Blütenbiologie

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Blütenbiologie

Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris) in der Blüte einer WeigeliaBienen kommen bei ihren Blütenbesuchen immer in Kontakt mit den wichtigsten Teilen der Blüte: Staubgefäße und Narbe. Das ist kein Zufall, sondern Bienen und Blüten haben sich im Laufe der Evolution gemeinsam entwickelt.

Warum gibt es Blüten?

Huflattich - FruchtstandVereinfacht gesagt, ist die Blüte das Geschlechtsorgan der (Blüten-)Pflanze. Die Blüte stellt alle Zellen und Funktionen zur sexuellen Vermehrung der Pflanze zur Verfügung.

Staubblätter

Die Staubblätter bilden den männlichen Teil einer Blüte. Ein Staubblatt setzt sich typischerweise aus einem Staubfaden und einem Staubbeutel zusammen.

Wie funktioniert eine Blüte?

Die Verschmelzung von männlicher und weiblicher Keimzelle wird als Befruchtung bezeichnet. Nur nach einer erfolgreichen Befruchtung bildet sich eine Frucht aus.

Biene und Blüte

Bienen und Blüten haben sich seit der Kreidezeit gemeinsam und zum gegenseitigen Nutzen entwickelt – Co-Evolution.

Spezielle Beziehungen zwischen Biene und Blüte

Honigbienen und Hummeln auf einer KugeldistelBienen können sehr wählerische sein. Manche Bienenarten haben sich auf bestimmte Pflanzen oder Pflanzengruppen spezialisiert. Einige Bienen besuchen nur bestimmte Blüten.

klein aber fein - Scherenbienen

Scherenbiene (Chelostoma) in einer Glockenblume (Campanula)Scherenbienen der Gattung Chelostoma sind auf die Blüten von Glockenblume (Campanula) und Hahnenfuß (Ranunculus) spezialisiert.

eine einseitige Beziehung: Haselnuss und Biene

Die Haselnuss kommt gut ohne die Biene aus, da die Haselnuss vom Wind bestäubt wird. Für die Honigbiene ist die Haselnuss im Frühjahr eine der ersten großen Quelle für Pollen.

Blütenstetigkeit

Die Honigbiene konzentriert sich bei einem Trachtflug auf die Blüten einer einzigen Pflanzenart. Man sagt, sie ist blütenstet. Das ist eine ökonomische Lösung.

Fruchtblatt

Herbst-Zeitlose (Colchicum autumnale) - BlüteDie meisten Blüten besitzen mehrere Fruchtblätter, die zu einem einzigen Stempel verwachsen sind. Ein Stempel setzt sich aus Fruchtknoten, Griffel und Narbe zusammen.

Blütenökologische Aspekte

Taubnesselblüte mit ErdhummelIm Laufe der Stammesgeschichte haben sich zwischen insektenblütigen Pflanzen und den sie bestäubenden Insekten enge Wechselbeziehungen und Anpassungen entwickelt.

Geschichte der Blütenökologie

Sprengel, BuchtitelIm Laufe der Stammesgeschichte haben sich zwischen insektenblütigen Pflanzen und den sie bestäubenden Insekten enge Wechselbeziehungen und Anpassungen entwickelt.

Christan Konrad Sprengel

Am 7. April 1816 starb der Begründer der Blütenökologie, Rektor des Gymnasiums Spandau, Christan Konrad Sprengel, im Alter von 56 Jahren verarmt und verkannt in Berlin.

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