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Das Jahr beginnt - der Vorfrühling.

Kalendarisch beginnt das Jahr mit dem Januar. Das ist meist der ruhigste Monat für den Imker und seine Völker. Das Volk sitzt eng zusammen in der Wintertraube und wärmt die Königin. Die Wintertraube bietet die Möglichkeit, möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Der Honigvorrat wird nur wenig abgebaut. Manche Völker schneien ein und bleiben bis in den März hinein ruhig - ohne jede Flugaktivität.

Mit den ersten warmen Tagen im Februar oder März, dem Vorfrühling, steigt die Aktivität im Bienenvolk an. Putzbienen bereiten Brutzellen vor. Die Königin wird aktiv und beginnt mit der Eiablage. Das Brutgeschäft läuft langsam an. Die erste Phase des Brutgeschäfts bestreiten die Bienen auf der Basis ihrer Vorräte. Um Eier zu legen, braucht die Königin Energie in Form von Zucker und Baustoffe in Form von Eiweiß. Die Zucker stammen aus dem Honigvorrat, aber die Eiweiße müssen die Ammenbienen aus ihrem Fettkörper nehmen. Die Winterbienen verzehren sich im Wortsinne für ihre Königin und ihre Brut. Gut ist es, wenn dann Frühblüher, wie Hasel oder Weide, mit ihrem Pollenangebot zusätzliche Eiweiße liefern und den Fettkörper der Winterbienen schonen.

Christrose (Helleborus niger) Zeigerpflanze des Vorfrühlings
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Christrose (Helleborus niger)
Zeigerpflanze des Vorfrühlings

An den ersten Tagen mit Temperaturen über 10 °C wird ein Imker die erste Kontrolle seiner Völker durchführen. Dazu werden die Völker nicht geöffnet, um ein Unterkühlen zu vermeiden. Haben die Völker den Winter gut überstanden? Reichen die Vorräte noch für die nächsten Wochen mit geringem Trachtangebot? Von nun an muss regelmäßig kontrolliert werden, was die Völker brauchen. Jetzt ist eine kritische Zeit für die Bienenvölker.

Es gibt Jahre da ist alles anders. Wie jetzt im Januar 2014. Der Winter ist so mild, dass es in Niederungen kaum Frost gibt. Christrosen und Haselnuss blühen bereits im Januar. Andere Frühblüher zeigen schon dicke Knospen. Die Honigbienen fliegen bereits oder sollte man besser sagen, sie fliegen noch?

Milde Winter bedeuten für die Völker, dass sie nicht wirklich zur Ruhe kommen. Manche Völker stellen das Brüten nicht ein und bilden keine Wintertraube. Die Temperatur wird nicht abgesenkt, sondern das Volk heizt stärker. Es wird paradoxerweise mehr Energie verbraucht, als in einem kalten Winter. Die Gefahr besteht, dass die Honig- und Futtervorräte zu früh verbraucht werden.

Begriffe kurz und knapp

Joachim Eberhardt

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