreten kann.

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