Was ist Pollen?
Im Pollenkorn steckt ein winziges, männliches Lebewesen, das nur aus drei Zellen besteht. In der Biologie spricht man daher von einer Mikrospore bzw. einem Gametophyt, wenn das Pollenkorn keimt.
Pollen braucht die Samenpflanze zur Fortpflanzung. Ein Pollenkorn ist der Lieferant für den männlichen Teil des Erbguts einer Blütenpflanze. Das Pollenkorn entsteht durch eine Reduktionsteilung (Meiose) und besitzt in jeder Zelle einen einzigen Satz an Chromosomen (haploid). Das Gegenstück, das weibliche Lebewesen, ist die unbefruchtete, haploide Eizelle, die in der Samenanlage der Empfängerpflanze wartet.
Bestäubung
Pollen muss mehr oder weniger große Strecken überwinden, um zur nächsten Blüte oder Pflanze zu gelangen. Dazu kann er sich vom Wind tragen lassen. Oder er klebt sich an einen Blütenbesucher und lässt sich so zu einer der nächsten Blüten mitnehmen. Dort angekommen, muss er auf der Narbe einer weiblichen Blüte landen.
Befruchtung
Das Pollenkorn keimt auf der Narbe aus und der entstehende Pollenschlauch wächst durch Narbe und Griffel in die Samenanlage hinein. Durch den Pollenschlauch wandert die männliche Geschlechtszelle in die Samenanlage und befruchtet die Eizelle.
Begriffe aus dem Glossar
- Chromosomensatz
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Die Zellen der meisten Tiere und Pflanzen enthalten die Erbinformation in mehreren Kopien. Meist ist die Erbinformation doppelt vorhanden. Die Zelle ist diploid. Das bedeutet, dass alle Chromosomen doppelt vorhanden sind. Es liegen zwei Chromosomensätze vor. Ein Chromosomensatz enthält alle Chromosomen je einmal.
Die Geschlechtschromosomen weichen hier von ab.
- haploid
- gr. haploos einfach
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Eine Zelle ist haploid, wenn nur ein einfacher Chromosomensatz vorhanden ist. Die meisten tierischen Zellen enthalten in ihrem Kern einen doppelten Chromsomensatz. Das gesamte Erbgut ist in doppelter Ausführung vorhanden.
Eine Ausnahme bilden die Geschlechtszellen. Bedingt durch die Reifeteilung sind die Chromosomensätze der Eizellen und Spermien haploid.
Eine Besonderheit liegt bei den Hautflüglern (Hymenopteren) vor. Die männliche Tiere, wie der Drohn, entstehen aus unbefruchteten Eiern und sind daher immer in allen Zellen haploid.
- Meiose
- gr.meiono vermindern, verkleinern
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Mit dem Begriff Meiose wird eine spezielle Form der Teilung des Zellkerns bezeichnet. Sie tritt während der Bildung von Geschlechtszellen auf und wird auch Reifeteilung oder Reduktionsteilung genannt. Reduktionsteilung deshalb weil die Anzahl der Chromosomensätze von zwei auf einen reduziert wird. Eine reife Geschlechtszelle besitzt nach der Mitose nur einen einfachen, so genannten hapoiden Chromosomensatz.
Bei der gewöhnlichen Kernteilung, der Mitose, bleibt die Zahl der Chromosomen pro Zellkern unverändert. Es gibt Organismen und Zellen bei den mehr als zwei Chromosomensätze auftreten.